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Landwirt Langreiter beim Bayrischen Rundfunk

Gerhard Langreiter darf einen Tag lang mitmischen

Im Rahmen der Aktion #Mitmischen beim Bayerischen Rundfunk war Gerhard Langreiter, Landwirt und Ferkelerzeuger aus dem Landkreis Mühldorf am Inn, für einen Tag bei der Redaktion von Kontrovers, einem Poltikmagazin beim BR, mit dabei. Bei BlogAgrar berichtet er von seinen Eindrücken.
Gerhard Langreiter mischt mit

Landwirte und Journalisten kritisieren sich häufig gegenseitig. Viele Landwirte reagieren auf die Kritik seitens der Gesellschaft mit mehr Offenheit und Transparenz. Und auch bei den Medien gibt es diese Tendenz. Im Rahmen der Aktion #Mitmischen beim Bayerischen Rundfunk war Gerhard Langreiter, Landwirt und Ferkelerzeuger aus dem Landkreis Mühldorf am Inn, für einen Tag bei der Redaktion von Kontrovers, einem Poltikmagazin beim BR, mit dabei. Hier erzählt er von seinen Eindrücken:

Wie kam ich zu der Ehre?

Vor einiger Zeit ging eine Info runm, dass der Bayerische Rundfunk eine Mitmachaktion für sein Publikum macht und man sich dafür bewerben kann. Da hab ich natürlich gleich das Formular ausgefüllt und mich unter anderem für Kontrovers beworben. Ich war dann auch einer der Glücklichen, die ausgelost wurden und so durfte ich im Rahmen der Aktion #Mitmischen einen Tag die Redaktion von Kontrovers begleiten. An dem Tag hat die Redaktion volles Programm, da abends die Sendung ausgestrahlt wird. Erst sollten wir um 8.30 Uhr schon vor Ort sein, es hat sich dann aber doch noch auf 10 Uhr verschoben, wahrscheinlich, damit die Leute erst mal in Ruhe mit ihrer Arbeit beginnen konnten.

Los gings:

Als ich also beim BR in Freimann, München, eintraf und von einem Empfangskomitee registriert wurde und mit Giveaways und Butterbreze versorgt wurde, holte uns gleich einer der Mitarbeiter der Redaktion ab und es ging gleich ins Büro von Andreas Bachmann, dem Redaktionsleiter und (im zweiwöchigen Wechsel mit Ursula Heller) Moderator der Sendung.

Wir waren insgesamt zu viert, die diesen Tag dort verbringen durften und so haben wir uns alle erst einmal vorgestellt und Herr Bachmann hat dann auch gleich erzählt, was uns an diesem Tag erwarten würde. Außerdem durften wir Kritik zu den letzten Sendungen äußern und was wir uns für diesen Tag erwarten würden.

Ich hatte mir bis jetzt gar nicht so viele Gedanken darüber gemacht und hab mich einfach mal überraschen lassen. Da bei mir auf dem Hof schon das eine oder andere Mal ein Fernsehteam war, war dies alles jetzt auch nicht etwas so Besonderes.

Ab in den Schneideraum:

Ich durfte nun einen Autoren des Teams beim Schneiden eines Beitrags begleiten, der an diesem Tag abends gesendet werden sollte. Im Beitrag ging es darum, dass eigentlich nicht die Honigbiene gefährdet ist, sondern die Wildbiene. Diese Thema war natürlich für mich als Landwirt prädestiniert und die Redaktion fand es auch gleich ziemlich passend, dass ich mit dabei war.

So wurden wir in den Schneideraum geführt und da waren der Autor und der Cutter schon fleißig am werkeln und hatten schon die Hälfte des Films zurechtgezimmert. Bis dann aber alle Töne, Spezialeffekte, Diagramme, Texte usw. passten, dauert es noch bis 16 Uhr. Wenn man bedenkt, dass sie um 8 Uhr angefangen haben, war ich dann doch überrascht, dass man für einen Beitrag von 4 Minuten so viel Zeit benötigt. Zu meinen Eindrücken vom Schnitt dann später noch mehr!

