Archiv der Kategorie: Naturschutz

Deutsche Umwelthilfe: Kreuz- oder Raubritter?

Per „DUH“ mit Toyota

von Sönke Hausschild, Bauernverband Schleswig-Holstein

„Wir brauchen eine andere Art von Landwirtschaft. Schluss mit Überdüngung, Pestiziden und der intensiven Flächennutzung!“

So kennt man die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Aktuell schlägt die DUH mit der Starköchin Sarah Wiener im Schlepptau Alarm: Bienen sterben, weil die Novelle des Düngerechtes immer noch nicht beschlossen sei.

Das ist platt und falsch. Wir können beruhigen: das Düngerecht ist beschlossen, die Zahl der Bienenvölker nimmt zu und nicht ab.

Wer bzw. was ist die DUH?

Doch was steckt hinter einer Organisation, die groß wurde im Kreuzzug gegen Landwirtschaft, Diesel, Plastiktüten und Einwegflaschen?
Rüdiger Soldt von der FAZ nennt die DUH ein „ungewöhnliches Geschäftsmodell“. Die Umwelthilfe sei inzwischen „mächtiger als manch ein Landesparlament“. Das schafft sie vor allem über den Klageweg.

Seit 2004 ist die DUH nach eigener Aussage in der „Liste qualifizierter Einrichtungen nach Unterlassungsklagegesetz eingetragen und befugt, Verstöße gegen das Gesetz mit geeigneten Maßnahmen zu verfolgen“.
Und man verdient kräftig daran.
Seit zehn Jahren nutzt die DUH die Verbandsklage als finanziellen Hebel. Soldt beschreibt, wie dies in der Praxis funktioniert: DUH kämpft für Fahrverbote

Finanzierung durch Klagen

grafische Darstellung der Erträge der Deutschen Umwelthilfe im Jahr 2015
Erträge durch Verbraucherschutz

Mit den Geldern aus Unterlassungserklärungen und Vertragsstrafen sei die DUH dann finanziell in der Lage, Klagen gegen Landesregierungen oder Konzerne zu führen und daran ebenfalls zu verdienen. 2014 nahm die Umwelthilfe laut FAZ mit Verbandsklagen 2,32 Millionen Euro ein (1265 Abmahnungen und 438 Gerichtsverfahren), insgesamt ein Drittel des Etats. Auch 2015 kamen 30 % aus dem Bereich „Verbraucherschutz“ (Grafik).

Per du(h) ist man auch mit der kritisierten Wirtschaft, solange es Geld gibt. So unterstützt Toyota laut FAZ die „DUH-Dienstwagenumfrage“. Kampagnen für Mehrwegflaschen werden vom Bundesumweltministerium aber auch von Mineralwasser- und Fruchtsaftabfüllern unterstützt. Etwa 20 % der Einnahmen stammen aus öffentlichen Quellen. So bezog die DUH 2004 bis 2016 jeweils 300.000 Euro EU-Fördermittel.

Die dt. Umwelthilfe hat nur wenige Mitglieder

Die „Beiträge von Förderern und Paten“ betrugen dagegen nur 2 %. Der Verein hat gerade mal 270 Mitglieder. Dafür aber 90 Mitarbeiter. Das muss man sich leisten können. Soldt kritisiert: „Die Umwelthilfe ist also Abmahnverein, Umweltschutzorganisation und zudem eine Organisation, die in Kauf nimmt, lobbyistische Interessen Dritter zu vertreten.“ Besonders kritisch aus Sicht des FAZ-Journalisten: Die DUH vergibt einen Umweltmedienpreis an Journalisten, die in ihrem Sinne berichten.

Bärendienst

Wir meinen: Es ist sicher nicht leicht, den Kreuzzug gegen Klimawandel und Umweltverschmutzung zu führen. Dies aber nach Art eines Raubritters auf dem Abmahn- und Klageweg gegen Bürger und ohne eine breite gesellschaftliche Legitimierung zu versuchen, wird sich als Bärendienst an Natur- und Umweltschutz erweisen. Das wäre dann zum Schaden aller – außer der DUH wahrscheinlich.

Agitieren Wasserversorger gegen Bauern?

