veganer Tierschutz auf der „Wir haben es satt“-Demo?

Auch in diesem Jahr fühlen sich viele Tierrechtler und Veganer berufen, für ihre Ideologie („mit Bio ist es nicht getan, echter Tierschutz ist vegan!“) auf der bunten „Wir haben es satt“-Demo zu demonstrieren.

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Und das soll eine Demo FÜR die Landwirtschaft sein? Es fällt den Veranstaltern wohl ziemlich schwer, sich von den extremen Tierrechtlern zu lösen. Echte Alternativen und Lösungswege werden mit diesen Gruppen niemals möglich sein. Was viele Gruppen auf der großen Demonstration zusammenhält , ist der kleinste Nenner bzw. der gemeinsame Gegner– die „böse“ Massentierhaltung und Agrarindustrie. Beide Begriffe werden aber nicht weiter definiert, ein jeder hat eine andere Vorstellung wann Massentierhaltung bzw. Agrarindustrie beginnt.

Es werden im Vorfeld die vielen Höfe beklagt, die in der Vergangenheit aufgeben mussten. Und gleichzeitig wird mit dem riesen Strauß an unterschiedlichsten Forderungen der teilnehmenden Gruppen das Höfesterben angeheizt. Denn jede Erhöhung der Auflagen und Anforderungen, sorgt auch für das Aus von tendenziell kleineren Betrieben.

Wenn das so weiter geht, dann können die Demonstranten in ein paar Jahren gegen die Agrarindustrie und Massentierhalter, die im Ausland ansässig sind, demonstrieren. Die werden dann den deutschen Markt bedienen, denn was mit der „Wir haben es satt„- Demo betrieben wird, ist eine weitgehende Abwicklung der leistungsfähigen deutschen Landwirtschaft und der damit verbundenen Höfe.

Wenn „Wir haben es satt“ ernsthaft eine Demo für die Bauern sein möchte, dann sollte sie sich zu allererst von den Tierrechtsgruppen und Veganern distanzieren!

64 Gedanken zu „veganer Tierschutz auf der „Wir haben es satt“-Demo?

  1. Es wäre schön, Bernhard, wenn du dich bei deiner Suche nach Kritikpunkten an der WHES-Demo auf die offiziellen Mitveranstalter und den offiziellen Demoaufruf beziehen würdest. Da wirst du nichts bauernfeindliches finden. Irgendwelche obskuren Trittbrettfahrer sind bei einer so großen Veranstaltung nur schwer von der Teilnahme abzuhalten. Bei der überschaubaren Anzahl der Teilnehmer auf der WMES-Demo, die zudem noch durch das Tragen von Warnwesten leicht zu erkennen sind, ist das schon einfacher… Im Übrigen wurde und wird ein Großteil der „leistungsfähigen deutschen Landwirtschaft und der damit verbundenen Höfe“ gerade im Verlauf einer beispiellosen Preiskrise bei Schweinen und Milch abgewickelt. Das ist sicherlich nicht auf die Aktivitäten von Umwelt-, Tierschutz- bzw. Tierrechtgruppen und Veganern zurückzuführen, sondern auf verfehlte Agrarpolitik und skrupelloses Ausspielen von Marktmacht durch angebliche „Partner in der Wertschöpfungskette“.

    1. Interview in der NOZ :
      An der Demo nehmen auch Gruppen teil, die Tierhaltung grundsätzlich ablehnen…
      Ja, auch vegane Organisationen nehmen teil. Wir bieten eine Plattform, um auch diese Ideen und Ziele zu präsentieren. Auch diesen Gruppen geht es zunächst einmal darum, die Tierhaltung zu verbessern. Das ist der Minimalkonsens. Nicht alle Ziele sind in Einklang zu bringen, das ist uns klar.“

      Auf der offiziellen Homepage mag es ja noch stimmen, aber es ist bestimmt nicht so, dass vegane Gruppen nicht verhindert werden könnten. Ihr wollt sie nicht verhindern! Ich verweise auch auf den Shitstorm, den der Adventskalender von WHES beim Thema „Fleisch und Würde“ unter den Veganern und Tierrechtlern ausgelöst hat. Das ist doch kein Ausrutscher!
      Und noch etwas: Die bittere Preiskrise hält man als Bauer besser durch, wenn man ihn wenigstens moralisch unterstürzt. Ihr bzw. viele Teilnehmer werfen im übertragenden Sinne mit Steinen und Dreck und wascht anschließend eure Hände in Unschuld!
      Die Situation der Sauenhalter beklagt ihr mit Krokodilstränen und prangert gleichzeitig Ringelschwanzkupierung, Kastenstände und Ferkelschutzkörbe an. Der Sturm fegt erst die Sauenhalter weg und dann kommt die Forderung nach einheitlichen Lösungen für ganz Europa. Und dann steht ihr wieder da und beklagt das Bauernsterben?

      1. Warum sollte man vegane Gruppen verhindern, Bernhard? Es mag dich überraschen, aber auch Veganer müssen etwas essen, und somit sind auch sie Kunden von Bauern! Wir erzeugen auch für sie Getreide, Gemüse, Obst usw. Es muss doch niemand tierische Produkte verzehren! Gerade mit diesen Gruppen muss man im Gespräch bleiben und Toleranz praktizieren, aber auch einfordern! So geht Dialog, und den wollt ihr doch! Ich verstehe ja, dass ihr für eure Demo mobilisieren müsst, aber achtet doch bitte etwas auf euren Umgangston! Sonst reißt ihr in der kurzen Demozeit alles wieder ein, was ihr das ganze Jahr über mühsam aufgebaut habt. Gerade du, Bernhard, bist doch wirklich sehr aktiv um Dialog bemüht. Mach das doch nicht alles wieder kaputt.

      2. Wie viele Sauen gehören zum Betrieb Nadine Henke? Wie viele an eigenen Boden gebundene Sauenbetriebe mußten wegen Überproduktion und den damit verbundenen Preisverfall und geänderten Rahmenbedingungen aufgeben? Da wird das Bauernsterben gemacht.

