Wie Verbände die Landwirtschaft zerstören

In seinem Text „Mobbingopfer – Wie Negative-Campaigning die Landwirtschaft zerstört“ hat Roland Schulze Lefert im BlogAgrar die Arbeitsweise von NGOs kritisiert und mit Mobbingfällen in Verbindung gebracht. Martin Rücker, Geschäftsführer der Verbraucherorganisation foodwatch, antwortet darauf.
Bild von Martin Rücker, foodwatch
Martin Rücker
Bild: foodwatch/Darek Gontarski

Der sehr persönliche Text zum Thema „Bauernmobbing“, den Roland Schulze Lefert am 12. Februar im BlogAgrar veröffentlichtet, hat mich doppelt betroffen gemacht.

Erstens aufgrund der greifbaren Last des Erlebten, die Herrn Schulze Lefert aus der Kindheit bis heute verfolgt, und aufgrund des Mutes, dies öffentlich in dieser Form zu beschreiben. Davor habe ich allergrößten Respekt. Stellen wir es an den Anfang: Die Ausgrenzung, die Herr Schulze Lefert erlebt hat, ist inakzeptabel. Mobbing hat in unserer Gesellschaft nichts verloren, und zwar in allen Fällen – ob gemobbt wird, weil ein Mensch (oder gar dessen Mutter oder Vater) den „falschen“ Beruf hat, die „falschen“ Klamotten oder eine Brille trägt, „zu viel“ auf die Waage bringt oder welche „Angriffsfläche“ auch immer bietet.

Zweitens hat mich als Verantwortlichen einer NGO, die sich mit Ernährung und Landwirtschaft befasst, natürlich die sehr deutliche Schuldzuweisung betroffen gemacht. Verstehe ich ihn richtig, zieht Herr Schulze Lefert eine direkte Linie von NGO-Kampagnen über das Image der Landwirtschaft hin zum Mobbing von Bauernkindern. Ich finde: Wenn dies ein vorherrschendes Gefühl unter Landwirten ist, sollte diese Diskussion geführt werden. Bernhard Barkmann danke ich für die Gelegenheit, in seinem Blog meine Gedanken dazu zu teilen.

„Lügenpresse“ und Journalistenmobbing?

Auch diese kommen, natürlich, vor dem Hintergrund meines ganz persönlichen Erfahrungsschatzes. Der ist zum Glück nicht völlig entfremdet von der Landwirtschaft, was ich meiner Kindheit zu verdanken habe, in der ich – obwohl „Stadtkind“ – mehr Lehm als Beton unter den Füßen hatte. Formal bin ich zwar in einer Metropole (Stuttgart) aufgewachsen, tatsächlich aber so sehr am dörflichen Rande der Stadt, dass vor allem der Ackerbau allgegenwärtig war: die engen Straßen im Dorf immer wieder von Treckern „blockiert“, spazierende Hühner auf der Hauptstraße. Stallgeruch kenne ich ebenfalls aus meiner Kindheit, und dennoch stellten Bauernfamilien eine kleine Minderheit im Ort. Es hat dort mit Sicherheit einmal den ein oder anderen Spruch von anderen Kindern gegeben – über dessen Wirkung ich mir damals herzlich wenig Gedanken machte. Jedenfalls aber war der Beruf Bauer alles andere als verpönt. Ich war vielleicht 6 Jahre alt, als ich mit einer Bauerstochter, meiner damals besten Freundin, über Heirat sprach – dass es anders kam, lag am Lauf des Lebens, den ein Sechsjähriger nicht vorherzusehen vermag, und nicht an dem Umstand, dass die Bauerstochter eine Bauerstochter war und sich heute selbst als Bäuerin verdingt).

Aber es kommt ja noch schlimmer: Ich bin nämlich Journalistensohn. Und zu allem Übel bin ich nach der Schule selbst auch noch Journalist geworden.

Landwirt gehört zu den anerkanntesten Berufen

Warum ich das schreibe? Ganz einfach: Nicht erst seit einiger Zeit tobt eine hitzige Debatte über diesen Berufsstand („Lügenpresse“) – Journalisten zählten schon immer zu den am schlechtesten angesehenen Berufen überhaupt. Es ist sogar so: Von den Beliebtheitswerten der Bauern können Journalisten nur träumen! Die Marktforscher der GfK beispielsweise, die regelmäßig das Vertrauen in Berufsgruppen abfragen, ermittelten 2016 für Landwirte einen Vertrauenswert von 78 Prozent. Der Berufsstand ist also keinesfalls gesellschaftlich geächtet. Journalisten vertrauen dagegen gerade einmal 36 (!) Prozent der Befragten. Dass das Mobbing gegen Journalistenkinder ein größeres Thema ist, habe ich jedoch noch nicht gehört.

