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Die Botschaft hinter den grünen Kreuzen

Die Aktion #grüneKreuze ist eine stumme Protestaktion von Bäuerinnen und Bauern

In ganz Deutschland schlagen derzeit Landwirtinnen und Landwirte grüne Kreuze in den Boden. Wir – die Landwirte – werden nun oft gefragt, warum es die Aktion #grüneKreuze gibt, welche Botschaft dahintersteht und was wir uns davon versprechen.

Diese Fragen sind nicht in einem Satz zu beantworten. Denn hinter jedem Kreuz steht ein Betrieb mit einer eigenen Geschichte. Allen gemeinsam aber ist der Ausgangspunkt für diese bundesweite „Graswurzler“- Initiative, der sich immer mehr Betriebe anschließen. Die Situation auf den Höfen ist wegen wachsender Anforderungen schon länger schwierig.

grüne Kreuze

Das sogenannte Agrarpaket aber hat nun das Fass zum Überlaufen gebracht. Dieses Paket haben die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und die Bundesumweltministerin Svenja Schulze gemeinsam geschnürt und am 4. September per Kabinettsbeschluss auf den Weg gebracht. Die darin beschlossenen Maßnahmen haben in der landwirtschaftlichen Praxis zu großer Beunruhigung bis hin zu Entsetzen und Angst geführt.

Tausche Tierwohl gegen Insektenschutz

Das Agrarpaket soll ein Kompromiss sein zwischen Naturschutz und Landbewirtschaftung. Es geht aber auch darum, Tierhaltung im Sinne des Tierwohls zu verteuern, ohne dass der Verbraucher dafür mehr zahlen muss. Insektenschutzprogramm und staatliches Tierwohlkennzeichen heißen die Programme, in denen das geregelt werden soll.

Das Agrarpaket ist so eng geschnürt, dass es vielen Betrieben die Luft zum Atmen nimmt. Im Ackerbau gehen erhebliche Flächen für die Bewirtschaftung verloren, der Einsatz ertragsrelevanter Betriebsmittel soll massiv eingeschränkt werden. Ein hoher Preis für ein Tierwohlkennzeichen, dass angesichts der vielen Label, die es schon am Markt gibt, kein Mensch mehr braucht.

Viele Landwirte sehen nun keine Zukunft mehr für sich und ihre Betriebe. Zunehmend denken Landwirte darüber nach, ihre Betriebe aufzugeben. Die Suche nach jungen Hofnachfolgern wird immer schwieriger. Ein funktionierendes System der Ernährungssicherung wird durch überbordende Vorschriften leichtfertig aufs Spiel gesetzt.

Am meisten trifft es die Landwirte aber, dass ihr Sachverstand nicht mehr gefragt ist. Dabei liegen von Praxisseite eine Vielzahl von Lösungsansätzen für vorhandene Probleme auf dem Tisch, auch auf denen der verantwortlichen Ministerinnen. Die Ideen wurden abgerufen und diskutiert. Im Agrarpaket tauchen sie an keiner Stelle auf.

Kompromisse sind das Salz in der Suppe einer Demokratie. Diese Suppe aber wurde kräftig versalzen. Denn ein Kompromiss ohne jede Zustimmung ist ein schlechter Kompromiss. Am Ende – und das ist das Fatale – leiden nicht nur die Landwirte unter den absurden Beschlüssen. Auch die Natur und die Verbraucher werden den Kürzeren ziehen. Das also sind die Gründe für ein grünes Kreuz – ein stiller Protest, denn Bauern sterben leise.

Wer einen Eindruck über die Graswurzler-Bewegung #grüneKreuze gewinnen will: https://www.facebook.com/Die-Graswurzler-100884111307744/

Pressekontakt:

Die Graswurzler:
Dr. Willi Kremer-Schillings, kremer-schillings@t-online.de, mobil
0173 2908088
Marcus Holtkötter, marcus@holtkoetter-agrar.de, mobil 0171 2154325
Bernhard Barkmann, bb@barkmann.org, mobil 0151 50749517
Rene Rempt, renerempt@yahoo.de, mobil 0151 56965897
Nadine Henke, broksersauen@hotmail.de, mobil 0162 4858827
Ralf Pauelsen, bauer.pauelsen@arcor.de, mobil 0177 2309896
Dirk Nienhaus, dirk@nienhauslegemann.de, mobil 0176 23482177

