Schlagwort-Archive: Matthias Everinghoff

Miteinander reden: Oxfam

Es ist besser miteinander zu reden als übereinander. Dieses Fazit konnte eine kleine Gesprächsrunde Anfang August bei mir auf dem Hof feststellen.

In Messingen-Brümsel trafen sich zum Austausch Sebastian Bartels, Bärbel Ruhara, Erwin Schmit, Marita Wiggerthale, Bernhard Barkmann und Matthias Everinghoff
In Messingen-Brümsel trafen sich zum Austausch Sebastian Bartels, Bärbel Ruhara, Erwin Schmit, Marita Wiggerthale, Bernhard Barkmann und Matthias Everinghoff

Marita Wiggerthale, Agrarexpertin bei Oxfam, diskutierte trotz (oder wegen) ihres Urlaubs (ihre Wurzel befinden sich im Emsland) mit Vertretern der Landwirtschaft und Landjugendlichen. Miteinander reden: Oxfam weiterlesen

TELL YOUR STORY

(VEL) Zwei Kontinente, zwei Sprachen, eine Herzensangelegenheit: die Liebe zur Landwirtschaft verbindet Junglandwirte aus Deutschland und den USA. Gemeinsames Ziel: ein positives Image der Landwirtschaft. Wir sprachen mit dem US-Farmer Greg Peterson. Er und seine Brüder wurden mit ihrem Song „I’m farming and I grow it“ über Nacht zum YouTube Star.

Singender US-Farmer.
Singender US-Farmer. Foto: Knoll, VEL

Die Peterson Farm Brothers haben das geschafft, wovon viele träumen: Sie wurden über Nacht berühmt. Die Klick-Zahlen für ihren Song „I’m Farming and I Grow it“ schnellten auf YouTube in schwindelerregende Höhen und machten aus drei ganz normalen Brüdern vom Lande drei gefragte Internet-Stars. Die Peterson Farm Brothers, das sind Greg (25), Nathan (22) und Kendal (19) aus Kansas in den USA. Sie leben mit ihren Eltern und ihrer Schwester auf einer Farm mit TELL YOUR STORY weiterlesen

MEYER MUSS WEG

Hannover (VEL). “Meyer muss weg” – so lautete wohl das inoffizielle Motto der großen Kundgebung in Hannover, zu der rund 500 Landwirte aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim angereist waren. Fast 100 Landwirte fuhren sogar mit dem Schlepper vors Landwirtschaftsministerium, um den niedersächsischen Landwirtschaftsminister Christian Meyer zu mehrn Dialogbereitschaft innerhalb der aktuellen Agrarpolitik aufzurufen. Denn dieser hinterlässt zurzeit vor allem eines: einen großen Scherbenhaufen. Dieser wurde dann auch symbolisch mit zerschlagenem Porzellan vorm Ministerium abgelegt.
Mit dem Schlachtruf “Meyer muss weg” zogen 4000 Landwirte aus ganz Niedersachsen in Begleitung der Traktoren zuerst zum hannoverschen Landwirtschaftsministerium und dann zum Steintorplatz. Diese Beteiligung übertraf alle Erwartungen und zeigt nach Angaben von Werner Hilse, Präsident des niedersächsischen Landvolkes, wie groß die derzeitige Unzufriedenheit der Landwirte mit ihrem Landwirtschaftsminister ist. Sie wünschen sich, getreu dem offiziellen Motto, eine “Perspektive statt Agrarwende”. Oft werde vergessen, dass die Landwirtschaft der zweitwichtigste Wirtschaftszweig in Niedersachsen ist. “Wir kämpfen gemeinsam für eine Perspektive auf unseren Höfen”, versprach Hilse. Das Besondere in der Landwirtschaft sei zudem, dass Familien auf den Höfen gemeinsam leben und arbeiten.

Zukunftsforum Landwirtschaft – Teil 2

forum_landwirtschaft_cdu_2015Ich bin immer noch den zweiten Teil des Berichts von der CDU-Veranstaltung „Zukunftsforum Landwirtschaft“ schuldig.