    2. Ach bei der WHES Demo ist also nichts Landwirtschaftsfeindliches zu finden? Nur was ist denn dann das? : … brauchen wir eine Agrarwende hin zu einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft! —– Wir wollen gesundes Essen! Aber Pestizide wie Glyphosat belasten unsere Lebensmittel, Mega-Mastanlagen quälen Nutztiere und übermäßiger Gülleeinsatz verschmutzt unser Wasser….
      Also ich lese da einen klaren Angriff auf die konventionelle Landwirtschaft und Tierhaltung. Eine Diffanierung von Tierhaltern. Hier wird bewusst suggeriert das in den Konventionellen Ställen die Tiere gequält werden. Sicherlich kommt jetzt gleich das damit ja der Landwirt nicht gemeint sei. Aber genau das ist es ja schön schwammige Begriffe, bloß keine genaue Größe nennen. So kann man sich dann immer schön raus reden. Dabei ist es doch totaler Quatsch das größere Ställe schlecht für das Tier sind. Geschweige denn das dort sogar Tiere geqält werden. Dann wieder das Gespenst Glyphosat und Pesticide. Hier wird ganz klar gegen die Konventionellen Landwirte Stimmung gemacht.
      Der Text geht noch weiter. Da sind noch mehr solcher Diffamierung von Landwirten drin vorhanden.
      Nein Bernhard hat absolut Recht, würde man das bei WHES anders sehen sähe das anders aus. Dann hätte man auch in dem WHES Adventskalender nicht den Post mit dem Metzger gelöscht sondern die dort pöbelnden Veganer gesperrt. Aber nein das würde diese ja verschrecken

      1. Ein weiterer schlimmer Angriff auf die konventionelle Landwirtschaft kam kürzlich vom WLV, dem du, lieber „Bauer Holti“, doch wohl auch angehörst! Dessen Präsident Johannes Röring wird auf Topagrar mit den Worten zitiert:
        „…weil wir durch unsere Art und Weise der landwirtschaftlichen Erzeugung dazu beitragen, dass Boden, Wasser, Luft und Tiere (…) geschädigt werden.“ Siehst du da einen wesentlichen Unterschied zu den von dir zitierten Aussagen im WHES-Aufruf? Ich nicht! Und dieser Johannes Röring hat bei der ersten WMES-Demo sogar geredet, gesungen und getanzt! Wollt ihr euch von ihm distanzieren und ihn von der Teilnahme ausschließen? Wohlgemerkt, ich finde es ja gut, dass Röring die Berechtigung der gesellschaftlichen Kritik an Auswüchsen der modernen Landwirtschaft anerkennt. Nur so kann Dialog gelingen. Mit einer trotzigen Verweigerungshaltung landet man schnell in der Wagenburg und im gesellschaftlichen Abseits. Dort gehören Bäuerinnen und Bauern aber nicht hin, sondern sie gehören in die Mitte der Gesellschaft. Wie das aussehen kann, kann jeder auf der WHES-Demo eindrucksvoll erleben.

        1. Ja Ottmar ich bin aktives Mitglied im WLV und Kritiesiere diesen Satz massiv. Damit stehe ich aber auch nicht alleine da. Wir werden sehen wie die weitere Diskussion um diesen Satz verläuft. Wohingegen sich aber die absolute Mehrheit der Mitglieder einig ist das wir die Nachhaltigkeits Offensive mit Leben füllen müssen.
          Und genau die Mitte der Gesellschaft sehe ich bei WHES nicht. Ich kann auch nicht verstehen wie du dich dort vor den Karren spannen läst als Tierhalter.
          Entgegen vieler Behauptungen steht WMES nicht für eine „Industrielle“ Landwirtschaft sondern für eine Moderne und vielfältige Landwirtschaft
          Gruß aus dem Münsterland

          1. Die Mitte der Gesellschaft weiß, fühlt und ahnt ,daß Leute wie Ottmar Ilchmann die Bauern retten will,die sonst unter die Räder des ungezügelten Wachstums kommen oder im politischen Kuhhandel verzockt werden. Er pöbelt nicht, ist authentisch und steht für eine freie moderne Landwirtschaft ,die den Respekt vor Natur und Kollegen einfordert.

      2. Pestizide, Gülle und unverhältnismäßige Tierhaltungsgrößen anzusprechen, erfüllt für Sie ja schon den Tatbestand der Diffamierung. Da fühle ich mich dann ja in bester Gesellschaft mit allen wichtigen Politikern. Ist Ihnen Dreien eigentlich klar, wie weit Sie sich schon in der Gesellschaft isoliert haben?

    3. Ottmar Ilchmann schreibt: „auf die offiziellen Mitveranstalter und den offiziellen Demoaufruf beziehen würdest. Da wirst du nichts bauernfeindliches finden.“
      Wirklich nicht? Warst du schon einmal auf deren Internetauftritt und hast dir das Netzwerk angesehen? Nenne mir eine einzige Organisation, dessen Existenz nicht auf Lügen und Verbrauchertäuschung beruht? Ein bisschen sollte man schon auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Was deine irrwitzigen Vorstellungen von Marktbeeinflussung durch Poltik betrifft – da stehst du so weit daneben, dass ein paar Zeilen Erklärung nicht reichen, nur den Wettbewerb wird die Politik nie ausschalten können, und ich halte das auch nicht für erstrebenswert. Das Modell „Abschottung nach Außen“ in Verbindung mit „Arbeiter- und Bauernstaat“ ist bisher in jedem Ansatz gescheitert, bevor irgendjemand davon profitieren hätte können.
      Glaubst du, wenn die Forderungen von WHES erfüllt, und die deutsche Landwirtschaft abgewürgt ist, gehts den Bauern besser?
      Ich bin mir sicher, dass auch die Protagonisten von WHES das auch nicht wollen, aber wie sollten sie sonst an die Spenden des verblödeten Teils der Gesellschaft kommen? Oder von denen gewählt werden? Oder an sie verkaufen? Das Modell WHES lebt rein von der Diffamierung jeglicher vernüftiger und ökologischer Landwirtschaft. Bio ist tot, wenn sie es nicht schaffen, dem Verbraucher ihre Produkte als ökologischer und gesünder unterzujubeln. Also bleibt ihnen nichts anderes übrig, als zu versuchen, dies der Gesellschaft so darzustellen. Wenn alle Medien mitspielen, fallen 5% der Gesellschaft drauf rein – und davon lässt sich in der Nische gut leben.
      Dies erfüllt nicht die Ansprüche von einem ehrlichen und sauber wirtschaftenden Bauern.

      1. „Lügen“, „Verbrauchertäuschung“, „irrwitzig“, „verblödet“ „unterjubeln“: Meinungsstark, aber sehr unsachlich. So gelingt kein Dialog! Schade.

        1. „man möchte ihn (den bundesdeutschen Landwirtschaftsminister) packen und schütteln“—„werden wir uns MIT ALLEN MITTELN wehren“ klingt das nach Dialog? Wirklich nicht, nein, aber das sind die markigen Worte der whes-Abschlussveranstaltung, was erwartet die Bauern dieses Jahr?