Hashtag-Suche in social-media-Netzwerken:

Twitter: https://twitter.com/hashtag/grüneKreuze
Facebook: https://www.facebook.com/search/top/?q=%23grüneKreuze
Instagram: https://www.instagram.com/explore/tags/gr%C3%BCnekreuze/
YouTube: https://www.youtube.com/results?search_query=%23gr%C3%BCneKreuze

Praktikernetzwerk- das zweite Treffen

Nach Schmidt folgt Julia Klöckner

In der letzten Woche fand das zweite Treffen des Praktikernetzwerks in Berlin statt. Das erste Treffen fand im Sommer letzten Jahres noch mit Christian Schmidt (CSU) im Landwirtschaftsministerium statt. Nun war dessen Nachfolgerin, Julia Klöckner von der CDU unsere Gastgeberin.

Frischer Wind in Berlin (Bauer Willi)

Im Bild ist Bauer Willi (Dr. Will Kremer-Schillings zu sehen. Im Vordergrund Bernhard Barkmann
Bauer Willi ist auch im Kreis des Praktikernetzwerkes des Bundeslandwirtschaftsministeriums

Bauer Willi bat mich, dessen Bericht zu teilen. Das möchte ich gerne tun, muss aber diesen hier kommentieren, weil ich in Teilen eine andere Meinung habe. Also zunächst Willis Bericht lesen, ansonsten versteht man meinen Kommentar nicht in Gänze:

Gruppenfoto mit dem Praktikernetzwerk im BMEL. Snapshot von bauerwilli.com
Snapshot von bauerwilli.com –> Für Willis Beitrag bitte klicken.

Mein Kommentar:

Ich teile die Einschätzung von Bauer Willi, dass im Bundeslandwirtschaftsministerium ein frischer Wind zu spüren war. Es war nun das zweite Treffen und ich spürte auch eine geringere Skepsis, eine größere Lockerheit der Bediensteten und Mitarbeiter des Hauses. Die Ministerialbeamten hatten bei diesem Treffn die Möglichkeit, sich mit den unterschiedlichsten Praktikern zu unterhalten, sich auszutauschen, sich rück zukoppeln mit ihrer wohl meist eher drögen Bürokratie. Alleine wegen dieses Begleitumstandes halte ich das Praktikernetzwerk für eine gute Sache!

Direktzahlungen abschaffen?

Praktikernetzwerk- das zweite Treffen weiterlesen

Nitrat- werden wir alle vergiftet?

Nitrat ist mittlerweile ein Dauerthema, über das auch hier schon mehrfach geschrieben wurde. Aktuell hat es der WWF für sich entdeckt und malt ein Gespenst an die Wand, das einen vor Furcht erschaudern lässt:Grundwasser der Region ist „Nitratbrühe“ Der Naturschutzverband World Wide Fund For Nature (WWF) warnt vor einem deutlichen Anstieg der Trinkwasserpreise. Ursache dafür seien steigende Nitratwerte im Grundwasser in der Region Hannover, sagte Verbandssprecher Roland Gramling am Donnerstag.

Bauer Willi hat das Ganze in seinem Blog relativiert und auch das (GRÜNE!!) niedersächsische Umweltministerium (hört hört) stellt einige der Falschaussagen richtig.

Trinkwasser in Hannover birgt keine Gefahren Die Nitratbelastung im Trinkwasser der Region Hannover liegt weit unter den zulässigen Grenzwerten und stellt damit keine Gesundheitsgefahr dar. Das hat das niedersächsische Umweltministerium auf Anfrage klargestellt und damit Angaben der Stadtwerke bestätigt.

