Archiv der Kategorie: Lesenswert

BfR- standhaft und unabhängig

Durch den scheinbar endlosen Kampf ums Glyphosat ist das international renomierte Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zwischen die Fronten geraten. Viele Grüne und NGOs zweifeln immer mehr an die Unabhängigkeit des Institutes.

Für die Kritiker steht zweifelsfrei fest, dass der Wirkstoff Glyphosat der Ursprung vielen Übels ist. Die Bedrohung der Volksgesundheit durch Krebs und das Insektensterben lasten sie immer wieder gerne dem Glyphosat an, das in den 70ern einst von Monsanto, dem führenden Konzern bei der grünen Gentechnik, erfunden wurde.

Die Unabhängigkeit der Risikobewertung war renate Künast sehr wichtig, als sie das BfR vor 15 Jahren gründete... und das ist auch heute noch so, denn das BfR lässt sich nicht einmal von den Grünen reinreden

Und weil ihr Urteil bereits feststeht, muss ja logischerweise mit der BfR- standhaft und unabhängig weiterlesen

Mobbing – ein lukratives Geschäftsmodell? Tierrechtler touren durch das Land

 

Screenshot von der Internetseite von agrarheute.com / agrarmanager
Mittelalter erleben: Die Albert-Schweitzer-Stiftung errichtet in mehreren Großstädten einen Pranger für die NRW-Landwirtschaftministerin

Stellen Sie sich vor, Sie sind Nutztierhalterin und führen mit Ihrem Ehemann einen landwirtschaftlichen Familienbetrieb.

Nun erhalten Ihre Tiere des Nachts Besuch, natürlich widerrechtlich. So oft und so lange, bis ein Filmchen im Kasten ist über „erschreckende Zustände in einem Schweinemastbetrieb“ (Zitat #Stern). Bei Tierrechtlers reicht man das Videomaterial an #RTL weiter. Daraufhin werden Sie, Ihre Familie, Ihr Betrieb von #sternTV vor die Kamera gezerrt mit dem Vorwurf der Tierquälerei. So gehen Sie über den Äther – trotzdem bereits bei Ankündigung der Sendung die Rede davon ist, dass alles gesetzkonform und OK sei.

Sie werden massenmedial fertig gemacht. Das Mobbing nimmt seinen Lauf.

Sie gehen hin und übersenden RTL eine detaillierte Dokumentation, aus der hervorgeht, dass die Tiere krank waren. Nicht nur das: Die Schweine befanden sich in medizinischer Behandlung und waren zu diesem Zweck in ein Krankenabteil verlegt worden. Mobbing – ein lukratives Geschäftsmodell? Tierrechtler touren durch das Land weiterlesen

„Warum solltest Du da je einem Argument von mir glauben. Hast doch die Schillipeppa.“

Screenshot Spiegelüberschrift
Zu viel Gülle in der Zeitung? Ein Blog in der Brandung leistet Abhilfe.

„(…). Hast doch die Schillipeppa.“ Diesen Spruch habe ich mir gestern von einem Erbosten Menschen* eingefangen als Antwort auf ein Post von mir auf seiner Facebook-Seite. Es ging um das Rauschen im bundesdeutschen Blätterwald, zu viel Dünger könne das Trinkwasser teurer machen, Preissteigerungen bis zu 45 Prozent werden erwartet. Der Erboste Mensch war böse, wie man seinem Post entnehmen konnte:

„Für das Billigfleisch mit dem Deutschland die ganze Welt versorgen will zahlen wir alle bald die (Wasser)Zeche. Auf eine Familie kommen bis zu 134 Euro im Jahr Mehrkosten beim Wasser zu.“

In meinem Post habe ich ihn darauf hingewiesen, dass kaum ein bis gar kein Journalist die Studie gelesen habe. Und auf den jüngsten Blogpost der Bloggerin Schillipaeppa aufmerksam gemacht, die sich das dröge Stück angetan und analysiert hat.  Wie das halt so ihre Art ist. Schillipaeppa setzt sich hin, dröselt knochentrockene Aufsätze auf und geht mit dem Resultat ansprechend aufbereitet in ihrem Blog in der Brandung online.

Das Ergebnis schmeckt nicht jedem. Im konkreten Fall auch dem Erbosten Menschen nicht, denn es machte seine Meldung obsolet – so wie fast alle anderen Pressemeldungen zum Thema. „Warum solltest Du da je einem Argument von mir glauben. Hast doch die Schillipeppa.“ weiterlesen

Lesenswert: Interviews zum „Antibiotikaschnitzel“

Christina Annelies´ Blogpost zum „Antibiotikaschnitzel“ hat zu einer lebhaften Diskussion geführt. Ich möchte hier noch zwei lesenswerte Interviews vorstellen, die ebenfalls den viralen Facebook-Post eines Verbrauchers thematisieren:

  1. Interview von Thorsten Winter, FAZ, mit Schweinehalterin Kathrin Seeger:
    Interview von Thorsten Winter, FAZ, mit Schweinehalterin Kathrin Seeger
  2. Interview von Quentin Lichtblau, jetzt, mit Matthias Wolfschmidt von Foodwatch
    Interview von Quentin Lichtblau, jetzt, mit Matthias Wolfschmidt von Foodwatch

Woran soll der normale Verbraucher sich beim Einkauf orientieren?