          1. Ist es denn nicht so, dass Minister Schmidt dem Höfesterben im Zuge der Milchkrise lange tatenlos zugeschaut hat? Und wir Milchbauern haben uns mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln gewehrt und damit große gesellschaftliche Unterstützung und mediale Aufmerksamkeit ausgelöst. Das hat letztlich dann auch Christian Schmidt zum Handeln bewogen, und die Politik hat Schritte in die richtige Richtung unternommen, nämlich ein Anreizprogramm zur Mengenreduzierung und die Koppelung von Hilfen an Mengendisziplin. Das hat dann auch direkt zu einer schnellen Erholung der Milchpreise beigetragen, leider neben der Mengenreduzierung, die schon durch die vielen Betriebsaufgaben eingetreten war. Deshalb stehe ich uneingeschränkt zu meinen Worten auf der Auftakt-, nicht Abschlusskundgebung letztes Jahr. Sie richteten sich ja auch überhaupt nicht gegen Bauern, sondern gegen eine untätige Politik und unverantwortlich handelnde Molkereien. Und auch dieses Jahr erwartet die Bauern wieder die Forderung an die Politik, faire Marktrahmenbedingungen für Bauern zu schaffen. Was haben Sie in der Milchkrise unternommen, Herr Janßen?

        2. Ottmar, so wie ihr Euch für eine Agrarwende (und da hat jeder auch wieder seine eigene Vorstellung, wie weit zurück gewendet werden soll) einsetzt, ist das auch überhaupt nicht sachlich. Im Gegenteil. Die meisten Bauern werden dadurch abgeschreckt, viele glauben, Dialog mit einzelnen Gruppen sei zwecklos und graben sich ein.

          1. Jetzt auch noch übles Bauern-bashing durch die DLG:
            „Für die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) sind die Flächenprämien „langfristig kein Besitzstand“. Die Landwirte sollten sich auf eine schrittweise Kürzung einstellen. Stattdessen sollten mit den Geldern nachhaltige Produktionsweisen gefördert werden, heißt es in einem Thesenpapier zur Landwirtschaft 2030, das die DLG heute veröffentlicht hat. Damit setzt die Organisation im Vorfeld der morgen beginnenden Grünen Woche ein überraschend deutliches agrarpolitisches Signal des Berufsstandes.

            In dem Papier werden noch weitere kritische Themen der Landwirtschaft klar angesprochen. Die „zu hohen Nährstoffüberschüsse in den Hotspots der Tierhaltung und der Rückgang der Artenvielfalt in den intensiv genutzten Agrarlandschaften“ würden zunehmend kritisch hinterfragt. Hier müsse die Landwirtschaft mehr unternehmen als bisher, fordert die DLG von der Branche. In der Tierhaltung müssten die „Defizite im Produktionsprozess benannt und abgestellt werden“, damit die Tierhaltung zukunftsfähig werde. Konkret spricht die DLG zum Beispiel die nicht artgerecht Haltung und Fütterung, die nicht Kuratoren Eingriffe oder den Antibiotikaeinsatz an.“
            Der ganze Text auf:
            Topagrar.com – Lesen Sie mehr auf: https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Landwirtschaft-2030-So-sieht-die-DLG-die-Zukunft-7036038.html

            Vielleicht ist die DLG nächstes Jahr Mitveranstalter derWHES-Demo!

        3. Meinungstark? Das ist nicht meine Meinung, sondern die Erfahrung der Bauern mit diesen selbstsüchtigen und rücksichtslosen Guppierungen, die sich Dummheit und Inkompetenz einzelner Bauern zu Nutzen machen, um sich an bemitleidenswert blöden Kreaturen zu bereichern.
          Sei es über den Verkauf eines Produkts, dessen Wert auf Täuschung beruht, Spenden, oder Wählerstimmen.

          Was den Minister angeht, ist es nicht seine Aufgabe, Wohlstand und technischen Fortschritt aufzuhalten, um den Ewiggestrigen eine vermeintliche Lebensgrundlage zu schaffen, die die Verbraucher durch den Kauf der dann besseren Produkte aus dem Ausland umgehen würde.

  2. Bernhard Barkmann ich hätte Dir mehr Fairness zugetraut. 1. Sind Veganer nicht notwendiger weise Tier rechtler. 2. Weisst du ganz genau dass du kein Post der Veranstalter zitierst und dass die von Dir kritisierten Gruppen weder zu den Veranstaltern gehören noch deren Meinung vertreten.
    Dass Du eine derartige Irreführung nötig hast verwundert mich schon.

    1. Kirsten Wosnitza, bitte erst denken, dann tippen.
      Veganer sind immer Tierrechtler, brauchst auch gar nicht fragen, sie erzählen es von selbst. Sie mögen nicht militant sein, ja, möglicherweise.
      Und Bernhard hat spätestens mit dem NOZ-Interview klar gemacht, dass es keine klare Abgrenzung zu diesem Rand gibt, der die Tierhaltung als solche in Frage stellt. Hinzu kommt, dass ihr die ganze Spendenmafia mit an Bord habt, die größtmögliche Veränderungen nur aus dem Grund fordert, um eine maximale mediale Aufmerksamkeit und somit eine Gewinnmaximierung zu erreichen. Und das stellt selbst die höchsten moralischen Ansprüche ins Abseits.

      1. Wenn Sie in Berlin sind, besuchen Sie doch mal ein veganes Restaurant und machen Sie sich ein Bild von der dortigen Kundschaft. Mit großer Wahrscheinlichkeit treffen Sie zumindest auf Flexitarier, also Angehörige einer immer größeren Konsumentengruppe.

  3. Ich kann mich Otmar Hilchmann nur anschließen, ja, auch Veganer wollen essen, aber eben nichts von Tieren. Es gibt soviel Pflanzliches, was Landwirte anbauen können, wo ist das Problem ? Es ist uns wohl bewußt, daß nie alle dieselbe Einstellung haben werden, daß nämlich für uns kein Tier weder sterben oder noch vorher ausgenutzt werden soll. Eine Agrarwende, die ja angestrebt werden soll, soll nicht nur für die Landwirte gut sein, sondern auch für die Tiere und die Umwelt. Die gehaltene Tierzahl muß sich mindestens halbieren, um nur mal einen Punkt zu nennen, dann wird schon viel erreicht sein. Mehr will ich hier nicht ausführen, es ist ja alles sattsam bekannt. Und das letzte, was diese Demo und Bewegung brauchen kann, sind Streitereien unter einander. Das führt zum Zerfall und freut Andere….