Wie man sieht, wieder mal viel heiße Luft ohne jegliche Grundlage. Dass die tatsächlichen Nitratwerte und die Entwicklung der letzten Jahre im Widerspruch zu den Behauptungen von manchen Politikern, NGOs und Versorgern stehen, ist eigentlich geklärt. Deshalb will ich mich dem Stoff an sich widmen: Wenn man manche Berichte liest, gewinnt man den Eindruck, dass man nach einem Glas Wasser mit über 50mg/Liter sofort tot umfällt oder zumindest an Krebs dahinsiecht. So schreibt auch der WWF: Nitrat- werden wir alle vergiftet? weiterlesen

Praktiker-Netzwerk – eine bunte Truppe

Ich durfte bei dem ersten Praktikernetzwerktreffen des BMEL in Berlin teilnehmen. Bauer Willi war auch mit dabei. Im Nachgang haben wir uns intensiv über das erste Treffen unterhalten. Herausgekommen ist dabei dieser Bericht, den Willi auch in seinem Blog veröffentlichte:

von Bauer Willi

Am 12. Juli hatte das BMEL, allen voran Minister Schmidt zum ersten Treffen des Praktiker-Netzwerkes eingeladen. Nun ist Herr Schmidt nicht unbedingt ein begnadeter Rhetoriker, aber man merkte in seiner Begrüßungsrede sehr deutlich, dass ihm an der Meinung der Basis sehr viel gelegen ist und er sich freute, dass sich so viele dafür interessieren. Von den über 500 Bewerbungen konnten nur rund 100 angenommen werden, aber die Auswahl war wirklich gelungen.

ca. 80 Landwirte aus dem gesamten Bundesgebiet trafen sich zum ersten Praktikernetzwerktreffen in Berlin
Die Teilnehmer des ersten Praktikernetzwerktreffens im Landwirtschaftsministerium

Da saß die Biobäuerin mit 20 Kühen aus dem Schwarzwald neben dem ostdeutschen Großbetrieb, der Selbstvermarkter neben der solidarischen Landwirtschaft, der/die Tierhalter/in mit 50 Legehennen oder 2000 Mastschweinen neben dem Acker- und Gemüsebauern, der Ökowinzer neben dem Imker. Eben eine sehr bunte Truppe aus allen Teilen der Bundesrepublik. Praktiker-Netzwerk – eine bunte Truppe weiterlesen

„Übernehmen Sie Verantwortung“

Offener Brief an Ministerin Dr. Barbara Hendricks

Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt und Bau.

Unter der Federführung von Susanne Günther (schillipaeppa.net) schreiben die Agrarblogger von www.blogagrar.de und www.bauerwilli.com einen offenen Brief an die Bundesumweltministerin Hendricks. Anlass ist ein Treffen des Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Nahrungs- und Futtermittel (PAFF) am 19. Juli zu einer erneuten Diskussion über Glyphosat.

Hier der volle Wortlaut:

„Sehr geehrte Frau Dr. Hendricks,

topagrar.com meldet, dass Ihr Haus weiterhin einer EU-Neuzulassung des Herbizid-Wirkstoffs Glyphosat nicht zustimmen will. Ein Sprecher des Bundesumweltministeriums bestätigte diese Information auf Twitter mit den Worten: „Mehr Negative #Glyphosat-Wirkungen auf Pflanzen, Tiere & Nahrungsnetze auf den Ackerflächen sind gut belegt. Unsere Haltung ist daher unverändert.“

Ich kann diese Argumentation nicht nachvollziehen. In früheren Twitter-Dialogen mit Maria Krautzberger, der Präsidentin des Umweltbundesamtes, oder mit Jochen Flasbarth, dem Staatssekretär Ihres Hauses, wurde als Beleg stets auf eine Arbeit verwiesen, die im Auftrag des UBA erstellt worden ist. Es handelt sich dabei um die Veröffentlichung Jahn, Hötker et al. 2014: „Protection of biodiversity of free living birds and mammals in respect of the effects of pesticides“. Ich habe mir diese Literaturstudie angesehen und musste feststellen, dass darin keine konkreten Hinweise vorkommen, dass ausgerechnet Glyphosat die Biodiversität in der Agrarlandschaft beeinträchtigt. Es geht in der Arbeit generell um die Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln, das Wort „Glyphosat“ bzw. „glyphosate“ kommt auf den mehr als 500 Seiten gerade einmal 17-mal vor. Meine Quellenkritik habe ich in meinem Blog detailliert beschrieben:  “Nachgehakt: Glyphosat und Biodiversität”. „Übernehmen Sie Verantwortung“ weiterlesen

Das Tribunal

tribunalAm kommenden Wochenende findet in Den Haag das „Monsanto-Tribunal“ statt. Veranstalter sind diverse Nicht-Regierungs-Organisationen, aber auch Vertreter politischer Parteien werben für diese Veranstaltung.  Der Ort wurde wohl bewusst so gewählt, um eine gedankliche Nähe zum Sitz des Internationalen Gerichtshofes herzustellen.