Endspurt:

Nachdem dann der Text von der Redakteurin abgenommen wurde und dann von der Sprecherin eingesprochen, war der Beitrag fertig und nach einem weiteren Zusammentreffen mit Andreas Bachmann ging es dann nach dem Abendessen ins Studio, wo gerade aufgebaut wurde. Die Sendung wird live gesendet, wobei ja nur die kurzen Sequenzen zwischen den Beiträgen dann live vom Moderator gesprochen werden. Der Rest wird eingespielt. Auch das Interview wurde schon vorab aufgezeichnet, weil der Interviewpartner zur Sendezeit keine Zeit hatte.

Um es nicht endlos in die Länge zu ziehen – Auch das war noch mal alles sehr spannend, der Regieraum übervoll mit Technik und auch hier die Leute alle sehr symphatisch. Danach gab es nochmal eine Nachbesprechung mit der Redaktion, die sich an diesem Tag wirklich sehr viel Zeit für uns genommen haben und auch noch freundlich und nett blieben, wenn einer meiner „Mitmischer“ mir persönlich doch schon ziemlich auf die Nerven ging.

Nun zum Fazit:

Wie schon bei meinen anderweitigen Kontakten mit Journalisten war es auch hier so, dass es sich ausschließlich um sehr angenehme, informierte Menschen gehandelt hat, die mit viel Elan und Zeitaufwand zum Beispiel diese Sendung Kontrovers jede Woche auf die Beine stellen.

Jeder Autor hat zwar das Thema von der Redaktion vorgegeben, hat aber viele Freiheiten, wie er oder sie dann diesen Beitrag ausgestaltet.

Speziell bei den Bienenfilm sind mir folgende Aspekte besonders aufgefallen:
  • Vorab wurden mehrere Interviews geführt, mit einem Imker, einem ÖDPler und einem Zoologen. Beim Zoologen waren sie anscheinend ziemlich lange auf der Suche, einige haben aus Zeitgründen abgesagt oder waren fachlich nicht geeignet, so wurde ein englischstämmiger Professor aus Halle an der Saale interviewt (Robert Paxton), er sehr sympathisch rüberkam, wodurch der Mann von der ÖDP fast aus dem Film rausgefallen wäre, weil der Beitrag zu lang wurde.
  • Ich durfte auch „mittexten“ und konnte mehrmals Einwände einbringen, wenn etwas fachlich nicht richtig war oder falsches Bildmaterial verwendet wurde. Ich sag nur Glyphosat und Pflanzenschutz im Rapsfeld… Der Professor hatte viele gute Sätze gebracht, wo er verdeutlicht hat, dass er das alles nicht so dramatisch sieht. Doch nach dem Schnitt war am Schluss zum Beispiel ein Satz drin, dass Obst teurer werden wird, weil es nicht mehr so viele Wildbienen geben wird in Zukunft. Man hätte auch viele andere Sätze (die ich vorgeschlagen hätte) verwenden können, aber dann hätte ja das schon vorher fixe Fazit des Films nicht mehr gepasst, dass die Wildbiene vom Aussterben bedroht ist.
  • Auch die Bilder von den chinesischen Bestäubern waren mir ein Graus und ich hab gefragt, ob man das nicht streichen kann, da dies nur aus züchterischen Gründen gemacht wird, aber da konnte ich mich nicht durchsetzen. Spontan sind mir leider zu wenig Argumente eingefallen. Der Autor meinte dann, ein Kollege war dort schon vor Ort und in einer Region ist es wirklich so, dass es dort keine Bienen mehr gibt. Dass es in China so viel Honigbienen wie noch nie gibt und man ja einfach in eine solche Gegend Völker hinfahren könnte – diese Argumente kamen mir erst ein paar Tage später durch eine Diskussion mit Berufskollegen.
  • Auch war man der Meinung, dass alle Pflanzenschutzmittel gefährlich sind für Bienen. Ich hab dann den Zusatz bienengefährdend vorgeschlagen, es wurde dann draus – Pestizide, die für Bienen gefährlich sind… was ich im Nachhinein auch nicht für besonders glücklich empfand, weil die Sprecherin es meiner Meinung nach falsch betont hat, und Pflanzenschutzmittel sicherlich der geringste Grund für ein Wildbienensterben sind, aber man ist ja dann doch nur der Gast 😉
  • Es haben viele Leute bei diesem Beitrag mitgeredet: Zwei Autoren, der Cutter, die Redakteurin und der Redaktionsleiter, beim Einsprechen sogar der Techniker im Tonstudio. Niemand hätte hier böswillig forciert, dass es in diesem Beitrag gegen konventionelle Landwirtschaft geht, aber trotzdem ist schlichtweg zu wenig Fachwissen vorhanden. Und durch das ständige Wiederholen von Glyphosat, Insektensterben und Aussterben der Biene in China, hat mittlerweile jeder Journalist in Deutschland anscheinend eine Brille auf, die man so schnell nicht mehr weg bekommt und die dann dazu verleitet, mal schnell dieses Bild zu nehmen und mal schnell diesen Nebensatz reinzuschreiben und mal schnell das Interview an dieser einen Stelle zu schneiden.
  • Der Autor hat dann auch betont, dass es ganz gut war, dass ich mit dabei war, weil man so den einen oder anderen fachlichen Fehler nicht gemacht hat und ich hab für mich festgestellt, dass es im Bayerischen Rundfunk dringend zu jedem Thema eine(n) Fachfrau/mann bräuchte, der bei allem, was der BR versendet, egal ob Fernsehen, Radio oder Internet, nochmal drüberschaut. Alleine, was in den letzten Tagen bei BR24 schon wieder falsch dargestellt wurde – wenn das bei allen anderen Fachbereichen auch so massiv ist, wie bei der Landwirtschaft, dann besteht hier dringend Handlungsbedarf!

