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Umkämpfte Felder und Wiesen:

Die Natur schützen oder Lebensmittel produzieren?

Ich bin am kommenden Montag, 25. November in Berlin und freue mich, bei folgender Veranstaltung dabei sein zu dürfen:

Presseeinladung

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Politiker halten Bande hoch

Was haben die Grünen jemals für die Bauern getan?

Im Anschluss an die größte Bauern-Demonstration im Nachkriegs-Deutschland ist Anton Hofreiter vergangenen Dienstag vor die Kamera getreten. Grund: Der Grünen-Fraktionsvorsitzende bietet den Landwirten den Dialog an.

„Eine vernünftige Agrarpolitik, die Klima und Umwelt schützt, kann nur mit den Bauern, nicht gegen die Bauern passieren“,

so Hofreiter.

Porträtphoto des Grünen-Politikers Anton Hofreiter
Ist das Dialogangebot ernst gemeint?

Bloß: Können Deutschlands Landwirte dieses Angebot ernst nehmen?

Buhmann grüner Agrarpolitik

Denn dass die Bauern am 22. Oktober landesweit auf die Straße gegangen sind, hat auch damit zu tun, dass Hofreiter bzw. seine Partei die konventionell wirtschaftenden Landwirte seit Jahr und Tag an den Pranger stellen. Sie haben das schwarz-weiß in der öffentlichen Debatte befeuert, so dass die Öffentlichkeit heute beispielsweise glaubt, Deutschlands Landwirte vergiften ihre Landsleute mit „Ackergift“. Dabei sind es PflanzenSCHUTZmittel, die übrigens auch Biolandwirte einsetzen – aus denselben Gründen wie ihre konventionell wirtschaftenden Kollegen: Sie schützen ihre Pflanzen vor Krankheiten und Schädlingen und gewährleisten Ertragssicherheit (wo viele Grüne gerne blanke Profitgier unterstellen!).

Aber dass auch Bio-Landwirte Pestizide einsetzen, diese zentrale Info halten Hofreiter und seine Kollegen in der Öffentlichkeit wohlweislich zurück. Was im Einzelnen in der Bio-Landwirtschaft zum Einsatz kommt, kann hier nachgelesen werden: „Mythenjagd (1): Bio bedeutet ungespritzt“. Dabei gilt hüben wie drüben: Seit Paracelsus macht unverändert die Dosis das Gift.

Erinnern Sie sich an Ihre Nitrat-Rants, Herr Hofreiter? Sie sprachen von „Güllefluten“ und der „Überdüngung unserer Gewässer“, kündigten an, die Trinkwasserpreise würden steigen aufgrund der „zunehmenden Verunreinigung des Grundwassers durch Nitrate der Agrarindustrie“. Ohne es mit Fakten sonderlich ernst zu nehmen, wie hier nachzulesen ist.

Dass jetzt peu à peu an den Tag kommt, dass sich für Nitrate und Stickstoffe noch ganz andere zu verantworten haben – ich glaube nicht, dass nach der Hetze der vergangenen Jahre auch nur ein einziger Landwirt sich in diesem Land vorstellen kann, dass die Grünen dem nachgehen, geschweige denn in ihre Überlegungen bzw. Kampagnen einbeziehen werden. Oder haben Sie, Herr Hofreiter, bzw. Ihre Kollegen auch nur in einem einzigen Ihrer Rants gegen die Agrarindustrie beim Thema Nitrat das Wort „Belastungsmessnetz“ erwähnt? Hart in der Sache PLUS Fairness, Redlichkeit und Respekt war bis dato Ihrer aller Sache nicht.

Fakten für eine zukunftsfähige Landwirtschaft

Was wir, Landwirte, Gesellschaft und Politik, brauchen für eine zukunftsfähige, nachhaltige Landwirtschaft, sind Fakten als Diskussions- und Entscheidungsgrundlagen. Und keine ideologisch verbrämten Agrarwende-Visionen, für die Sie und Ihre Kollegen sich die Argumente brachial zurechtbiegen.