Hier die Einführung auf der Homepage des Monsanto-Tribunals:

„Für eine wachsende Anzahl von BürgerInnen in der ganzen Welt ist der amerikanische Konzern Monsanto das Symbol für die industrielle Landwirtschaft: eine Produktionsform, welche durch den massiven Einsatz von Chemikalien die Umwelt verpestet, den Verlust der biologischen Vielfalt beschleunigt und massiv zur globalen Erwärmung beiträgt.
Monsanto fördert ein Modell von Industrielandwirtschaft, das weltweit mindestens ein Drittel der anthropogenen Treibhausgasemissionen verursacht. Die industrielle Landwirtschaft ist zu einem grossen Teil verantwortlich für die Abnahme von Bodenfruchtbarkeit und Grundwasserreserven, für Biodiversitätsverlust und Artensterben, sowie weltweit für die Verdrängung von Millionen von Kleinbauern. Mit der Patentierung von Lebewesen und Saatgut bedroht dieses Modell die Ernährungssouveränität von uns allen.“

Wer diese Zeilen aufmerksam liest, erkennt schnell, dass nicht nur Monsanto, sondern generell das Modell der „industriellen Landwirtschaft“ auf der Anklagebank sitzen. Es geht den Veranstaltern also nicht nur um Glyphosat, sondern um die derzeitige Wirtschaftsweise insgesamt.

Renate Künast, ehemalige Landwirtschaftsministerin und Vertreterin der Partei „Bündnis 90/Die Grünen“ bewirbt diese Veranstaltung auf ihrer Facebook-Seite. Auch hier ist an den Begriffen „Monokulturen“, „Gentechnik“ und „Agro-Landwirtschaft“ (Anmerkung: was ist Agro-Landwirtschaft?) klar zu erkennen, dass mit dieser Veranstaltung die Form der Landwirtschaft in Misskredit gebracht werden soll, die von der überwiegenden Zahl der Landwirte heute praktiziert wird. Interessant die Erläuterung, dass es sich beim Monsanto Tribunal um „eine zivilgesellschaftliche Gerichtssimulation“ handelt.

Der Vorwurf an Monsanto lautet „Ökozid“ –  auch in diesem Wort verbirgt sich ein bewusstes Täuschungsmanöver: Die Ähnlichkeit zum Begriff „Genozid“ für Völkermord soll die Geschäftstätigkeit der Agrarkonzerne kriminalisieren.

Hier die Posts von Renate Künast:

29.7.2016: „Das Monsanto-Tribunal braucht unsere Unterstützung. Denn Engagement und Veranstaltungen kosten. #monsanto“snap_kuenast_tribunal
6.10.2016: „Das internationale Monsanto-Tribunal findet ab nächster Woche in Den Haag statt! Monsanto betreibt und fördert ein Modell der industriellen Landwirtschaft, das weltweit zu Umweltverschmutzung, Zerstörung und Hunger führt. Das prangern wir an und erstellen nebenbei noch unsere Vision einer gerechten Zukunft.“
11.10.2016: „Am Wochenende findet das so genannte Monsanto-Tribunal, eine zivilgesellschaftliche Gerichtssimulation in Den Haag statt. Monsanto zerstört mit seiner Agro-Landwirtschaft, Monokulturen und Gen-Technik die Menschenleben und den Planeten.“

Ergänzend sei noch gesagt, dass diese Veranstaltung keine rechtliche Relevanz hat. Es handelt sich um einen reinen Schauprozess, dessen Ausgang, eine „Verurteilung“ von Monsanto, vermutlich schon im Vorfeld feststeht.