Es war für mich ein erkenntnisreicher Tag. Nochmal danke an Kontrovers für die herzliche Aufnahme und wenn mal wieder fachlicher Rat benötigt wird, ich stehe zur Verfügung!

Hier der Link zu dem Bienenbeitrag:
Snapshot von der Homepage des bayrischen Rundfunks zur Sendung
(c) BR, Kontrovers

Wir durften auch selber eine Anmoderation schreiben, die wir dann Andreas Bachmann vortragen durften:

„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.“

Ein Zitat, das fälschlicherweise Albert Einstein zugerechnet wird, aber ständig von Medien und Politik herangezogen wird. Ist bei dieser Aussage ein wahrer Kern vorhanden, oder ist es nur Panikmache?

Wir haben nachgefragt beim Imkern und Zoologen, was an dem Bienensterben dran ist.

Welche Anmoderation findet ihr besser? 😉

Viele Grüße, Gerhard


Weitere Informationen
zur Aktion #BRMitmischen 

Quarks & die Bienen

gestern noch Sorge ums Bienensterben – heute sind die Honigbienen die Täter

Im sozialen Netzwerk facebook veröffentlicht Quarks mehrmals täglich kurze Videos bzw. Infografiken zu aktuellen Wissensthemen.
Natürlich auch zu Bienen.

Folgender Film sorgte für Verwunderung bei mir, bei vielen Imkern und allgemein im Netz:

Gestern postete die Quarks-Onlineredaktion diese Infografik:

Die Bienen sterben, heißt es – sogar die Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht inzwischen davon. Und ja es stimmt, einige Wildbienenarten gelten als gefährdet. Die Honigbienen in Deutschland sind aber nicht vom Aussterben bedroht – solange es Imker gibt, die sie pflegen.
Quelle: Quarks, WDR

Noch nicht lange her, da wurde zum Thema Bienen und Bienensterben folgende Videos veröffentlicht: Quarks & die Bienen weiterlesen

Zum Weltbienentag ein Interview mit Imker Manfred Ritz

Gestern war der von den Vereinten Nationen ausgerufene Weltbienentag

Das Thema Bienensterben wird in den letzten Monaten kontrovers diskutiert. Dabei wird dieses Thema auch für ideologische Ziele missbraucht, wenig differenziert und leider auch einfach Falsches behauptet.

