Agrarblogger Bernhard Barkmann vor der Tür des Bullenstalles, die mit einem großen Regenbogen verziert ist

Wenn das Wörtchen ‚wenn‘ nicht wär…

Liebe Frau Bundeskanzlerin,

1,6 Mio Euro Steuergelder hat Frau Hendricks für eine widerliche und unseren gesamten Berufsstand diffamierende Plakat Aktion ausgegeben. Frau Hendricks rechtfertigt diese Aktion damit, dass sie mit uns Landwirten in den Dialog treten möchte. Deshalb werden 70 Städte plakatiert, mit Plakaten, die uns Landwirte ins Lächerliche ziehen und unsere Arbeit mit Vorurteilen und Halbwahrheiten diskreditiert.

Am Freitag forderte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) eine Entschuldigung seiner Kollegin. Nun folgt die Antwort von Seiten des Umweltministeriums: wir sind schlichtweg zu doof, die neuen Bauernregeln zu verstehen. Na bitte.

Sie möchten sich nicht einmischen, heißt es. Weil es eine Debatte zwischen zwei Kabinettsmitgliedern sei, die diese „sicher im vollen Bewusstsein dieses Themas für die deutsche Landwirtschaft und für die deutsche Öffentlichkeit“ führten, sagte Ihr Regierungssprecher Steffen Seibert.

Wir machen uns wahnsinnige Sorgen – hinter jedem landwirtschaftlichen Betrieb steht mindestens eine Familie, häufig sogar mehrere. Unsere Kinder gehen täglich in Kindergarten und/oder Schule. Unsere Kinder werden durch diese populistische Art des Wahlkampfes, denn nichts anderes macht Frau Hendricks hier auf dem Rücken der Landwirtschaft und Kosten der Steuerzahler, ausgegrenzt.

Zudem geben immer mehr Betriebe die Landwirtschaft auf. Wir sind zutiefst betrübt, dass alle Parteien eine „bäuerliche“ Landwirtschaft erhalten wollen, jedoch nur die wenigsten sich für einen Erhalt dieser wirklich engagieren. Wir wünschen uns Planungssicherheit und einen gewissen Vertrauensschutz. Und wir benötigen ganz dringend Rückendeckung.

Deswegen sprechen wir uns gegen ein staatliches Mobbing unseres Berufsstandes, v.a. auf Kosten der Steuerzahler, aus.
Wir möchten Ernst genommen werden und wünschen uns einen offenen, ehrlichen und respektvollen Dialog.

Über 7.000 Menschen haben innerhalb von wenigen Tagen unsere Petition gezeichnet.

Liebe Bundeskanzlerin, wenn Sie zu Ihrer Aussage stehen, dann unterstützen Sie unseren Landwirtschaftsminister Christian Schmidt. Sorgen Sie dafür, dass Frau Hendricks ihren persönlichen Wahlkampf weder auf unserem Rücken noch zu Lasten der Steuerzahler führt.

Stoppen Sie bitte diese BMUB Kampagne.

Vielen Dank!

Hier geht es zur Petition „gegen staatliches Mobbing

#bauernregeln #BMUB #wmes #DialogstattProtest#fdl #redetmituns

Nadine Henke

Nadine Henke ist Tierärztin und hält mit ihrem Mann eine Sauenzucht. Von ihrer Arbeit berichtet sie in ihrem Blog (https://broksersauen.wordpress.com). Ferner ist Nadine Henke Mitbegründerin von Frag den Landwirt (https://www.facebook.com/fragdenlandwirt/) und AgChat Deutschland (https://agchat.de/).

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