Das alles macht nichts ungeschehen. Doch: Es könnte ein Indiz dafür sein, dass es ganz so einfach nicht ist mit einer Erklärung der Ursachen von Mobbingfällen, mit der direkten Linie von Kampagnen zum geächteten Berufsbild zum Mobbing.

Landwirte taugen nicht zum Feindbild – NGOs auch nicht

In der Tat ist es mir zu einfach, „die“ NGOs pauschal zum Feindbild und zur Ursache tiefergehender Probleme zu machen (übrigens sind „die“ NGOs eine ebensolche nuancenlose Verallgemeinerung wie „die“ Landwirte, gegen die sich Roland Schulze Lefert wehrt). Gehen wir doch davon aus: Genauso, wie es unter Landwirten bessere und schlechtere, verantwortungsvolle und verantwortungslose gibt, genauso verhält es sich in der bunten Welt der NGOs. Es gibt seriösere und weniger seriöse, und es gibt NGO-Mitarbeiter, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind und solche, denen Verantwortung herzlich egal ist. Letzteres sollte dann auch genauso deutlich benannt werden. Ich meine: Weder taugen „die“ Landwirte zum Feindbild, wie „die“ NGOs eines für Landwirte sein sollten. Hier setzt sich etwas fest, verstetigt noch durch Symbolbegriffe, die zum Teil von ihrer ursprünglichen Bedeutung entkernt gebraucht werden. „Negative Campaigning“ ist so ein Schlagwort.

Es geht um die Sache, und es geht nur öffentlich

Das „Negative Campaigning“ vieler NGOs „zerstört“ die Landwirtschaft, schreibt Roland Schulze Lefert in seinem Text. Ich möchte ihn für seine persönliche Sichtweise nicht kritisieren, denn sein Eindruck ist ja offensichtlich da. Nur: Was der Begriff Negative Campaigning meint, ist die auf Personen ausgerichtete Auseinandersetzung, „die sich sachlichen Argumenten zu entziehen versucht“. Man mag den Stil der einen oder anderen Kampagne kritisieren, doch möchte ich schon den meisten NGOs attestieren: Um die Sache geht es ihnen. Man kann Roland Schulze Leferts Text so verstehen, dass er ihre Methoden implizit mit denen der Nazis vergleicht – ich hoffe, dies hat er so nicht gemeint, ein Beitrag zur Versachlichung wäre es jedenfalls kaum.

Viele Akteure der Zivilgesellschaft eint eine Erfahrung: Wer etwas erreichen will, muss dafür bestimmte Arbeitsweisen an den Tag legen. NGOs können weder unternehmerische noch politische Entscheidungen treffen – sie haben für ihre Anliegen nur den Weg über die öffentliche Debatte. Dafür ist in unserer medialen Welt eine gewisse Zuspitzung unerlässlich, noch dazu, weil politische Entscheidungen ja nicht unbedingt entlang der besseren Argumente getroffen werden.

Warum Landwirtschaft keine Privatsache ist

Damit mich niemand falsch versteht: Die Notwendigkeit von Zuspitzung legitimiert nicht alles und gewiss kein Mobbing. Aber nicht jede Zuspitzung ist „Negative Campaigning“, sondern aus dem Wunsch heraus getrieben, an der Sache etwas zu verändern. Wir brauchen eine Offenheit gegenüber Anliegen aus der Zivilgesellschaft. Denn Landwirtschaft kann keine Privatangelegenheit sein: Es geht darum, wie unser alle Nahrungsmittel produziert werden, welche Auswirkungen auf unser aller Umwelt entstehen. Darüber muss sogar gesellschaftlich diskutiert und gestritten werden, und es ist Aufgabe auch von NGOs, auf Probleme hinzuweisen, ihren Finger in die Wunde zu legen.

