Agrarindustrie: nein danke!?

von Thomas Wengenroth, Stallbesuch.de

Logo stallbesuch.deImmer wieder ist die Forderung nach bäuerlicher Landwirtschaft statt Agrarindustrie zu hören und zu lesen. Nicht in „Megaställen“, sondern beim Kleinbauern sollen Rinder, Schweine, Hühner in Deutschland aufgezogen werden. Die genauen Grenzen, ab wann Landwirtschaft „groß“ ist, werden zwar selten benannt, aber eine Beispielrechnung lässt sich trotzdem recht einfach anstellen:

Nach der letzten Zählung gibt es noch 84.900 Milchviehhalter in deren Ställen insgesamt 4.190.000 Kühe stehen. 70% dieser Betriebe halten mehr als 50 Kühe. Verteilt man nun die Kühe aus diesen Großbetrieben auf lauter kleine, entstehen 58.660 neue Höfe mit je 50 Tieren.

schweine_stallbesuch89% der Mastschweine werden in Betrieben mit mehr als 500 Plätzen gefüttert. Die verteilen wir auch neu und erhalten so 49.306 kleine Bauernhöfe (zusätzlich zu den bestehenden 30.300 Mästern).27

Von insgesamt 2.365.000 Sauen leben 87,4% mit mehr als 100 Kolleginnen in einem Betrieb. Wenn 100 Sauen die Obergrenze für bäuerliche Landwirtschaft sein sollen, verdoppelt sich die Betriebszahl im Handumdrehen (20.800 heute, 20.670 neu).

Für Legehennen und Mastgeflügel sparen wir uns die entsprechenden Berechnungen, bis hier hin wurden ja bereits 128.636 neue Bauernhöfe geschaffen.

Und selbst wenn die Deutschen ihren Fleischkonsum um die Hälfte verringern würden, fehlten immer noch schlappe 10.000 neue Ställe allein fürs Schwein.

All diese Neubauten müssten selbstverständlich in unmittelbarer Umgebung größerer Siedlungen errichtet werden – wegen der Regionalität.

Und natürlich müssten viele Hände mit anpacken, um dieses Megaprojekt zu verwirklichen. Hier wären dann jene „Aktivisten“ gefragt, die heute gegen Megaställe protestieren.

Echte Bürgerbeteiligung eben 🙂

5 thoughts on “Agrarindustrie: nein danke!?

  1. Diese Zahlen sind natürlich viel zu niedrig angesetzt, niemand behauptet z.B., dass die die Grenze zwischen bäuerlicher und industrieller Landwirtschaft bei 50 Kühen liegt! Aber mal davon abgesehen: Wäre es denn so schlimm, wenn viele neue Bauernhöfe entstehen würden? Bisher kennen wir leider nur den umgekehrten Weg: Die Zahl der Betriebe nimmt ständig ab, gerade im Milchviehbereich droht aktuell ein regelrechter Strukturbruch. Die Bestandsgröße dagegen steigt ständig an, bis eben tatsächlich industrielle Strukturen erreicht sind. Genau diese verursachen aber die Akzeptanzprobleme bei der Bevölkerung! Ich persönlich hätte gerne mehr Berufskollegen anstatt immer weniger!