Der Bauernverband Schleswig-Holstein fordert auf seiner Facebookseite die mitlesenden Landwirte auf, sich persönlich bei ihren Wasserversorgern zu erkundigen und nachzufragen, wie es um die Qualität des Wassers stünde.
von Sönke Hauschild

Aufruf: Fragt nach! Es geht nicht nur um den guten Ruf der Landwirte, sondern um unser aller Wasser! (Siehe Fragenkatalog am Ende)

Wasserverbände fordern Gülle-Stopp!

Fake statt Fakten: Wasserversorger agitieren gegen ihre Versorger - die Bauern!
(c) bauern.sh

Deutsche Wasserverbände, oft von landwirtschaftlichen Vorständen geleitet, halten „die großindustrielle Agrarwirtschaft“ für eine Gefahr. „Jedes Jahr wird in Deutschland viel mehr Gülle auf den Feldern ausgebracht als Pflanzen und Böden aufnehmen können.
Wie kann das sein?

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Ist die konventionelle Landwirtschaft das neue Waldsterben?

Hohe Nitrate im Wasser? Geht ganz ohne Intensivtierhaltung!

Gestern bin ich auf eine sehenswerte Dokumentation des Journalisten Michael Miersch zum Thema Waldsterben gestoßen. Sie wurde vor einigen Jahren für den Bayerischen Rundfunk produziert, aber nie ausgestrahlt. Der Sender hatte die Doku „Und ewig sterben die Wälder“ seinerzeit zurückgehalten.

*Nachtrag zum Film: Ein aufmerksamer Blog-Leser hat mich informiert, dass es Hinweise gibt, dass die Dokumentation am 13. Mai 2011 ausgestrahlt wurde, und zwar von Arte.

Ein Teil bezog sich auf die Berichterstattung und der ihr zugrundeliegenden Recherche deutscher Leitmedien zum Thema.

Verblüffend: Im Kontext der aktuellen Berichterstattung über die Auswirkungen der konventionellen Landwirtschaft auf die Umwelt generell bzw. mit Blick auf die jüngste Nitratsau, die soeben durch die Republik getrieben wird, habe ich Parallelen festgestellt zur Hysterie der 1980er Jahre.

Wiederholt sich die Geschichte?

Auf einen kurzen Nenner gebracht: Scheint die Natur in Gefahr zu geraten, wird Alarm geläutet. Schrill, anhaltend, panisch. Eine sachliche Betrachtung des Themas, Nüchternheit, Ausgewogenheit – Fehlanzeige. Die deutsche Volksseele reagiert mit Panik und sieht sofort den Tag des Jüngsten Gerichts vor der Haustüre rumlümmeln. Oft haben Fakten das Nachsehen. Die Geschichte wiederholt sich. Ist die konventionelle Landwirtschaft das neue Waldsterben? weiterlesen

Landwirtschaft ohne Tierhaltung?

Vor dem Hintergrund medialer Skandale findet die Forderung von Gruppierungen wie PeTA etc. immer mehr Anhänger, dass die Menschheit komplett auf jegliche Nutzung und Haltung von Tieren verzichten sollte und sich komplett vegan ernähren sollte.

Kann eine Landwirtschaft, die ausschließlich auf der pflanzlichen Produktion beruht, funktionieren?

Ein Grundsatz im Pflanzenbau ist, dass man durch die Ernte der Früchte Nährstoffe, die die Pflanze aufgenommen hat (i.d.R. aus dem Boden), von der Fläche entfernt. Dadurch entsteht ein Defizit an Nährstoffe, die in der nächsten Anbauperiode fehlen. Wird dieses Defizit nicht wieder durch Nährstoffzufuhren egal welcher Art ausgeglichen, betreibt man Raubbau am Boden und wird den Boden innerhalb weniger Jahre auslaugen.

Stickstoff alleine ist nicht genug

Ein häufige, angeführte, vermeintliche Lösung: „Es gibt doch Pflanzen, die Nährstoffe aus der Luft aufnehmen können.“ Das ist so teilweise korrekt. Diese Pflanzen nennt man Leguminosen (Erbsen, Bohnen, Klee, Luzerne etc.), deren Wurzeln mit Bakterien besiedelt sind, die Stickstoff aus der Luft aufnehmen können. Doch Pflanzen benötigen neben Stickstoff noch viele weitere Nährstoffe. Gerade Leguminosen benötigen für eine effiziente Stickstoffaufnahme aus der Luft Nährstoffe wie Kalium, Magnesium und Schwefel, die wiederum nur aus dem Boden aufgenommen werden können. Außerdem sind viele Leguminosen nur für Tiere bekömmlich.