Die Offenheit sehe ich nicht überall, insbesondere nicht auf Verbandsebene. Wenn aber beinahe jede Kritik als ungerechtfertigter Generalangriff gestempelt, jedes Problem abgestritten wird, dann trägt dies zur Verhärtung einer Debatte bei und hilft am wenigsten den Bauern. Da wird dann schon die Initiative Tierwohl, bei der sich für manche Tiere Weniges verbessert, allen Ernstes als „historischer“ (!) Fortschritt gewertet (so von Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied). Und wenn man weiß, dass selbst die Bioland Beratung GmbH in Kooperation mit dem Thünen-Institut der ökologischen Tierhaltung in einer „Wissenstandsanalyse zur Tiergesundheit“ ein geradezu vernichtendes Zeugnis ausgestellt hat, dann möchte man schon fragen, wo dieses Problembewusstsein bei den Repräsentanten der Öko-Branche verankert ist. In der Analyse von 2011 steht deutlich: „Die Haltungsvorgaben gemäß der Ökoverordnung führen in der ökologischen Tierhaltung nicht per se zu gesünderen Tieren bzw. Herden. Im Gegenteil kommt es dadurch häufig noch zu erschwerten hygienischen Bedingungen (z.B. Ausläufe und deren Belastungen). Im Erzeugerbetrieb sind etwaige gesundheitliche Mängel aber nicht immer offensichtlich.“ Beim BÖLW dagegen heißt es dagegen schlicht: „Mit Bio kann die künftige Bundesregierung ihre Ziele beim Tierwohl […] erreichen.“ Das Bullerbü-Image soll offenbar nicht durch zu viele Fakten zerstört werden, dabei zeigt die Studienlage in puncto Tiergesundheit recht klar, dass es in zu vielen konventionellen wie ökologischen Haltungen gleichermaßen zu vermeidbaren haltungsbedingten Krankheiten kommt.

Branchenverbände schaden den Bauern

Das alles schadet den Bauern, denn es verhindert oder beruhigt ja keine Debatte – es verschärft sie, macht das Anrennen zivilgesellschaftlicher Akteure mit ihren Themen nur noch drängender.

Martin Rücker und weitere Vertreter von Foodwatch im Gespräch mit Landwirten Ostendorf und Barkmann
Martin Rücker pflegt den Dialog auch mit Landwirten (Foto: Marlies Grüter)

Die einzelnen Landwirte sind da weiter. Wann immer ich zum Beispiel mit einem Tierhalter ausführlicher ins Gespräch komme, sagt dieser mir sinngemäß: „Ich weiß schon, was ich in meiner Tierhaltung verbessern könnte. Ich muss aber halt wissen, wie ich es bezahlt kriege.“ Wenn der Austausch erst einmal da ist, erlebe ich hier nicht die Realitätsverweigerung öffentlicher Foren. Sondern durchaus die Bereitschaft zur Veränderung, geknüpft an nachvollziehbare Anliegen: Da fordern Tierhalter Planungssicherheit, insbesondere für nötige Investitionen, eine faire Bezahlung (die am Ende natürlich von den Verbrauchern kommen muss!) und dass nicht jede Woche eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird. Lauter berechtigte Interessen also, die die meisten NGOs auch anerkennen dürften. foodwatch tut dies ausdrücklich. Wir sehen die begrenzten Möglichkeiten des Einzelnen; wir sehen, dass viele Landwirte selbst ein schwaches Glied in der Kette sind, dass sie Leidtragende eines fehlgeleiteten Systems sind. Das alles macht Debatten und Kritik aber nicht illegitim.

Positivdebatte? Wir brauche eine ehrliche Debatte!

Würden auch die Verbände so argumentieren und erst einmal Probleme anerkennen, die Lage wäre eine andere. Es ist legitim, dass NGOs kritisieren, Vorstellungen äußern, auch in Form zugespitzter Kampagnen – freilich ohne pauschal jeden Landwirt als unverbesserlichen Tierquäler darzustellen, was fehl am Platze ist. Wir brauchen keine „Positivdebatte“, die alles rosig malt, sondern eine ehrliche Debatte – auf allen Seiten. Dann ließe sich diskutieren, wie sich gesellschaftliche Wünsche berücksichtigen lassen, ohne die Interessen von Bauern außen vor zu lassen.