Lesenswert: Interviews zum „Antibiotikaschnitzel“ weiterlesen

Barbara trifft Barbara

Und noch ein toller Zeitungsartikel über eine richtig gute Dialogveranstaltung:

Umweltministerin Barbara Hendricks besucht einen modernen Milchviehbetrieb (von Michael und Anita Lucassen) und trifft dabei die älteste Kuh des Betriebes, die zufällig auch den namen Barbara trägt.

(c) nwz, Hans Passmann

Anita Lucassen ist eine der Protagonist(inn)en von der Videoplattform MyKuhTube und hatte die Ministerin mit diesem Video zum Besuch und zum Dialog aufgerufen: Klasse! 🙂 Barbara trifft Barbara weiterlesen

zum Insekten- & Vogelsterben

Frank Nagel (frankshalbwissen.de) beschäftigt sich in seinem aktuellsten Artikel über das von den Grünen oft postulierte Insekten- bzw. Vogelsterben. Ist das nun ein reales Problem, oder doch nur wieder die übliche grüne Panikmache?

Diese Analyse ist lang, aber die viertel Stunde, die für die gründliche Lektüre nötig ist, ist sehr gut investiert:

(c) frankshalbwissen.de

 

Dem NABU einen Vogel zeigen

Der NABU-Bundesverband kommt immer mehr in die Kritik. Die Naturschützer an der Basis, die vor Ort richtig gute Arbeit machen, leiden immer mehr unter der populistischen Ausrichting des NABU.
Die Generierung von Sofa-Neumitgliedern und Spenden steht dem Anschein nach im Vordergrund. Dabei wird ein Naturbild nach Kuscheltier- & Bambi-Art gezeichnet. Eine Wohlfühlscheinwelt, die mit der Realität nichts zu tun hat.

Das ist für engagierte Naturschützer wie Jens-Werner Dettmann kontraproduktiv, wie in seinem offenen Brief an den NABU-Geschäftsführer Leif Miller deutlich wird. Er prangert die einseitigen Beschuldigungen der Landwirte und Jäger, für den Rückgang der Artenvielfalt verantwortlich zu sein, an:

ein Klick führt zum offenen Brief auf schillipaeppa.net

Auch die Wolfspolitik des Naturschutzbundes kritisiert Dettmann hier deutlich. Der NABU verkaufe fleißig Wolfspatenschaften, aber wie viel von diesem Geld kommt eigentlich bei den geschädigten Nutztierhaltern an?

(c) NABU

Ich frage mich, wie viele Wölfe gibt es in Deutschland und wie viele Wolfspatenschaften wurden bereits verkauft?

Könnte es sein, dass der NABU vor lauter Klientelpolitik und Spendengenerierungs-Lust ihre ureigene (sinnvolle) Aufgabe aus dem Auge verliert? Ich plädiere für mehr Pragmatismus und weniger Ideologie beim Naturschutz und arbeite gerne vor Ort mit den regionalen NABU-Aktivisten zusammen.

Naturschutz gelingt am Besten gemeinsam mit den Bauern und Jägern, da ist ein so großer spendenfinanzierter Wasserkopf, der sich selber am leben halten will, doch eher hinderlich, oder?

Unwahr, Halbwahrheit oder Lüge?

Eine von den Grünen beauftragte Studie soll herausgefunden haben, dass Stadtbienen mehr Nektar sammeln als ihre Kolleginnen auf dem Lande. Schuld ist natürlich wieder die Landwirtschaft.

Landwirtin & Bloggerin Susanne Günther hat sich die Datenlage und die zitierte Studie mal etwas genauer angeschaut. Sie findet heraus, dass hier wieder einmal geschickt mit Halbwahrheiten und sachlich falschen Schlussfolgerungen die öffentliche Meinung beeinflusst wird.

Für mich ist das manipulierend und hinterhältig, denn kaum jemand macht sich die Mühe und schaut nach, was sich hinter den (eigentlich falschen bzw. nicht bewiesenden) Behauptungen verbirgt. Sogar viele Medien bis hin zu den Tagesthemen in der ARD übernehmen diese unbelegten und leider auch schlicht falschen Thesen dieser grünen Auftragsstudie:

Mein Fazit: Ein typisches Beispiel, mit dem versucht wird, die moderne Landwirtschaft zu diskreditieren. Wir nähern uns der internationalen grünen Woche in Berlin und werden vermutlich viele weitere ähnliche Halbwahrheiten und Falschmeldungen über die Landwirtschaft ertragen müssen. Die Themen Nitrat und Klimawandel hatten wir ja schon…
Aber man kann sich wehren: z.B. mit der Teilnahme an „Wir machen Euch satt – Dialog statt Protest„.