Ich begrüße es, wenn wir das Thema sachlich diskutieren und nach praktikablen Lösungen suchen. Projekte wie „Deutschland blüht auf“ oder die Artenvielfaltskarte des Forums moderne Landwirtschaft zeigen, dass viele Landwirte gerne bereit sind aktiv zu werden.
Die Zahl ist sicherlich ausbaufähig, aber dafür müssen die skeptischen Kollegen mitgenommen werden. Da sind tiefere Gräben zwischen Naturschützern und Landwirten eher von Nachteil.

Interview bei AudioAgrar

Wenn es um Bienenschutz geht, sollte man auch die positiven Aspekte und Entwicklungen Logo von AudioAgrar.desehen. Gegenseitige Schuldzuweisungen bringen niemanden voran. Ich selber habe sehr positive Erfahrungen beim dem Austausch mit den örtlichen Imkern gemacht. Landwirte und Imker haben ein gemeinsames Interesse und da liegt eine Kooperation natürlich sehr nah. Das funktioniert schon recht gut, ist aber natürlich noch zu verbessern, wie Manfred Ritz vom Landesverband Hessischer Imker in diesem Interview erklärt:

Partnerschaft von Imkern und Landwirten
Zum Hören des Links, bitte klicken
Vortrag von Martina Behrens
aktuelle Folge bei AudioAgrar

 

 

 

 

 

 

 

 

Lesetipp

Zu diesem Thema gibt es einen lesenswerten Artikel im Spiegel: Zum Weltbienentag ein Interview mit Imker Manfred Ritz weiterlesen

Deutschland blüht auf – Die Saat hat begonnen

Bei der Aktion „Deutschland blüht auf“ wurden im Januar viele Tütchen mit einer Mischung aus Samen von unterschiedlichen Blühpflanzen verteilt.
Einige davon haben wir zu Hause im Garten ausgesät.

Von allen unterschiedlichen Mischungen haben mein Sohn und ich dann eine große Mischung gemacht und diese eingetütet.

Do it Yourself - Blühmischung

Ab die Post!

Diese Tütchen möchte ich gerne an Gartenbesitzer versenden.

Dazu bitte eine kurze E-Mail an info@blogagrar.de mit dem Betreff „Blühmischung“ senden.
Ich würde mich freuen, wenn die Empfänger mir dazu eine kleine Spende von einem oder zwei Euro zukommen lassen würden. Ein paar Kosten sind entstanden und ein wenig Zeit habe ich investiert, ich bitte hier um Euer Verständnis!

Darüber hinaus haben meine Kinder eine sogenannte „Imkermischung“ der AGRAVIS, mit der bei mir im Ort einige Blühstreifen angelegt wurden, in diese kleine Tütchen abgefüllt. Auch diese möchte ich hier gerne versenden.

Da ich noch überhaupt nicht einschätzen kann, wie groß die Nachfrage sein wird, möchte ich pro Bestellung nur eine Tüte mit der großen „Deutschland“-Mischung versenden und wenn gewünscht dann mit der Imkermischung ergänzen.

Hier noch einmal der Tütenaufkleber im Großformat:

Etikett: Aussaathinweise für die Blühmischung, Deutschland blüht auf!Weitere Berichte werden folgen, um die Entwicklung der Blühfläche zu verfolgen!

Startschuss für bundesweite Blühaktion

Berlin, 16.1.2018 -(PM)

Am 16. Januar 2018 fiel der Startschuss der bundesweiten Aktion „Deutschland blüht auf!“, zu der die Initiative „Wir machen euch satt“ aufgerufen hat.

Im Rahmen der Eröffnungskonferenz in Berlin erläuterten die Initiatoren und Landwirte Nadine Henke, Bernhard Barkmann und Marcus Holtkötter, dass man in diesem Jahr bewusst auf eine Demonstration im Umfeld der Internationalen Grünen Woche verzichtet habe. Im Mittelpunkt der Aktion solle vielmehr der bundesweite Dialog mit den Verbrauchern stehen.