Was ist mit Klärschlamm?

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zum Insekten- & Vogelsterben

Frank Nagel (frankshalbwissen.de) beschäftigt sich in seinem aktuellsten Artikel über das von den Grünen oft postulierte Insekten- bzw. Vogelsterben. Ist das nun ein reales Problem, oder doch nur wieder die übliche grüne Panikmache?

Diese Analyse ist lang, aber die viertel Stunde, die für die gründliche Lektüre nötig ist, ist sehr gut investiert:

(c) frankshalbwissen.de

 

Jäger, Landwirte, Angler und Imker in einem Boot

Emotionale Worte einer Jägerin, die anonym bleiben möchte:

Wow. Da sind sie wieder, die aktuellen Diskussionen, die jeder Jäger und vermutlich auch jeder Landwirt, jeder Angler oder Imker kennt. Da wird aufs übelste beschimpft, beleidigt, provoziert. Sicherlich im Endeffekt von beiden Seiten.

Aber woher kommt er, dieser abgrundtiefe Hass gegenüber uns?

Leuten, die meiner Ansicht nach noch mit und in der Natur leben, agieren und versuchen, ihre Zusammenhänge zu verstehen? Warum ist es „nur in seiner Natur“, wenn ein Prädator ein Wildtier erbeutet, wenn er es eben nicht sofort schnell und schmerzlos tötet, wenn es gar leidet oder viel mehr Tiere gerissen werden, als für eine Mahlzeit notwendig wäre?Warum ist es nicht „in der Natur“, dass wir Nutztiere halten oder eben Wildtiere erlegen, um sie zu essen?

Wären wir seit zigtausende von Jahren tatsächlich reine Pflanzenfresser, dann hätten wir einen um mehrere Meter längeren Darm, keinen verkümmerten Blinddarm und ein völlig anderes Gebiss. Warum haben unsere Vorfahren die Gefahren und Strapazen der Jagd auf sich genommen, wo Löwenzahn, Brennnesseln und Beeren doch vermutlich vor der Nase wuchsen? Warum wird als Argument immer gleich die „Lust“ am Töten vorgerufen? Fehlt mir da ein Körperteil, als Frau? Oder macht Fleisch essen einfach satt und ist somit befriedigend?

Ich jage auch. Aber eben nicht nur. So wie der Landwirt viele Stunden an Arbeit hat und auch nicht nur tötet. Empfinden Angler Lust? Ich muss doch mal einen fragen. Ich dachte eher, es ist noch eine Form des Jagdtriebs. Beute machen zu wollen. Nahrung zu haben. Vielleicht ist das doch noch ein Fitzelchen aus jahrtausendelanger Entwicklung. Übrig geblieben wie unser kurzer Darm oder unser Allesesser-Gebiss.

Und dann stolpere ich wieder über Kommentare von Leuten, bei denen mir die Haare zu Berge stehen und meine Augenbrauen vor Erstaunen sich nicht weiter nach oben ziehen können. Ich sehe mir deren Profile an, während ich Sachen wie „Karma regelt das bei euch, zur Not im Krankenhaus„, „Psychopathen„, „erschießt euch selber“ und so weiter lese. Auf den Profilen sehe ich aber Leute, die Tiere lieben. Die sich um verletzte und kranke Tiere kümmern. So wie wir das tun. Leute, die meistens doch auch einem normalen Job nachgehen.

Woher kommt dieser Hass? Bei vielen Kommentaren frage ich mich, wie dieselben Personen täglich im Job und Alltag argumentieren. Ob sie da am Schreibtisch oder der Supermarktkasse ausflippen, und dem Kollegen mit dem Leberwurstbrot einen qualvollen Tod, oder dem Käufer von Hackfleisch mit dem Aufstechen der Autoreifen drohen? Da sind alle völlig unscheinbar.

Also doch nur die Anonymität auf Facebook, die kleine heile Welt im Computer? Ich frage mich jedesmal, was deren Chef dazu sagen würde, wenn er sowas lesen könnte. Woher kommen diese Menschen verachtenden Aggressionen? Was passieren würde, wenn man sie mit Steinen und ähnlichem bewaffnet in die Realität entlassen würde. Was ist das? Frust? Langeweile? Verzweiflung?

