Afrikanische Schweinepest in West-Europa

Schweinepest bisher „nur“ in Osteuropa

Vorgestern Abend schockierte mich die Nachricht über den Ausbruch der Schweinepest in Belgien. Sorgenvolle Blicke richtete ich bisher immer in Richtung Osten, wo die Afrikanische Schweinepest (ASP) schon viele Jahre grassiert. Und nun also in Belgien? Jetzt ist die Tierseuche wirklich nah und die Sorgen um unsere Schweinebestände sind groß.

Was ist zu tun?

Was kann man also nun tun, damit wir diese (für den Menschen ungefährlichen) Viren nicht weiter verbreiten?
Die Facebookseite von „FragdenLandwirt“ gibt Antworten:

ASP – Afrikanische Schweinepest
(ASF = african swine fever)

Die Fakten:

Gestern wurden bei zwei Wildschweinen in Belgien afrikanische Schweinepest nachgewiesen.

ASP ist ein Tierseuche. Sie macht unsere Schweine furchtbar krank: sie bekommen hohes Fieber, fressen nicht mehr, zeigen Atemwegsprobleme und Bewegungsstörungen. Die meisten Schweine sterben nach kurzer Zeit.

Übertragen wird das Virus der ASP vornehmlich durch Blut, bluthaltige Flüssigkeiten und Gewebe.

ASP ist für den Menschen und für andere Tiere vollkommen ungefährlich!

Afrikanische Schweinepest, was ist zu tun?

Das könnt Ihr für die Sicherheit unserer Schweine tun:

BITTE werft keine Lebensmittel, die Schweinefleisch oder Wildschweinefleisch enthalten, einfach so in die Natur – sondern wenn, dann entsorgt sie in den Müll.

BITTE bringt keinerlei Lebensmittel, die Schweinefleisch oder Wildschweinefleisch enthalten, aus dem Ausland mit nach Deutschland. Vertraut uns Landwirten und Jägern und kauft die Produkte hier vor Ort.

Liebe Jäger,

bitte lasst Jagdtrophäen und Wildbret aus betroffenen Ländern dort. Reinigt und desinfiziert Gegenstände und Fahrzeuge, die Kontakt zu Schweinen oder Wildschweinen hatten (z. B. Kleidung, Jagdwaffen).

Liebe Schweinehalter,

haltet Euch an die Hygiene-Richtlinien in der Schweinehaltung!

Verfüttert keine Küchenabfälle oder Essensreste an Schweine (Haus- und Wildschweine)! Achtet auf eine gute allgemeine Betriebshygiene: Sauberkeit von Personal und Gerätschaften, Zugangsbeschränkung zu den Stallungen, betriebseigene Schutzkleidung, Schädlingsbekämpfung, usw.

Vermeidet einen direkten oder indirekten Kontakt von Hausschweinen zu Wildschweinen! Freilandhaltungen sind hier besonders gefährdet, aber auch konventionelle Betriebe müssen geeignete Vorsichtsmaßnahmen ergreifen (z. B. wildschweinsichere Umzäunung des Betriebsgeländes; unzugängliche Lagerung von Futtermitteln und Einstreu).

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