Es durften gegen Ende der Veranstaltung im süd-emsländischen Emsbüren noch Fragen aus dem Publikum heraus gestellt werden. Da wurden Befürchtungen geäußert, dass die Standards der Initiative Tierwohl (ITW) möglicherweise künftig gesetzliche Mindestanforderung werden könnte.
Diese Befürchtung konnte keiner der anwesenden Politiker entkräften. Johannes Röring aber betonte, dass die ITW ein Ausweg aus den Zwängen eines brutalen Marktes sein kann und die Konzeption der ITW die nicht-teilnehmenden Tierhalter nicht diskriminiert. Franz-Josef Holzenkamp teilte Rörings Meinung und sieht auch noch einen weiteren Vorteil für die gesamte Branche, denn immerhin würde der LEH als Marktteilnehmer die Marktverknappung mit bezahlen. Und ein knapperes Angebot steigert die Aussicht auf steigende Erlöse.
Außerdem sei die Landwirtschaft nun in der Offensive, was ein tolles Zeichen gegenüber Politik und Gesellschaft sei! Zukunftsforum Landwirtschaft – Teil 2 weiterlesen

Zukunftsforum Landwirtschaft – Teil 1

einladung_zukunftsforum_landwirtschaftGestern Abend lud der CDU-Kreisverband Lingen seine Mitglieder und Interessierte nach Emsbüren ein zum Zukunftsforum Land- und Ernährungswirtschaft, das u.a. mit vier teilnehmenden Bundestagsabgeordneten hochrangig besetzt war.

Albert Stegemann (Foto: bundestag.de)
Albert Stegemann (Foto: bundestag.de)

Der örtliche Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann führte in die Veranstaltung ein, hielt sich aber bis zu seinem Schlusswort zurück. Er stellte einleitend die Frage nach dem Rollenbild der Landwirtschaft und Landwirte in unserer Gesellschaft.

Nach der Vorstellung des Podiums übernahm der Bundestagsabgeordnete Franz-Josef Holzenkamp aus dem benachbarten Wahlkreis Cloppenburg-Vechta mit einem Impulsreferat das Wort.
Dort beschrieb er den Spagat der Landwirte zwischen Ökonomie und Verbraucherwunsch und fragte nach dem gesellschaftlichen Konsens über Landwirtschaft. Das Thema Essen und Trinken wird wichtiger für die Menschen, wird zur Lebenskultur. Eine eigentlich positive Entwicklung, doch dieses Thema ist sehr emotional und wird von vielen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) aufgegriffen (Stichwort Angstindustrie). Die Landwirte sind verunsichert und auch verärgert. Der Preisdruck bei landwirtschaftlichen Produkten sorgte für eine große Steigerung der Effizienz, gleichzeitig sank aber die Akzeptanz in der Gesellschaft.
Holzenkamp betonte, dass die Landwirte zunächst eine Anerkennung ihrer Leistung verdient haben und keine pauschalen Diskreditierungen, denn die Landwirtschaft sei wesentlich besser als früher.

Franz-Josef Holzenkamp, Johannes Buß, Matthias Everinghoff (v.l.n.r.)
Franz-Josef Holzenkamp, Johannes Buß, Matthias Everinghoff (v.l.n.r.)

Dabei ist dieses Dilemma nicht alleine auf einem Kommunikationsdefizit zurückzuführen. Die Landwirtschaft müsse sich einer ethischen Diskussion stellen und eine Qualitätsoffensive starten. Wörtlich sagte der Bundestagsabgeordnete, dass die CDU sich als „Freiheitspartei“ fühlte und „Lösungen statt Verbote“ anstrebt.
Die Initiative Tierwohl (ITW) zeige, dass Landwirte zu Veränderungen bereit sind- es muss aber bezahlt werden!
Landwirtschaft benötigt Akzeptanz– Politik kann dieses Problem nicht alleine lösen.
Junge Landwirte engagieren sich in sozialen Netzwerken und öffnen immer mehr ihre Ställe- das ist der Weg, der gegangen werden muss, denn

„Der wichtigste Botschafter ist der Bauer selbst“!

In der anschließenden Diskussionsrunde erzählte der Junglandwirt Matthias Everinghoff, warum er Landwirt geworden ist. Die gegenwärtige undifferenzierte Hetze kränkt ihn. Zukunftsforum Landwirtschaft – Teil 1 weiterlesen

Schweinerei in Hoisdorf

polemik_hoisdorf_editIn Hoisdorf, Schleswig-Holstein, möchte ein Landwirt einen Schweinemaststall errichten. 1460 Plätze. Es folgt, was in letzter Zeit scheinbar unausweichlich ist: Es formiert sich eine Bürgerinitiative (Keine Schweinereien in Hoisdorf). So weit so gut, denke ich aus dem räumlich entfernten Emsland, mit sachlicher Aufklärungsarbeit ließen sich doch sicher im Raum stehende Bedenken und Ängste beseitigen.