  4. Ich erinnere an Bilder von den letzten WHES-Demos, die mir doch sehr zu denken gegeben. Ein Bild zeigte einem Mann mit einem Schild auf dem stand: „Für eine bäuerliche Tierhaltung“. Daneben stand ein andere man mit einem Schild auf dem Stand: „Auch Bio-Tierhaltung ist Mord“. Ein anderes Bild zeigte nach der Demo zwei junge Frauen, in den typischen, blauen Jacken des Tierschutzbundes. Die Damen standen bei Mc Donalds in der Schlange und warteten darauf bedient zu werden. Wie passt das zusammen. Ich als Tierhalter soll neben jemandem laufen, der mich als Mörder bezeichnet? Da habe ich aber arge Bedenken. Außerdem passt ein veganer Lebensstiel doch in keinster Weise zur nachhaltigen Wirtschaftsweise. Gerade Bio-Betriebe können doch nur in Verbindung mit Tierhaltung funktionieren, da der betriebseigene Wirtschaftsdünger aus der Tierhaltung essentiell ist. Wie kann man sich, als nachhaltig denkender Landwirt, mit Menschen auf eine Stufe stellen, die das Ende einer nachhaltigen Wirtschaftsweise fordern? Bei den Damen des Tierschutzbundes mag es sich ja um Einzelfälle handeln, aber es versinnbildlicht sehr schön eines der Probleme, dass ich mit WEMS habe. Erst trägt man große Transparente durch die Stadt und protestiert gegen große Betriebe und dann geht man zu einer der größten Fast-Food-Ketten der Welt und unterstützt das System mit seiner Kaufentscheidung. Viele Leute die bei WHES mit marschieren werden im privaten Leben genauso handeln. Wenn die Bevölkerung wirklich Bio-Regional-Nachhaltig möchte, warum stagniert der Bio-Markt dann bei 5% Marktanteil? Und was die Veganer angeht, ich möchte gar nicht für Veganer produzieren, denn ich sehe die Kombination aus Tierhaltung und Ackerbau als nachhaltige Wirtschaftsweise. Gülle ist für mich der wertvollste Dünger den ich habe. Bioveganer Ackerbau ist für mich Raubbau am Boden und bisher konnte mir noch niemand erklären, wie bioveganer Ackerbau funktionieren kann und den Boden auszumergeln. Ich habe mehr als einmal gefragt und bisher nie eine fundierte Antwort bekommen. Wenn ich dann auch noch mit Justus von Liebig und Spährennuhrstoffversorgung kam, dann hat man mir oftmals erzählt, dass es bei den Kleinbauern in Asien auch gehen würde und diese Antwort hat mir dann eher ein Lächeln ins Gesicht getrieben, als meine Neugier zu befriedigen.

    1. Agrarwende heißt nicht zwangsläufig Bio oder vegan. Abgesehen davon, sind Sie mit der modernen Biolandwirtschaft vertraut? Die modernen Bios sind heute die pragmatischen, während viele Konv. in ihrer dogmatischen Wachstumsschleife festhängen. Auch Bios nutzen für die Düngung Spurennährstoffe. Welchen Nährstoff können denn nur landwirtschafzliche Nutztiere herstellen ?

  5. Die Ernährungsgewohnheiten im Land ändern sich nun mal und die Bauern würden gut daran tun, das wohlwollend zur Kenntnis zu nehmen, anstatt ihre Kunden, zu denen auch Veganer gehören, pauschal polemisch zu diffamieren.

    Beispiel: Rügenwalder, Umsatzwachstum letztes Jahr 17% hautsächlich durch Einführung fleischfreier Produkte, die 20% Umsatz ausmachen. Es wurden einige neue Arbeitsplätze geschaffen.

    Wie hätte sich wohl der Auszahlpreis für Fleisch entwickelt ohne vegane Schiene? Wenn sich etwas nicht verkaufen lässt, sinken die Preise. Inzwischen werden nicht nur bei Rügenwalder sonder z.B. auch bei Kaufland, Edeka u.a. Preise für tierische Erzeugnisse von Landwirten (die immer weniger Leute haben wollen) durch Gewinne aus der Veggie-Schiene (die immer meher Leute = Flexitarierer haben wollen) querfinanziert.

    Diese neandertalartige Argumentation vom bösen Veganer ist letztlich ein Sägen auf dem dünnen Ästchen, auf dem die Intensivtierhaltung sitzt, bzw. in Warnwesten rumhopst.

  6. Sehr geehrter Herr Fendt,

    leider sind Ihre Zahlen nicht mehr ganz aktuell. Aktuell ist der Verzehr an veganen Produkten eher Rückläufig. Die vegane Welle in Deutschland scheint ihren Zenit bereits überschritten zu haben. Laut DPA handelt es sich in weiten Teilen um Einmalkäufe, die Produktbindung scheint dagegen eher gering auszufallen.

    http://topagrar.de/news/Home-top-News-Deutsche-kehren-Veggie-Produkten-wieder-den-Ruecken-6011369.html

    Hierfür Spricht auch die Insolvenz der veganen Supermarktkette „Veganz“. Zitat: „Das Filialnetz werde wegen fehlender Nachfrage nun kräftig ausgedünnt.“

    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/handel/veganz-planinsolvenz-fuer-tochtergesellschaft-angemeldet-a-1130144.html

    Wenn ich eines im Laufe meiner Berufstätigkeit gelernt habe, dann dass man nicht jedem Trend nachrennen und nicht jeden Kunden bedienen muss. Außerdem habe ich mich nicht wie von Ihnen behauptet Mensch “ pauschal polemisch diffamiert“, sondern nur sachlich meine Meinung zu dieser Bevölkerungsgruppe wiedergegeben. Ich kann nicht mit jemandem zusammen demonstrieren der mich als Mörder diffamiert und eine Landwirtschaft ohne Tierhaltung ist für mich aus bodenphysiologischen und nährstoffbedingten Gründen nicht nachhaltig. Wo genau habe ich Menschen mit veganem oder vegetarischem Hintergrund „pauschal polemisch“ diffamiert?

    Ich bin immer gerne bereit zu lernen und wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir genau erklären könnten wie bioveganer Ackerbau unter Berücksichtigung des Erhaltes der Bodenfruchtbarkeit und im Anbetracht des von Justus von Liebig definierten Minimummgesetzes genau funktionieren kann.

    1. mal ehrlich, ich begrüsse es, wenn Menschen industriellen konventionellen Veggie-Produkten mit schlechter Klimabilanz und fraglichen Zusatzstoffen den Rücken kehren, so wie ich es begrüsse, wenn immer weniger Fleisch konsumiert wird.

      Aber jetzt mach ich mal die unzulässige Beweislastumkehr:

      Erklären Sie mir mal, warum eine Landwirtschaft mit Tierhaltung nährstoffbedingt bzsw. nachhaltiger sein sollte als reiner Pflanzenbau, wo doch gerade über tierische Produke grosse Mengen Nährstoffe ungenutzt entzogen und verschwendet werden (Schlachtabfälle, Knochen) und aus endlichen bergmännischen Quellen wieder rückgeführt werden.

      die Liebigschen Regel gelten für jede Form des Landbaus, was entzogen wird, muss rückgeführt werden. Mit Tierhaltung wird mehr entzogen und besonders der Ökolandbau kann durch die übliche Verwendung von Leguminosen und deren N-Bindung auch weniger Stickstoff rückführen. Inwiefern im Ökolandbau mehr mineralisch gebundenes Phoshor im Boden durch Mykorrhizza verfügbar gemacht wird, ist m.W. noch weitestgehend unerforscht.