Foto der Initiatoren bei der Pressekonferenz in Berlin
Bernhard Barkmann, Marcus Holtkötter und Nadine Henke von der Initiative „Frag den Landwirt“. © Sabine Leopold, agrarheute

„Damit es nicht nur bei Worten bleibt, haben wir Landwirte in ganz Deutschland aufgerufen, in dieser Saison verstärkt Blühflächen auszusäen. Damit wollen wir ein sichtbares Zeichen setzen, dass den Landwirte der Schutz der Natur besonders am Herzen liegt“, sagte Marcus Holtkötter.

Das Motto „Deutschland blüht auf!“ greift bewusst die Diskussion um den Insektenschwund auf, ein vieldiskutiertes Thema der letzten Monate in der breiten Öffentlichkeit. „Durch aktives Handeln, etwa durch die Anlage von Blühflächen, können wir Landwirte einen sinnvolleren Beitrag leisten als wenn wir in Berlin auf die Straße gehen“, ergänzte Bernhard Barkmann.

Blühaktion geht nach der grünen Woche erst richtig los

Startschuss für bundesweite Blühaktion weiterlesen

BREAKING NEWS: Der BUND kennt das Wort „Wissenschaft“

Bild Ankündigung Forschungspreisverleihung
Wir gehen mit der Wissenschaft – wirklich?!

Die Nichtregierungsorganisation (NGO) Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) scheint ein neues Kapitel in ihrer Geschichte schreiben zu wollen: Sie hat tatsächlich das Wort „Wissenschaft“ in ihr Vokabular aufgenommen. Konkret geht es um die Ankündigung, man wolle „mit der Wissenschaft gehen“: Im Juni wird ein BUND-Forschungspreis für Arbeiten zur Nachhaltigen Entwicklung verliehen.

Das Neuartige an der Meldung?

Nach Jahren hemmungslosen Glyphosat-Bashings, in denen die Berliner beinhart jeglichen wissenschaftlichen Erkenntnissen abhold waren, will der BUND eine Liaison eingehen mit Terra Incognita. Ich wusste gar nicht, dass die Umweltaktivisten das Wort überhaupt buchstabieren können.

Der BUND, das sind immerhin die, die, wenn es ihnen nicht in den Kram passt, gegen die Wissenschaft austreten. Die Forscher in den Dreck ziehen. Die, wenn was nicht passt, etwas mit Auslassungen, steilen Behauptungen und alternativen Fakten pass machen. Die weder differenzieren können – und, so scheint‘s, es auch gar nicht wollen.

Faktencheck: Der BUND, Glyphosat und tote Babys

Schon vor vier Jahren hat das Online-Portal SciLogs von Spektrum der Wissenschaft in einem Faktencheck belegt, wie wenig die NGO mit seriöser Wissenschaft am Hut hat. BREAKING NEWS: Der BUND kennt das Wort „Wissenschaft“ weiterlesen

Unwahr, Halbwahrheit oder Lüge?

Eine von den Grünen beauftragte Studie soll herausgefunden haben, dass Stadtbienen mehr Nektar sammeln als ihre Kolleginnen auf dem Lande. Schuld ist natürlich wieder die Landwirtschaft.

Landwirtin & Bloggerin Susanne Günther hat sich die Datenlage und die zitierte Studie mal etwas genauer angeschaut. Sie findet heraus, dass hier wieder einmal geschickt mit Halbwahrheiten und sachlich falschen Schlussfolgerungen die öffentliche Meinung beeinflusst wird.

Für mich ist das manipulierend und hinterhältig, denn kaum jemand macht sich die Mühe und schaut nach, was sich hinter den (eigentlich falschen bzw. nicht bewiesenden) Behauptungen verbirgt. Sogar viele Medien bis hin zu den Tagesthemen in der ARD übernehmen diese unbelegten und leider auch schlicht falschen Thesen dieser grünen Auftragsstudie:

Mein Fazit: Ein typisches Beispiel, mit dem versucht wird, die moderne Landwirtschaft zu diskreditieren. Wir nähern uns der internationalen grünen Woche in Berlin und werden vermutlich viele weitere ähnliche Halbwahrheiten und Falschmeldungen über die Landwirtschaft ertragen müssen. Die Themen Nitrat und Klimawandel hatten wir ja schon…
Aber man kann sich wehren: z.B. mit der Teilnahme an „Wir machen Euch satt – Dialog statt Protest„.