    1. Die Kuh hat einen guten landschaftspflegerischen Einfluss. Biogrüne Flächen wandeln Licht in chemische Energie, und nicht in Wärme um und Antibiotische Stoffe werden nicht auf das Weideland gebracht. Antibiotisch wirkende Chemikalien, töten als Meereseintrag Phyto- und Zooplankton ab, was Lichtenergie in chemische Energie wandelt und die Erwärmung der Meere verhindert. Diese Organismen im Meer benötigen biologische Kohlenwassserstoffe, Kalk und Meersalz, um das Meer nach Energieerhaltungssatz biologisch ernergiereich und kühl zu halten. So sind auch Stoffwechselprodukte der Kuh ohne antibiotischen Anteil als Meerwassereintrag für das Klima, da sich dort Methan unter Sauerstoffabschluß erst unter der dünnen Sandschicht, oder in Sauerstofflosen Meeresbecken zu Erdgas und Erdöl umformt, wie es in der Erdgeschichte zur positiven Klimaentstehung immer üblich war. Eine Biogasanlage bringt doch über den Motor die Gase ganz schnell wieder in die Umwelt, welch die Kuh über die Pflanze für das gute Klima aufgenommen hatte.
      Macht mal wieder Weide und kein chemie- belastetetes Silofutter aus Natur zerstörenden Importen. Die Unkraut- und Insektenvernichter, vernichten im Meer das Phyto- und Zooplankton, was die Klimaerwärmung verhindert.

  2. Ottmar, es geht doch gar nicht darum, ob es schlimm wäre, wenn neue Höfe entstehen. Das Problem ist doch, dass viele Verbraucher keinen Hof in ihrer Nähe haben wollen. Das fängt doch schon bei Bürgerinitiativen gegen BIO-Mastställe/Hühnerställe an.

  3. Hallo Ottmar,
    es gibt schon viele, die meinen alles über 50 Kühe ist zu groß. Aber auch bei 70/80 sieht es ja im Prinzip nicht viel anders aus. Anita hat völlig recht: einerseits die Forderung nach idyllischer Landwirtschaft, bäuerlichen Höfen (was immer das ist), aber bloß nicht in meiner Nachbarschaft. Noch schlimmer wenn Hühner oder Schweine auch noch den gerne angemahnten Auslauf haben. Übrigens hätte auch ich gerne mehr Landwirte, denke aber in zehn Jahren gibt es nur noch die Hälfte der heutigen Betriebe.

  4. Ich habe mich gerade mit Eurer Problematik befasst und möchte auf Grund des Versagens der Klimapolitik Erkenntnisse und neues Denken herantragen.
    Klimaerwärmung hängt mit Licht zusammen, das auch auf Schwarten Bitumen und Asphalt in Wärmeenergie gewandelt wird. Nach Energieerhaltunssatz passiert das nicht dort, wo Licht in chemische Energie gewandelt wird. Das Meer, das mit antibiotischen Einträgen belastet ist, wärmt sich auf. Es wird nur wenig Licht durch Bakterien, Phytoplankton und Zooplankton in chemische Energie gewandelt, und auch Fisch und Meeressäuger gehen zurück. Ein gedüngtes mineralreiches Meer (Kohlenwasserstoffe,Kalk, Meersalz mit SO4) ohne antibiotische Stoffe wandelt viel in chemische Energie und erzeugt, Sauerstoff, Erdöl und Erdgas. Plastoide sind Organellen die wie Chlorophyll Licht im Meer wandeln in biochemische Energie Wandeln (beim Absterben in Erdgas und Erdöl in folgenden Kalk-Erdöl-Erdgaslagern), und kein Microplastik. Die Agrarindustrie sorgt für antibiotischen Gifteintrag und ist mit Ursache für die Klimaerwärmung. Das sterile Meer ist sauber, tot, sauer und warm. Auch schwarze Flächen wandeln Licht in Wärme um. Ca. 1,3 KW/m²/h, Sonnenlicht, was die Energie einer kleinen Herdfläche ist. Anstriche von Verkehrs und Dachflächen in Reflektionsfarben, senken die Wärmeentwicklung auch. Das Licht geht zurück in das All. Die schwarzen Thermikflächen, zieht dann nicht das Wasser von den umliegenden Äckern. Naturkalk, Kalkanhydrit, Weißzement und Wasser lässt sich gut zu einer ökologischen Einfärbungsmilch verarbeiten, welche auch gut für für das Trinkwasser ist. Auch heller Straßensplitt sogt nicht nur für ein helles Dorf mit weniger Straßenbeleuchtungserfordernissen. (Kein Titanokyd verwenden!)
    Thomas Pietsch

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