Sachargumente haben keine Chance

Doch weit gefehlt! Die Positionen verhärten sich. Bürgerversammlungen (hier der Aufruf) geraten zum Showdown, in denen Sachargumente keine Chance haben. Im Gegenteil: auch die Politik bzw. die Opposition (und in dieser befindet sich die örtliche CDU) spielt sich zum Anwalt der Stallgegner auf.
Gestern wurde die nächste Stufe der Eskalation gezündet: Eine Morddrohung gegen den Sohn des bauwilligen Landwirts!

Eine Morddrohung! Wie konnte es so weit kommen?

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Landwirte unter Generalverdacht

Spelle (VEL). Stoppt den Generalverdacht gegenüber Landwirten – das forderten die rund 150 Teilnehmer des Agrar-Forums in Spelle von Politik und Gesellschaft. Hintergrund sind die immer schärfer werdenden Auflagen, die gerade landwirtschaftliche Familienbetriebe vor immer größere Herausforderungen stellen. Organisiert wurde das Forum von den landwirtschaftlichen Ortsvereinen Lünne, Schapen und Spelle.

Rund 150 Teilnehmer diskutierten über steigende Auflagen in der Landwirtschaft. (c) Knoll, VEL
Rund 150 Teilnehmer diskutierten über steigende Auflagen in der Landwirtschaft. (c) Knoll, VEL

Norbert Meyerdirks, Vorsitzender des Ortsvereins Spelle, verdeutlichte die hohe Wirtschaftskraft der Landwirtschaft: Obwohl 40 % der Arbeitsplätze in der Region direkt oder indirekt an der Landwirtschaft hängen, sieht sich die Branche einer immer schärferen Kritik ausgesetzt. Und obwohl Deutschland die höchsten Tierschutzstandards von allen großen Agrarnationen weltweit hat, stehe gerade die moderne Tierhaltung mehr denn je im Fokus.

Wünschen sich mehr Wertschätzung für die moderne Landwirtschaft: Norbert Meyerdirks, Bernard Krone, Christina Schulze-Föcking, Gerhard Wintering und Hermann Hermeling (v.l.n.r.).  (c) Knoll, VEL
Wünschen sich mehr Wertschätzung für die moderne Landwirtschaft: Norbert Meyerdirks, Bernard Krone, Christina Schulze-Föcking, Gerhard Wintering und Hermann Hermeling (v.l.n.r.). (c) Knoll, VEL

Christina Schulze-Föcking, Landtagsmitglied der CDU in Nordrhein-Westfalen, ist enttäuscht von dem Bild, das Politik und Medien über die moderne Landwirtschaft zeichnen. Landwirtschaftliche Betriebe seien alles andere als Fabriken. Im Gegenteil: Landwirte leisten auf ihren Höfen mehr als einen „acht Stunden Job“. In politischen Debatten vermisst sie das richtige Augenmaß: „Das Verhältnis Mensch-Tier passt nicht mehr“, so die gelernte Landwirtin. Landwirtschaft sei kein Hobby, sondern müsse ein angemessenes Einkommen ermöglichen. Bevor jedoch neue Auflagen geschaffen werden, müsse die Machbarkeit geprüft werden. Ansonsten würden immer mehr Betriebe auf der Strecke bleiben. Landwirte unter Generalverdacht weiterlesen

Die Gesichter der neuen Homepage des VEL

Seit vergangenen Freitag ist der neue Internetauftritt des VEL, der Vereinigung des emsländischen Landvolks, online gegangen. Die Homepage kommt sehr frisch rüber und bietet klar strukturiert viele (aktuelle) Informationen.
Ich finde sie sehr gelungen und möchte mich an dieser Stelle bei Daniela Lemke bedanken, die seit einem knappen Jahr für die Öffentlichkeitsarbeit im Landvolk für den Kreis Emsland zuständig ist.

Matthias Everinghoff aus Schapen
Matthias Everinghoff aus Schapen
Johannes und Michael Hegemann aus Lehe
Johannes und Michael Hegemann aus Lehe
Carmen und Ingo Mardink aus Wilsum
Carmen und Ingo Mardink aus Wilsum
Ansgar Tappel aus Groß Hesepe
Ansgar Tappel aus Groß Hesepe 
Margret und Norbert Hüsing aus Emsbüren
Margret und Norbert Hüsing aus Emsbüren

 

Harm Wesselink aus Ringe
Harm Wesselink aus Ringe
Linda und Philipp Verwold und Bernd Knief-Verwold aus Bad Bentheim
Linda und Philipp Verwold und Bernd Knief-Verwold aus Bad Bentheim
Henriko Reiners aus Herbrum
Henriko Reiners aus Herbrum

Alle Fotos stammen von der neuen Homepage des VEL (http://www.landvolk-emsland.de/)