      1. N ist nicht das Problem, da dieser Grundnährstoff in der Luft mehr als ausreichend vorhanden ist. Das Problem tritt im Bereich der Spurennährstoffversorgung auf. Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft denkt das gesamte Spektrum an Spurennährstoffen ab und fördert die Humusbildung. Wenn man eine komplette Kreislaufwirtschaft anstreben würde, so müsste der Einsatz von Klärschlamm massiv gesteigert werden. Der Einsatz von Klärschlamm ist lauf Verordnung, aber nur für Produkte zugelassen, die nicht für den menschlichen Verzehr vorgesehen sind. Klärschlamm kann also nur zur Gewinnung von Viehfutter eingesetzt werden. Da Klärschlamm auch durch die Bio-Richtlinien ausgeschlossen ist, fällt diese Nährstoffquelle aus. Eine Möglichkeit wäre der Einsatz von Kompost. Das Problem hierbei ist, dass über den Kompost leicht Samen von unerwünschten Pflanzen in den Acker eingeschleppt werden, da im bioveganen Landbau PSM verboten sind, würde sich der Anbau auf Grund der Verkrautung bald erledigt haben. Eine rein mineralische Düngung und Gewährleistung der Spurennährstoffversorgung über Produkte der chemischen Industrie wäre nach Biorichtlinien unzulässig und auch nicht finanzierbar. Ich habe Betriebe gesehen, die über mehrere Jahre nur mineralisch gedüngt haben und ich habe erlebt wir nach einer Zeit der Ertragsdepression wieder gut Ernteergebnisse erzielten, nach dem organischer Dünger zur Verfügung stand. Ich habe es nicht nur gesehen, als Lohnunternehmen haben wir diese Flächen geerntet. Da ich selber sehe wie gut dem Boden eine gezielte, bedarfsorientierte Düngung mit Wirtschaftsdüngern tut, halte ich sie für nachhaltig. Wir haben im letzten Jahr auf einer sauren Braunerde mit 18 Bodenpunkt, im Schnitt Mais mit 16,6 t TS von ha geerntet. Das entspricht herunter gerechnet auf 32% TS knapp 52 t Frischmasse Silomais. Dieser Ertrag ist per Wage ermittelt und nicht geschätzt. Das ganze bei einer Düngung von unter 190 kg N je ha. Wir haben zusätzlich mit N-Stabilisierung gearbeitet und nutzen eine Fruchtfolge mit Zwischenfurcht. So schlecht kann unsere Strategie also nicht sein.

        N ist bei bioveganen Landau nicht das Problem. Ob man nun Leguminosen einsetzt oder den Luftstickstoff über Haber-Bosch nutzt, aber was ist mit den Spurennährstoffen?

        Ich habe nun trotz Ihrer Unhöflichkeit geantwortet und nun erwarte ich Ihrer Antwort. Wie funktioniert bioveganer Landbau unter Berücksichtigung der Spurennährstoffversorgung und Angesicht des Minnimumgesetzes in einem nachhaltigen Produktionsverfahren.

        1. bitte erklären Sie mir, wie kommen die Spurennährstoffe in den organischen Dünger? Entstehen die da druch eine wundersame Alchemie? oder ist es am Ende so, daß sie zum Teil mit dem Tierfutter zunächst vom Acker entzogen werden (was der biovegane Anbau schon mal gar nicht macht) oder eben über zugekauftes Mineralfutter in den Mist kommen, dann entstehen bei der Ausbringung +/- hohe Verluste, die beim bioveganen Anbau vermieden werden, wenn man statt Mineralfutter über die Tiere mit Verlusten die Mineralien direkt ausbringt. Und meines Wissens wird der überwiegende Anteil an Klärschlamm verbrannt und nicht ausgebracht, ich kenne jedenfalls keinen konv. Kollegen, der Klärschlamm ausbringt. Aber immerhin stimmen Sie mir zu, daß N aus Leguminosen ein passabler Ersatz ist und ich füge hinzu, bei der energieaufwendigen Synthese nach Haber-Bosch entstehen wiederum viele klimaschädliche Abgase (wie auch die NOx Emmission bei mineralischen N-Dünger viel höher sind) Das Hauptklimaproblem der konv. Landwirtschaft ist nicht Methan, wie oft behauptet wird, sondern Lachgas.

          1. Sehr geehrter Herrn Fendt,

            ich erkläre Ihnen an dieser Stelle gar nichts mehr! Sie sind jetzt dran mit erklären, woher kommen die Spurennährstoffe in der bioveganen Landwirtschaft? Ich habe erklärt, jetzt erklären Sie! Von Ihnen kommen nur Gegenfragen, ich erwarte jetzt Erklärungen von Ihnen oder fehlt Ihnen dazu das Fachwissen?

          2. Offensichtlich fehlt Ihnen doch das Fachwissen um die Erklärung zu geben.
            Meine Antwort: die Spurennährstoffe im bioveganen Anbau kommen her, wo sie sonst auch herkommen, entweder aus dem Boden durch Entzug bzw. bei nachhaltigen Anbau wird mineralische genau das rückgeführt, was entzogen wird. Es gibt ausser geringeren Verlustraten und geringerem Entzug KEINEN UNTERSCHIED!

        2. Ich habe Herrn Fendts Ausführungen bereits als Antwort verstanden: die Nährstoffe kommen aus Pflanzenabfällen.

          Das klingt logisch, und Sie haben bislang keine Argumente dagegen angeführt. Mist stammt schließlich auch aus Pflanzen, deren Nährstoffe aber zu einem beträchtlichen Teil veratmet und in Körpermasse umgewandelt werden und damit nicht zurückgeführt werden.

          Sie sagen ja selbst, dass Kompost eine Möglichkeit ist, sehen das Problem aber in der Verkrautung. Daher würde mich interessieren, welche Vorkehrungen es dagegen gibt.