Wie oft sitze ich auf meinen Händen, denke mir „schreib nichts! Schreib dazu bloß nichts!“ Mich lässt das, wie man sieht, auch nicht völlig unberührt.
Ich denke, dass viele viele Leute einfach nicht genügend informiert sind, aber durchaus interessiert an der Natur und ihrer Umwelt. Diese Leute gilt es abzuholen und mitzunehmen. Bei 500 und mehr Hasstiraden in einzelnen Beiträgen stellt man schnell fest, dass der Großteil der Wut- und Fehlinformationen von einzelnen wenigen Personen gepostet wird. Damit aber deren laute Meinung nachher nicht aussieht, als wäre sie die einzige, sollte man aber vielleicht doch immer wieder sachlich mitargumentieren. Auch wenn es schwer fällt. Verdammt schwer, in dem Moment, in dem man sich doch am liebsten auf das selbe Niveau hinablassen würde und mit „Herr, schmeiß Hirn vom Himmel“ antworten möchte.

Die festgefahrene Meinung und die Einstellung einzelner Personen lässt sicher niemals eine sachliche Diskussion zu. Wichtig sind doch die, die das lesen und sich nur denken „was ist denn bitte da los?“. Mit denjenigen möchte ich reden.

Da geht es nicht um das Rechthaben. Da geht es um zeigen, fühlen und empfinden unserer Umwelt, eine Meinung kann sich jeder selber bilden.

Für alle, die Fragen haben, zur Jagd (die ich sicher auch nicht alle beantworten kann, ich bin ja nicht allwissend) zum „warum“, für all jene habe ich ein offenes Ohr. Und Zeit. All jene lade ich ein, einfach mal mitzukommen. Vor der Mahd durch regennasse Wiesen zu laufen, pitschnass zu werden und am Ende ein kleines Rehkitz zu finden und es an einem sicheren Bereich abzusetzen. Am Sonntag statt auszuschlafen um 03.30 Uhr aufzustehen, über Stunden still auf einer Holzbank zu sitzen und die Natur beim Erwachen zu beobachten. Mit einer Hacke ‚bewaffnet‘ zwei-drei Stunden dabei zu helfen, Wildschweinschäden in einer fremden Wiese wieder einzuebnen. Eimerweise Steine zu entfernen, um einen brachliegenden Wegrandbereich in eine Wildwiese zu verwandeln… Gemeinsam Jagd -und auch das ist ein kleiner Teil davon, zu erleben. Da freue ich mich drauf. Und bei dem Gedanken daran sind sie auch schon weg, diese ganzen Frustrationen. Ganz ohne Beleidigungen. Geht doch. Mitkommen. Mitmachen.


Dieser Text steht bei einer Jägerin in ihrem Facebookprofil. Das Angebot hat sie ihren Facebookfreunden gemacht. Aus Sorge vor Anschlägen wie Hochsitz-Ansägen etc. möchte sie hier aber anonym bleiben.
Sollten einige Leser das Dialogangebot der Jägerin annehmen wollen, kann ich je nach Region sicherlich helfen, einen Jäger(in) zu vermitteln.

Auf einem Austausch würden sich auch die jungen Jäger aus Bonn freuen: https://twitter.com/JungeJaeger

Grün ist die Farbe der Ignoranz

Heute ist der Grünlandtag der GRÜNEN in Leer und die beiden Minister haben die Einladung unsere Flächen zu begutachten abgelehnt.

Grünlandtag –
ohne einen Quadratmeter Grünland zu betreten!

Der LHV (Landvolk in Ostfriesland) hat deshalb heute Abend schon seine Aktionen zur Veranstaltung der GRÜNEN gestartet!


Grün war früher die Farbe der Hoffnung – heute ist sie die Farbe der IGNORANZ!
Alleine an dieser Aktion wird einmal wieder deutlich: in der Not halten wir, Bauern, zusammen.

Doppelpass? Ein abgekartetes Spiel?

Rechtsgutachten zur Schweinehaltung: Macht Greenpeace mit Tierrechtlern gemeinsame Sache?

Greenpeace spielt anscheinend im Kampf gegen die Massentierhaltung mit PeTA & Co. Doppelpass

Das gestern von Greenpeace veröffentlichte juristische Gutachten ist ein weiterer Schlag gegen die konventionelle Schweinehaltung und somit auch mich und unserem Hof, schließlich mästen wir Schweine auf konventioneller Art und Weise.