Wenn sich Landwirte angesichts der Debatten über Glyphosat, Gülle, Stallbau oder Tierhaltung in einer Sündenbock-Rolle sehen, so kann ich das subjektiv durchaus nachvollziehen. Liegt das allein an den Kampagnen der NGOs? Ich meine nein. Einen wesentlichen Beitrag leisten Verbände und Funktionäre, die Probleme leugnen und Abwehrschlachten führen, wo Debatten nötig sind.

19 Gedanken zu „Wie Verbände die Landwirtschaft zerstören

  1. Foodwatch selbst scheint aber von einer ehrlichen Debattenkultur weit, weit entfernt: https://www.welt.de/wirtschaft/article116328260/Nahrungs-Lobby-wehrt-sich-gegen-Foodwatch.html diesen Beitrag von martin Rücker darf man dann auch getrost als Selbstbeweihräucherung verwerten. Keinerlei Einsicht, weitere Vorwürfe, Kritik an den landwirtschaftlichen Verbänden und die Forderung nach Vergesellschaftung der Landwirte, nein, Bauern sind nicht die Leibeigenen des Volkes (und schon garnicht der NGOs)! Die Kritik an Ngos wird weiter zunehmen, oxfam hat dafür den Auslöser geliefert, Linda Polman ist eine gute Adresse, Report München ist dran…

    1. Versuchen Sie doch einmal, den Text offen zu lesen – eine „Forderung nach Vergesellschaftung der Landwirte“ erhebe ich nirgendwo, das wäre auch absurd – und nicht alles in einen Topf zu werfen, wie die Vorwürfe gegenüber Oxfam und der Arbeitsweise von einzelnen NGOs, die sich mit Landwirtschaft befassen.
      Aber klar: Wenn Sie diejenigen Unternehmen fragen, die wir für irreführende Werbepraktiken deutlich kritisiert haben, dann sind wir natürlich nur eines, nämlich des Teufels. Das ist allerdings so ziemlich die einzige Wahrheit, die in dem genannten Welt-Text steht. Machen Sie sich doch selbst ein Bild, ich lade Sie dazu herzlich ein.

      1. Herr Rücker, Ihr Engagement in Ehren, Foodwatch ist halt ein Wirtschaftsunternehmen und (verstandlicherweise) um guten Ruf bemüht. Aber hören Sie bitte auf die journalistische Arbeit Ihrer Kollegen herabzuwerten, denn die machen halt auch nur ihren Job: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/studien-von-foodwatch-und-oxfam-zu-welthunger-wirtschaftsethiker-wirft-ngo-schlampige-recherche-vor-1.1449948 „Der Hunger in der Welt sei schließlich keine Lappalie: Es gehe um Leben oder Tod.“

        1. Schade, ich hatte Ihnen bereits angeboten, sich ein eigenes Bild zu machen. Ich kann Ihnen auch viele Links schicken, in denen drin steht, dass Landwirte was auch immer sind – aber genau das möchte ich eben nicht.

  2. Martin Rücker macht hier das, was er tun muss. Relativieren und verharmlosen. Foodwatch ist sicherlich eine NGO, die noch recht freundlich agiert. Wendet man sich aber anderen NGO wie BUND, Peta, Ariwa, Nabu zu, dann dürfte auch ihm die Niveaulosigkeit aufgefallen sein, mit der genannte Verbände agieren. Und da gibt es rein gar nichts zu beschönigen. Das löst Mobbing aus, unter Kindern und Erwachsenen.

    1. Wir müssen nicht auf jede Anti-Kampagne reagieren, sondern halten es lieber so: Wir machen transparent, wie wir arbeiten, nennen Quellen bei unseren Recherchen, zeigen auf, warum wir zu welcher Position kommen – und wenn jemand Angaben vermisst, tragen wir diese gerne nach. Wir nehmen uns immer Zeit, kritische Anfragen zu beantworten. (Das alles gilt übrigens nicht für manche der interessengeleiteten Kampagnenmacher, auf die Sie da verlinken.)
      Das alles heißt übrigens nicht, dass am Ende alle unsere Meinungen teilen müssen. Das wäre aber ehrlich gesagt nicht nur komisch, sondern auch langweilig. Man kann doch mit jemandem respektvoll diskutieren, der eine ganz andere Auffassung vertritt.

  3. Herr Rücker, habe ich Sie richtigt verstanden ,daß das Mobbing der Auslöser für ihren Beitrag ist?
    Ich glaube, die Landwirtschaft und der Verbraucher haben gravierendere Problemfelder zu bearbeiten.