          1. Kleegras wird z.B. in einer Biogasanlage in Gülle verwandelt, dabei wird CH4 entzogen, was aber nicht fehlt, da die Pflanzen Co2 und H2O unproblematisch wieder aufnehmen können.
            Durch die Vergärung findet eine Hygienisierung statt die Unkrautsamen bekämpft.
            Eine andere Methode ist die geführte Heißkompostierung, dabei werden Pflanzenreste wie Grünschnitt intensiv belüftet und unter Zusatz von Microorganismen rasch in Humus verwandelt, dabei entstehen Rottetemperaturen von > 60 Grad, die Unkrautsamen keimunfähig machen.
            Die 3. Möglichkeit die ich praktiziere, ich verwende aus SpeiseGetreide rausgereinigte Leguminosen wie Wicken aber auch Bruchkorn gezielt als Dünger. Um eine Keimung zu verhindern wird das Material vor dem Ausbringen geschrotet.

            Das Problem das Herr Henken und viele andere haben, sie reden gerne klug und viel über Ökolandbau, bzw. bioveganen Anbau, haben aber keinerlei praktische Erfahrungen und konkrete Techniken interessieren sie auch gar nicht.

            Stellt man ihnen dann fragen, wo z.B. der Phosphor in der Schweinegülle herkommt, geraten sie in Erklärungsnot und nach viel rumeiern geben sie dann zu: ja klar, aus dem zugekauften Mineralfutter und zeitgleich behaupten sie bioveganer Anbau sei Raubbau.

          2. Vielen Dank, Herr Fendt. Viele konventionelle Landwirte scheinen nur in ihren erlernten Methoden zu denken. Betriebsblindheit nennt man es auch. Fragt man als Nichtlandwirt nach, etwa vor dem Hintergrund kritischer Sichtweisen, über die man gelesen hat, kriegt man oft sofort einen drüber: Indoktrination wahlweise durch Spendensammelvereine/Spendenmafia oder grüne Gutmenschen, die wieder mit Pferden pflügen lassen wollen und die Ernährung der steigenden Weltbevölkerung (mit Böcklunder und Tilman’s Toastys?) aufs Spiel setzen.

          3. Die Nährstoffe kommen aus den Pflanzenabfällen?

            Ja das stimmt. Das Problem ist aber immer ein anderes: Es werden ja nicht alle Nährstoffe zurückgeführt. Wenn Bauer Fendt die Wickensamen …… zurückbringt ist das ja nur ein Teil der Nährstoffe die er zurückbringt. Den größeren Teil der Nährstoffe nimmt er, schrotet es und backt Brot daraus. Diesen Großteil der Nährstoffe verkauft er in Form von Brot. Und weg sind sie……

          4. Und wo kommen die Pflanzenabfälle her, die dann dem Bio-Richtlinien entsprechen? Das Erntegut, dass entzogen wird, nimmt ja zwangsweise Nährstoffe mit. Sie können ja kaum das Gras vom Straßenrand nehmen, schließlich ist dieses belastet oder wollen Sie wie in alten Zeiten das Laub aus dem Wald kehren? Früher wurde dieses Laub als Einstreu für Schweine verwendet und dadurch als Dünger aufgewertet. Außerdem holen Sie sich mit Pflanzenabfällen reichlich ungewollte Fremdflora in den Acker, die bekanntlich im Biolandbau nicht chemisch bekämpft werden darf. Ich sehe da massive Probleme.

          5. Herr Henken ,es scheint als wollen Sie nur Probleme sehen. Sehen Sie denn auch Probleme in der konventionellen Landwirtschaft in der Nährstoffproblematik oder nur bei den Bios? Mir scheint auch, Sie haben kein Interesse an Technik und Inhalte,wie Herr Fendt auch schon vermutete

        3. Sehr geehrter Herr Fendt,

          In der konventionellen Landwirtschaft mit organischer Wirtschaftsdüngung kommen die Spurennährstoffe aus den Stoffwechselprodukten der Tiere. Die Tiere bekommen ja nicht nur Futter vom eigenen Acker, sondern weitere Komponenten (Eiweiß, Mineralstoffe, Vitamine, Vormischungen usw.) so kommen die Spurennährstoffe in die Gülle. Natürlich gehen nicht die gesamten mengen in die Gülle, schließlich geht der größte Teil in die tierischen Hauptprodukte. Auf meinen leichten Böden reicht der Gehalt in der Gülle vollkommen aus, um mit 20 m³ je ha den Entzug zu decken.

          Der biovegane Landbau verzichtet nach meinen Informationen auf Mineraldünger und Düngeprodukte der chemischen Industrie. Mir wäre neu, dass Biobetriebe Bohr oder Mangan mineralisch nach düngen dürfen. Würde da nicht der Idee von Bio widersprechen? Zählen Sie mir doch bitte ein paar Spurennährstoffdünger auf, die eine Zulassung für Biobetriebe haben.

          1. Dann bitte richtig informieren, die für bioveganen Anbau maßgeblichen Richtlinien ist der VON Standard und da heisst es:
            5.4 Eingeschränkte Düngemittel
            (a) Sulfat-Kali – nur wo austauschbares K unter 100mg/l und der Tongehalt weniger als 20% ist, nach Bodenanalyse
            (b) Schwefel
            (c) Calciumchlorid – gegen Stippigkeit bei Äpfeln
            (d) Industriekalk aus der Zuckerherstellung
            (e) Natürliches Rohkali – vorausgesetzt, es hat eine relativ geringe unmittelbare Löslichkeit in Wasser und geringen Chlorgehalt
            (f) Spurenelemente
            • Gesteinsmehl (Basaltmehl, Urgesteinsmehl)
            • Bor, Kupfer, Eisen, Mangan, Molybdän, Kobalt, Selen, Zink

            Zum Ökolandbau können Sie alles direkt prüfen auf:
            http://www.betriebsmittelliste.de

            Da finden Sie z.B. zu Mangan 7 zugelassene Mangandünger usw.

          2. Herr Henken ,auf einem Blog schrieben Sie 2015, sie stünden noch nicht mit dem Rücken an der Wand,weil sie nicht in großem Umfang Fremdkapital aufgenommen haben.Ihrem Beitrag nach, gehören Sie zum Archetyp des bodenständigen,umweltbewußten Bauern und denken noch in Generationen. Für Sie wäre der moderne Bio-Landbau ideal! Auch hier in Weser/ Ems wird dieser jedoch von Kammer , Beratung und Landvolk zum Teil völlig verzerrt dagestellt, sodaß Umstellungswillige verunsichert und auch wohl vorsätzlich falsch informiert werden. Arnold Krämer , der Chef des größten Kammerbezirkes in Niedersachsen (Emsland )sagt öffentlich, daß Ökolandbau unethisch sei und eine Bewirtschaftungsform mit angezogener Handbremse. Kein Wunder das konventionelle Bauern abgeschreckt werden.