Bernhard Barkmann (BlogAgrar)
Susanne Günther (schillipaeppa.net)
Willi Kremer-Schillings bauerwilli.com)
Marcus Holtkötter @BauerHolti (Holtkötter-Agrar.de)

Selbstjustiz

Bauer_Willi_AusschnittBauer Willi hat den folgenden Artikel geschrieben. Dabei wurde er von einem Kommentar, den ich bei Facebook hinterlassen habe, inspiriert.
Vielen Dank für den Gastbeitrag!

von Bauer Willi

„Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten, wenn da gefilmt wird.“

facebookpost_selbstjustizSo oder ähnliche lauten die Kommentare, wenn wieder einmal über nächtliche Besuche von Tierschützern/rechtlern berichtet wird. Dies Stall“einbrüche“ zu nennen ist ja schon kritisch, weil nicht wirklich klar ist, ob dies tatsächlich ein strafbares Delikt ist. Freisprüche hat es in solchen Fällen ja schon gegeben.

Wenn der obige Satz unser Rechtsempfinden darstellt, sind Sie sicher auch mit diesen Maßnahmen einverstanden:

Ich schicke Ihnen einen Trojaner auf den Rechner, der überwacht, ob Sie auch keine Rechtsverletzungen im Netz begehen. Wenn Sie eine weiße Weste haben, dürfte das je kein Problem sein, dann haben Sie nichts zu befürchten. Na ja, und das Sie ab und zu mal Pornofilme anschauen, sagen wir Ihrer Frau auch nicht. Wahrscheinlich. Obwohl, jetzt wo wir es wissen…

Und natürlich schau ich mal unangekündigt und ohne Verdacht bei Ihnen vorbei, ob sich bei Ihnen nicht vielleicht auch Drogen finden lassen. Ich bin nämlich gegen Drogen und die Polizei hat eh keine Zeit. Sie nehmen keine Drogen? Gut, dann haben Sie ja auch nichts zu befürchten. Selbstjustiz weiterlesen

Regio Day macht mit beim Tag der Regionen

Aktiv werden für die Wertschätzung von heimischen Lebensmitteln: Das ist die Idee, die hinter dem ersten Regio Day, der am Samstag, 1. Oktober 2016 stattfindet, steht. Aufmerksam machen auf die vielen Vorteile regionaler Produkte und regionaler Wirtschaftskreisläufe sowie motivieren für einen bewussten Konsum: Das ist das Ziel des bundesweiten Tag der Regionen, der rund um den Erntedanksonntag in vielen Regionen gefeiert wird.

regio-dayAnfang 2015 veröffentlichte Willi Kremer-Schillings alias „Bauer Willi“ einen Wutbrief an Verbraucherinnen und Verbraucher, in dem er ihr Einkaufsverhalten und die unsägliche Billigmentalität anklagt. In rasantem Tempo verbreitet sich diese Meldung vor allem in den Sozialen Medien. Diese Resonanz und der viel gelesene und dialogorientierte Blog www.bauerwilli.com mit der entsprechenden Facebook-Seite veranlasste die Verantwortlichen, das Projekt „Regio Day“ zu starten. Einen Tag an dem Bauern und Bäuerinnen, verarbeitende Betriebe und der Handel Gäste einladen, über Ihre Arbeit informieren und Landwirtschaft zum Anfassen vom Feld bis auf den Teller bieten.

Tag-der-RegionenDer Tag der Regionen schafft jährlich seit 1999 eine deutschlandweite Plattform, auf der sich Landwirte, Handwerker, Vereine, Initiativen, Verbände, Betriebe und viele andere regional Engagierte vernetzen können. Die vielen Tausend Akteure vor Ort präsentieren Nahversorgungskonzepte, organisieren Betriebsführungen, Regional- und Umweltmärkte, Exkursionen, regionale Kochevents, Landkreisfeste und vieles mehr. Nicht selten kommt es vor, dass alle Betriebe und Vereine eines Ortes in die Planungen eingebunden sind. Sie nutzen den Tag der Regionen, um sich zu präsentieren und die Entwicklung ihrer Region aktiv zu fördern. Regio Day macht mit beim Tag der Regionen weiterlesen