Snapshot Facebookseite von Greenpeace. Im Bild zu sehen ist Anwältin Dr. Davina Bruhn

Im Gegensatz zur Bauernregelkampagne von Umweltministerin Hendricks hat mich aber diese Veröffentlichung des Gutachtens und die Berichterstattung drumherum nicht sonderlich mitgenommen. Es ist halt von Greenpeace- und die sagen ja nix Neues. Die wollen eh den bösen Massentierhaltern an den Kragen, jetzt wird also der juristische Weg versucht.

Aber natürlich hätte die Berichterstattung in vielen Medien etwas kritischer sein können. Kritischer gegenüber Greenpeace. Das war sie eigentlich nicht, denn nirgends wurde mal hinterfragt, wer dieses Gutachten schrieb? Gibt es da vielleicht aufschlussreiche Verbindungen im Hintergrund? 
Ja, die gibt es. Spielt aber wohl keine Rolle, denn Greenpeace genießt vermutlich eine riesen Glaubwürdigkeit bei Journalisten. Sind eben auch nur Menschen.

Wer ist denn eigentlich diese Rechtsanwältin, die dieses Gutachten verfasste und den Medienvertretern heute Rede und Antwort stand?
Dr. Davina Bruhn.

Bruhn steht PeTA sehr nahe und ist im Vorstand der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht. Nach Ansicht von Klaus Alfs, Tierrechtler-Experte, ein Doppelpass? Ein abgekartetes Spiel? weiterlesen

Gülledialog

Gestern machte ein Smartphone-Video über WhattsApp-Gruppen die Runde. Zunächst ausschließlich in landwirtschaftlichen Gruppen geteilt, verließ dieses Video spätestens seit dem Bericht in der NOZ die landwirtschaftliche Blase. Es wurde viral.
Gegen Abend nahm auch die WELT den in diesem Video gefilmten Streit auf und schmückte die Story noch etwas auf- allerdings ohne mit dem Landwirt und Filmer der Szene auch nur ein Wort zu sprechen.

Zeitungsberichte zum Handyvideo sind Beispiele  für guten und schlechten Journalismus

Während der Artikel von Dirk Fisser (NOZ) gelungen ist, ist die WELT-Version von Antje Hildebrandt ein Beispiel für nicht so gut gelungenen Journalismus. Hier stand die Sensation und die Klicks wohl im Vordergrund.

Zurück zum Video: Ich frage mich, wer dieser Spaziergängerin diese wilde Aneinanderreihung von Falschinformationen ins Ohr gesetzt hat? Waren es Tierrechtsorganisationen? Naturschutzverbände? Grüne Politiker? Die Kakophonie aller Vorgenannten? Gülledialog weiterlesen

Hendricks erwägt wechsel zu den Grünen!

Da bahnt sich noch vor den Bundestagswahlen eine kleine Politiksensation an: Wie Spiegel-Online gestern berichtete, führt die Parteispitze von Bündnis90/die Grünen bereits seit Anfang des Jahres Gespräche mit Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) über einen Wechsel der Parteimitgliedschaft.

Die Lust an der großen Koalition ist ihr vergangen: Barbara Hendricks;  (c) Bayrischer Rundfunk

Laut dem Bericht von Spiegel-Online reagiert Hendricks Parteikollege und Fraktionsvorsitzender der SPD, Thomas Oppermann, gelassen:

„Ich höre zum ersten Mal davon und kann mir nicht vorstellen, dass sie zu den Grünen wechselt. Schließlich ist es nicht auszuschließen, dass sie sich dann nach den Bundestagswahlen in der außerparlamentarischen Opposion wiederfinden wird.“

Hendricks versteht die Aufregung um ihre Person nicht:

„Mein Herz schlägt grün, bisher gibt es aber nur Gedankenspiele. Und die Gedanken sind schließlich frei. Das gilt hoffentlich auch für Ministerinnen. Im übrigen gibt es nichts Neues zu verkünden.“

Grünen-Chefin Peter gibt eher nur Allgemeinplätze zur Causa Hendriks von sich:

Frau Hendricks würde sehr gut in meine Partei passen. Der Vorstand von Bündnis90/die Grünen würden Frau Hendricks sehr freundlich begrüßen, wie wir auch jedes andere neue Mitglied freundlich begrüßen würden.!