    2. Sie zitieren den verlinkten Artikel von topagrar online über die GfK-Erhebung unvollständig. Darin heißt es weiter:

      „Ein Ende des Veggie-Booms sei das nach Einschätzung der Experten aber nicht. Schließlich reduzierten nach einer Studie der Marktforscher inzwischen mehr als ein Drittel der Haushalte in Deutschland bewusst den Fleischverzehr. Vor allem unter den jüngeren Verbrauchern gebe es eine wachsende Gruppe, die den Fleischkonsum generell aus ethisch-moralischen Gründen ablehne.“

      Ethisch motivierte Fleischreduzierung oder -vermeidung wird oft mit gesundheitlichen Aspekten kombiniert. Damit vertragen sich die Imitate nicht, die zu einem Großteil aus Öl bestehen. Außerdem enthalten die Imitate von Rügenwalder viel Eiklar – Vegan ist aber das neue Vegetarisch.

      Vegan ist inzwischen eine eigenständige kulinarische Stilrichtung, die nichts kopieren muss. Daher ist es aus Sicht vieler Vegetarier und Veganer auch nicht verwunderlich, dass Veganz nicht funktioniert, werden dort überwiegend überteuerte Fleisch- und Käseimitate angeboten, die zudem aus Übersee importiert werden. Grundnahrungsmittel wie Gemüse, Getreideprodukte und Obst gibt es in jedem Bio- und Supermarkt, und inzwischen gibt es dort auch vegane Produkte wie Brotaufstriche, Fertigsoßen, Süßigkeiten in jedem Bio- und Supermarkt.

      Es spricht viel dafür, dass der Vegantrend erst so richtig losgeht. Vegane Ernährung vermeidet die Nachteile des Fleisch- und Milchkonsums und maximiert die Vorteile der pflanzlichen Kost – und wie immer mehr Leute erkennen werden: mit Genuss.

      Fleischesser wird es weiterhin geben, wie es auch Jäger und Vegetarier in einer Familie gibt. Die ethische Dimension wird aber allgemein an Bedeutung enorm gewinnen. Das staatliche Tierwohllabel wird diesen Trend verstärken, da selbst bisher „bewusstlose“ Fleischesser ihre Ernährung hinterfragen werden. Fleisch hat bald nur noch als nichtalltägliches, hochpreisiges Produkt aus verbesserten Haltungsbedingungen eine Chance.

  7. Wie nutzt man Fakenews für Populismus?

    Während zu einem anderen Thema gerade diskutiert wird, ob die Meldung Veganz sei insolvent nun eine Fake-News ist, zeige ich mal wie Vertreter der „moderen“ Landwirtschaft so etwas gezielt nutzen:

    Da zeigt B. Barkmann, einer der Mitverantwortlichen für den Flashmob von „Wir machen Euch satt“ alias „Dialog statt Protest“ ein Bild in seinem Blog:

    Es ist von der anoymen „Künstler/in“ Dies Irae ohne weiteres Impressum. Dieses haben die radikalen Tierrechter von ARIWA geteilt.

    Weder ARIWA noch Dies Irae haben irgend etwas mit Wir haben es satt zu tun und sind von den Veranstaltern dort auch nicht erwünscht. Aber in einem demokratischen Land mit Meinungsfreiheit kann man es auch nicht verhindern, daß sich irgendwelche Leute mit skurillen Ansichten einer großen Demo anschliessen.

    Barkmann schreibgt direkt unter dem Bild Zitat „Es fällt den Veranstaltern wohl ziemlich schwer, sich von den extremen Tierrechtlern zu lösen. Echte Alternativen und Lösungswege werden mit diesen Gruppen niemals möglich sein.“

    und stellt damit einen Fake-Zusammenhang her mit den Gruppen, die Dies Irae auf dem Post aufgelistet hat (ohne deren Zustimmung einzuholen). Darunter auch ProVieh, Demeter, Bioland u.a.

    Will Barkmann also unterstellen, daß Bioland Demeter und auch ProVieh keine diskutablen Vorschläge für Alternativen und Lösungswege für die Landwirtschaft haben.

    Am Ende schreibt er Wir haben es satt!-Demo solle sich von Veganern distanzieren! Wenn die radikalen modernen Landwirte wie Barkmann und Co, und deren Gruppe mit der Pseudoparole „Dialog statt Protest“ noch nicht kapiert haben, daß Veganer dankbare Kunden von regionalen landwirtschaftlichen Bioprodukten sind und leider bisweilen auch die Veggie-produkte von Rügenwalder und Co. kaufen, dann sind die wirklich zu bedauern.

    Rügenwalder mit 20% Umsatz aus der Veggieschiene, 17% Zuwachs in 2016 kann den tierhaltenden Bauern nur hohe Fleischpreise zahlen, weil Veganer das querfinanzieren, denn ein Absatz für die enormen Fleischmengen die „moderne“ Landwirte erzeugen gibt es regional längst nicht mehr und global zu Weltmarktpreisen ist es niocht kostendeckend. Ein Grund warum 60% der Betriebsgewinne von Landwirten aus Subventionen kommen, diese zahlen alle Bürger mit Steuern, darunter auch Vegetarier, Veganer, Flexitarier und sogar PETA Mitglieder.
    Quelle: https://www.facebook.com/Stiftung.Lebenshof/posts/908202962615600

    1. Steile These: Rügenwalder finaziert Tierhalter mit Vegazi-Produkten….
      Eher umgekehrt wird es wohl sein. Zuverlässige Brauverfahren für Vegazi-Schmiere zu entwickeln hat mit Sicherheit Millionen verschlungen, bevor das erste Produkt auf den Markt kam.

      1. spottbillige pflanzliche Rohstoffe mit viel Chemie aufzuhübschen und Wurstfake draus zu machen, mag zwar in der Entwicklung teuer gewesen sein, ist aber in der letztlichen Produktion eine Goldgrube mit Gewinnmargen, wovon jeder Bauer nur träumen kann. Ich verkaufe bei Vegankäse z.B. 85% Wasser, 8 % Kokosfett und der Rest, Salz Aromen und Co. und das zu Preisen weit über bestem Bioalpkäse!

        1. Ich musste grad lachen beim lesen, aber stimmt schon, Herr Fendt. vergessen wurde aber noch der Markteinstieg, der wie bekannt ja Einiges gekostet hat, da ist der neue Mann mit Firmenkapital ordentlich in Vorleistung gegangen bevor landauf landab die Regale endlich gefüllt (aber nicht geleert) wurden, aber gut. Für mich schmeckt die Wurst vom Transrapid-Erfinder dann doch erheblich besser.