    1. Hallo Herr Meyer, Auslöser war der oben in meinem Beitrag verlinkte Text, der vor einigen Tagen hier im BlogAgrar erschienen ist und in dem NGOs eine direkte Verantwortung für das Mobbing von insb. Bauernkindern vorgeworfen wird. Weil dieser Vorwurf im Raum stand, möchte ich mich dieser Diskussion gern stellen – meine Erfahrung ist, dass es sich immer lohnt, miteinander zu diskutieren statt nur übereinander zu reden.

      1. Das sieht aber mehr danach aus,daß Sie ein neues Geschäftsfeld bestellen .
        Wohl noch nie war die Landwirtschaft so fremdbestimmt und verunsichert wie heute, da benötigen wir nicht noch weitere Mediatoren ,die sich mit der Problemlösung profilieren wollen oder vom Agrobusiness entschärft werden oder instrumentalisiert werden, aus welchen Gründen auch immer.
        Das zögert den Anpassungsprozeß nur unnötig weiter hinaus.
        Jetzt müssen Taten folgen ,keine Dialoge.
        Die höre ich schon seit 40 Jahren .
        Die Landwirtschaft muß die Lösung finden und das kann sie auch .
        EU/ Verbands-Bio ist ein guter Weg ,aber nicht der Einzige.

  4. Sehr geehrter Herr Rücker, ich empfinde ihre Antwort auf den Brief des Herrn Lefert und die Auseinandersetzung mit dem Thema Mobbing gegenüber Landwirtskinder als Respektlos. Nicht ein Wort der Entschuldigung für die Kollateralschäden
    ihrer auf Emotionen setzende Kampagnen . Wenn es ihnen an einer respektvollen Diskussion an der Sache entlang gelegen wäre, hätten sie erkannt das dazu eine verbale Abrüstung ihrerseits nötig ist. Leider beschränkt sich primär darauf das Problem klein zureden oder die Schuld anderen (vor allem Landwirtschaftsverbänden und egoistischen Verbrauchern) zu schieben.

    1. Wenn Sie mir konkret sagen, welche warum unangemessene foodwatch-Kampagne zu welchen Schäden geführt hat, gehe ich sehr gern darauf ein. Aber wir sollten das nicht pauschal auf dem Level „die NGOs“ und „ihre Kampagnen“ abhandeln, das wird der Sache nicht gerecht.

      1. Sehr geehrter Herr Rücker. Bloss ein Blick auf ihre Facebook Seite und wie sie dort sprachliche Stilmittel einsetzten zeigt mir das Sie die Mitmenschen möglichst emotional ansprechen. Auch Worte können Waffen sein. Ich finde es schon bezeichnen das sie ihr Unternehmen nicht einmal ein bisschen kritisch hinterfragen.

  5. Sehr guter, ausgewogener und differenzierender Text zum Thema! Er könnte einen Beitrag zu einer verbalen und emotionalen Abrüstung leisten, aber genau das ist von vielen nicht gewollt, wie die Reaktionen der Mitdiskutierenden hier zeigen. Man möchte sich über das aufgebauschte Thema Bauernkindermobbing ereifern, damit man jede Kritik an Mißständen in der Landwirtschaft zurückweisen kann.

      1. Falsche Wahrnehmung, Herr Janssen, ich bin sicherlich kein Foodwatch-Fan. Mit diesem Verein habe ich nicht im Entferntesten so viel zu tun wie Bernhard Barkmann. Und trotzdem ist der Artikel gut und macht deutlich, wie marginal das Thema Bauernkindermobbing in Wirklichkeit ist.

  6. Es kann nicht sein, dass man einen gesellschaftlichen Diskurs anheizt und dann sagt: Aber wenn hier die schwächsten und gleichzeitig wichtigsten davon was abkriegen – nämlich die Kinder – dann ist man daran nicht beteiligt. Tierschutz ist ein gesellschaftlicher Auftrag und diese geforderte Öffentlichkeit bedeutet – das die Öffentlichkeit auch nicht wegschauen darf wenn dies unschuldige Kinder abbekommen! Das Tier“wohl“ ein hochsensibles Thema ist – schreib ich heute nochmal in Stall Aktiv in Facebook anhand eines Heimtierbeispieles zum Umgang der Menschen untereinander.

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