Schlagwort-Archive: Wahlkampf

Marcus Holtkötter und Bernhard Barkmann über Dialogbereitschaft. Causa Schulze Föcking II

Blick in eine Großbucht der Mastschweinehaltung von Christina Schulze Föcking
Mastschweine im Stall von Schulze Föcking, Juni 2017

Im Nachgang zur RTL-Ausstrahlung angeblicher Missstände auf dem Familienbetrieb von Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking hatte Dr. Ophelia Nick, grüne Direktkandidatin für Mettmann bei der Bundestagswahl 2017, bei #sternTV an einer Live-Diskussion teilgenommen. Dazu bezog sie später Stellung bei Facebook (22. Juli). In ihrem Statement äußerte sie unter anderem:

Wieso nicht zusammensetzen und ernsthaft und offen diskutieren? Wir können voneinander lernen und die Landwirtschaft in Deutschland weiterentwickeln. Ich stelle mich der Diskussion und will auch zuzuhören. Ansprechen, einladen, reden, handeln – nur so kommen wir weiter.

Landwirt Marcus Holtkötter hat Dr. Nick folgende Antwort bei Facebook gepostet:

Ich bin doch ein wenig verwundert, Sie sprechen jetzt hier plötzlich von Dialog, in der SternTV Sendung hat man davon aber nichts bemerkt. Dort habe ich nur unqualifizierte Angriffe gesehen. Wie Sie jetzt richtig sagen können Tiere auch krank werden und müssen dann versorgt werden. Nur genau das ist doch dort geschehen! Marcus Holtkötter und Bernhard Barkmann über Dialogbereitschaft. Causa Schulze Föcking II weiterlesen

Göring-Eckhardt: „Massentierhaltung wurde abgeschafft“

Susanne Günther (Schillipaeppa.net) hat aufmerksam Fernsehen geguckt. In der Talkshow von Maybritt Illner stellte die Grünen-Politikerin fest, dass in Niedersachsen die Massentierhaltung abgeschafft wurde: Das Zitat habe ich nun herausgeschnitten und bei YouTube hochgeladen:

Staatsreform?

Seit etwa zwei Jahren nimmt der Druck auf die Landwirtschaft merklich zu und dies nicht nur von privaten Organisationen (“Nicht – Regierungsorganisationen“ wie Peta, Nabu und BUND usw.), die mit einem ideologischen Hintergrund argumentieren, sondern neuerdings auch von vielen Regierungsteilen.

Amos Venema
Amos Venema

Der Wahlkampf nimmt merklich Fahrt auf. Das Thema Landwirtschaft wird hierbei zur ideologischen “Spielwiese“ quer durch die Parteien. Ein ganzer Berufsstand und damit auch ein ganz entscheidender Teil des ländlichen Raumes wird genutzt, um seinen individuellen Phantasien frei Lauf zu lassen – mit dem Ziel, die eigenen Ziele oder Person durchzusetzen. Der ländliche Raum soll sich nur auf Umwelt – und Naturschutz beschränken und damit von der Prosperität-Entwicklung der Ballungsräume weiter abgehängt werden.
Oft aus gesicherter Einkommensposition erwartet der Verfasser solch vermeintlich spannender Ideen, dass ich als Landwirt ihm noch dankbar bin und jubele, wenn ich dann auch noch auf Einkommen verzichten soll. Ich habe einmal ein paar dieser Auswüchse zitiert:

  • Der Maisanbau hat laut Umweltministerium Schuld an der Flutkatastrophe im Süden der Republik.
  • Umweltministerin Hendricks will Kühen das Furzen verbieten (deutsche – Wirtschaftsnachrichten vom 23.08.2016)
  • „Um es frei heraus zu sagen: Die heute vorherrschende Form der Landwirtschaft ist leider ein Problem für die Natur. Der Indikator für Artenvielfalt und Landschaftsqualität hat sich gerade im Agrarland deutlich verschlechtert, er ist auf den bisher tiefsten Wert abgesunken.“ (Zitat Hendricks Naturschutzoffensive 2020)
  • Im Katastrophenfall will die Regierung die Ernte und Höfe der Landwirte beschlagnahmen können, um die Ernährung der Bevölkerung zu gewährleisten.

Als betroffener Landwirt stelle ich mir mittlerweile die ernsthafte Frage:

Stehen wir vor einer Staatsreform? Staatsreform? weiterlesen

heißer Wahlkampf

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Trittin gibt sich kämpferisch (c) shz.de

Bekanntlich wird am kommenden Sonntag der neue Bundestag gewählt. Viele Journalisten befanden den Wahlkampf bisher eher als langweilig und ereignislos.

Nun aber, nachdem die CSU in Bayern die absolute Mehrheit zurückerobert hat, die FDP nicht mehr im Bayrischen Landtag vertreten sein wird und die Grünen sich wegen umstrittener Steuerpläne, der Veggie-Day-Diskussion und der unsäglichen Pädophilie-Debatte im Sinkflug befinden, wird gekämpft! Und das heftig um die so wichtge Zweitstimme.

Als Landwirt aus Niedersachsen ist man ja schon so manches gewohnt- unser Berufsstand ist leider sehr häufig das Ziel von populistischen Forderungen, aber das was die Grünen in ihrer Verzweiflung nun abziehen ist schon mies:

Um von eigenen Problemen abzulenken, wird jetzt bei jeder Gelegenheit auf die Bauern drauf gehauen. Neuerdings dürfen wir uns auch noch als Drogendealer im Stall beschimpfen lassen von der Partei, die übrigens selber Marihuana legalisieren möchte.

Hier ein Mitschnitt aus der gestrigen „Hart aber Fair“-Sendung von Jürgen Trittin: 

Da frage ich mich, was denn nun mit der eigentlich sanften Agrarwende in Niedersachsen wird? Die Pläne von Jürgen Trittin setzen wohl weniger auf Dialog mit den betroffenen Landwirten, obwohl er ja selber sagt, die Bauern zu mögen (sehr zynische Aussage). Herr Landwirtschaftsminister Meyer, was sagen sie dazu? Jetzt könnten sie zeigen, dass es ihnen ernst ist mit dem Dialog mit der Landwirtschaft und der sanften Agrarwende! Leider hört man nichts aus Niedersachsen- schade.

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Landwirte pfeifen Trittin aus (c) shz.de

Ich persönlich hoffe, dass dieser durchsichtige, von Verzweiflung getriebene Wahlkampf nicht von Erfolg gekrönt sein wird und die Grünen von den Wählern abgestraft werden.