  8. Es ist gut, dass wir an dieser Stelle leidenschaftlich diskutieren können. Wenn es ins Persönliche geht, ist es meistens nicht unbedingt hilfreich für die weitere Diskussion.
    Es wird zu gerne in guter Bauer – böser Bauer, klein -groß, konventionell – bio unterschieden bzw. die anderen Wirtschaftsweisen werden nicht respektiert.
    Ich respektiere die Wirtschaftsweise von Andreas Fendt (Entschuldigung wegen der direkten Ansprache, aber ich habe hier nicht damit angefangen), ich nehme seine Sicht der Dinge zur Kenntnis, aber kritisiere, dass er die Leistung ganz normaler Bauern nicht anerkennen möchte und es nicht akzeptieren kann, dass es eine große Vielfalt gibt unter den Bauern.
    Und ich habe in meinem Artikel die Veganer angesprochen. Natürlich respektiere ich ich den Lebensstil der Veganer und gerne verkaufe ich ihm auch pflanzliche Produkte. Meine Toleranz hört aber an der Stelle auf, wo sich diese Menschen moralisch erheben und unrealistische, nutztierlose Visionen predigen. Diese Gruppe der Veganer meine ich- diese denken auch antispeziesistisch. Und mit Antispezieasisten lassen sich keine zukunftsorientierten Modelle für Nutztierhaltung entwerfen. Die Tiere, die diese Gruppe schützen möchte, gibt es in deren Theorie einfach nicht. Wo nichts mehr ist, kann man auch nichts mehr schützen.
    Desweiteren: Ich stütze mit meiner Aussage, dass sich WHES sich nicht so leicht von den veganen Gruppen trennen mag, nicht nur auf das Bild, was ich gepostet habe. Ich habe auch auf das jüngste Interview von Jochen Fritz in der NOZ und der shitstorm-ähnlichen Diskussion bei Facebook zu einem Adbventskalenderbeitrag und die Reaktion durch WHES darauf, bezogen.
    Ich glaube, dass ich den Finger schon etwas in die Wunde gelegt habe. Dass ich mit meinem Post provozieren werde, habe ich nicht ausgeschlossen.
    Ich möchte klar stellen, dass ich weiter zum Dialog bereit bin. Und da gehe ich zuerst auf Gruppierungen zu, bei denen ich an einem langen Weg wenigstens die Möglichkeit sehe, sich anzunähern und auch Gemeinsamkeiten zu finden.
    Und am Ende dieses Kommentars möchte ich noch einmal betonen: Andere Betriebe für den Wegfall anderer Betriebe zu brandmarken, finde ich ehrlich gesagt wirklich niveaulos. Erst Recht, wenn diese Betriebe neue Maßstäbe in der Kommunikation mit dem Verbraucher setzen.
    #Respekt

      1. Nein bestimmt nicht. Wenn Sie aber glauben, dass bei der WHES nur der Finger in die Wunde gelegt wird, ist das falsch.
        Dort wird ein pauschaler Rundumschlag gegen die moderne Landwirtschaft aufgeführt, bei dem im übertragenen Sinne mit Dreck und Steinen geworfen wird. Sehr viele Landwirte fühlen sich von diesem treiben verunglimpft und können sich dort nicht wiederfinden. Die Frage der Tierrechtler stelle ich hier nur exemplarisch heraus. „kleinster gemeinsamer Nenner“ sagt selbst Fritz. Das ist frei nach dem Motto „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“ – das ist einfach nicht konstruktiv!

    1. wer falsche provozierende Worte die pauschalisieren verwendet verhindert Dialog, das weiss ich, denn genau das wird auch mir, teilweise zu Unrecht, vorgeworfen.

      Wie schon gesagt, über den Begriff „vegane Tierrechtler“ hätte vermutlich keine Diskussion stattgefunden. Es wäre zwar eine Tautologie, aber die erklärt auch die Ursache der Verärgerung:
      Nahezu jeder (radikale) Tierrechtler ist ein Veganer, aber nicht jeder Veganer ist ein Tierrechtler und lehnt die Landwirtschaft ab.

      Pauschale Sippenhaft aller Veganer hat eben mit Respekt nichts zu tun.

      Das war nun die zweite grobe Unachtsamkeit (nach den „richtigen“ Bauern“), die eben nicht zu Dialog führt, sondern zu Distanzierung.

      1. Es wirkt ohnehin grotesk, Mädchen und junge Frauen, die sich aus Empathiereflexen für einen veganen Lebensstil entschieden haben und nun teils auf zugespitzte aber völlig legale Weise demonstrieren, als Extremisten abzustempeln.

  9. ach und noch eines muss ich los werden zu
    „unrealistische, nutztierlose Visionen predigen“

    Meines Wissens besteht die kalorische Haupternährung der Weltbevölkerung aus 2 Kulturen: Weizen und Reis und nicht aus Fleisch oder Milch und wen wunderts: geschätzt 90% auf denen dieser Reis und Weizen wächst hat mit Tierhaltung nix zu tun.

    Da rate ich, ab und zu erstmal zu einem neutralen Blick mit Abstand, anstatt immer nur ins eigenen Gülleloch zu starren.

    Das soll keine Rcchtfertigung für Tierrechtler sein, deren Standpunkt sich als Mensch über das (Nutz-)Tier zu erheben und es abschaffen zu wollen ich als spezieszitisch ablehne. Nutztiere haben das Recht auf dieser Welt zu leben und haben eine grosse ökologische Funktion, besonders auf Dauergrünland. Daraus wiederum schliesst nicht, daß ich die derzeit übliche Nutztierhaltung richtig finde.

    1. Mit mir sind sich ganz viele Veganer einig : wenn die derzeitig übliche Nutztierhaltung nicht so dermaßen nach Veränderung schreit, die Ausbeutung der Tiere nicht so offensichtlich falsch ist, das Gros der konventionellen Landwirtschaft einfach falsche Wege geht ( ja, ich bin fachfremd, erlaube mir trotzdem, was zu sagen ) wären wir wahrscheinlich nicht vegan geworden.Und zu veganen Fertigprodukten : Wird von uns nicht viel gekauft, wir kochen selber, und das gut, reichhaltiger und abwechslungsreicher als vorher. Wenn das Zeug nicht so gekauft wird heißt das nicht, es werden die Veganer weniger. Wir wollen der Industrie auch nicht die Taschen füllen, blos weil die wieder Kohle wittern.

      1. Es werden noch erhebliche Anstrengungen nötig sein, um einen Landwirt in den „Veredelungsregionen“ davon zu überzeugen ,daß auch mit der Pflanzenproduktion ein auskömmliches Familieneinkommen zu erzielen ist und das kein Rückschritt in eine Museumslandwirtschaft ist.

      1. Ich habe an dieser Stelle einen Kommentar gelöscht. Ich dulde hier keine Nebenkriegsschauplätze in denen mit persönlichen Angriffen uralte schmutzige Wäsche gewaschen wird. Für den Urheber, der es nicht sein lassen kann: letzte Verwarung, dann spreche ich meine erste Nutzersperre für dieses Blog aus.

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