Nach allem, was gewesen ist, kann ich mir schwerlich vorstellen, dass die Landwirte viel von Ihnen oder Ihren Kollegen zu erwarten haben. So gut wie jegliche Kommunikation rund um die konventionelle Landwirtschaft war feindseliger Natur. Hinzu kommt, dass viele Bauern in den vergangenen Jahren versucht haben, bei Facebook mit Ihnen oder Ihren Kollegen in ein Gespräch zu treten. Die meisten, so wie Sie auch, haben den Dialog verweigert.

Fazit:

Persönlich würde ich Ihr Angebot als ein den eindrucksvollen Bildern der Demonstration geschuldeten Kurzschluss betrachten. ABER: Vielleicht sehen die Landwirte das anders? Es bleibt spannend!

Wenn ich Sie im Folgenden daran erinnern darf, was Sie und Ihre Kollegen an wertvollem Porzellan kaputt geschlagen gehaben – und wie unfassbar rabiat?

Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt im Bundestag, 11. September 2019

„Bauern zerstören die Landschaft | Bauern vernichten die Arten | Bauern verseuchen das Wasser“

Wer Ihr seid!

Wie Ihr seid! Teil 1: Harald Ebner
Wie Ihr seid! Teil 2: Partei, Fraktion und grüne Europagruppe

Grüne geistige Brandstiftung – oder wenn die moralische Feuerwehr zum Feuerteufel wird. Eine Analyse.

Teil 1 – Einleitung
Teil 2 – Massentierhaltung
Teil 3 – Antibiotika
Teil 4 – Glyphosat
Teil 5 – Glyphosat: Gift in den Händen der Abgeordneten Harald Ebner MDB, Martin Häusling MEP, Sven Giegold MEP und Maria Heubuch MEP
Teil 6 – Nitrat: Gülleschwemme? Oder ist alles ganz anders, als es aussieht?

Grüne-Politiker halten No Hate Speech-Bande hoch
„Sprache schafft Welt und Wirklichkeit“. Robert Habeck : „Genverseucht, Gendreck, Merkelgift (Anm.: gemeint ist Glyphosat), Frankensteinpflanze, Feldbefreiung, genmanipuliert, chemieverseucht, Chemiebauer, Agrarmafia, Genpflanze, Horrorsaat, Monsterpflanze, genkontaminiert…“ Ludger Weß zitiert aus grünen Pressemitteilungen | Ackergift, Brunnenvergiftung, Gülleschwemme, Gülleflut …. kleiner Auszug aus meiner Analyse grüner Kommunikation

Der große Bauernprotest

Zehntausende Landwirte folgen dem Aufruf der Bewegung „Land schafft Verbindung“

Viele freundliche Reaktionen aus der Bevölkerung, tausende Schlepper in Städten

Ich glaube, den 22. Oktober 2019 werden sehr viele Bauern (und hoffentlich auch Bürger) nicht so schnell vergessen. Ich kann mich an keine größere Bauern-Demonstration in Deutschland erinnern. Das war heute eine der größten, wenn nicht die größte Bauerndemo überhaupt seit dem zweiten Weltkrieg!

Friedlich und positive Reaktionen aus der Bevölkerung

Und das allerbeste: Sie verlief sehr friedlich! Aber nicht nur das: Trotz des riesigen Verkehrschaos das in weiten Teilen der Republik entstand, ernteten die demonstrierenden Bauern weit überwiegend Verständnis und teils auch Dank.
Charme hatte auf jeden Fall auch die vielen Kartoffelsäckchen, Äpfel und anderes Gemüse, die die Landwirte in den Städten den betroffenen Verkehrsteilnehmern und Anwohnern schenkten.

Reaktionen aus der Politik

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G20 und Bauernprotest?

Mich erschüttern die Krawalle und Gewaltszenen aus Hamburg, die auf allen Kanälen (TV und Social Media) zu sehen sind. Ich persönlich verstehe nicht, aus welchem Grund man Gegen dieses G20-Treffen sein kann. Ich finde es sehr gut und wichtig, dass die wichtigsten Staatenlenker sich treffen und miteinander reden. Die direkte Kommunikation kann viele Missverständnisse vermeiden und ist in meinen Augen trotz aller modernen Kommunikationskanäle unverzichtbar.

Bei der medialen Verfolgung dieses Großereignisses ist mir auch der alternative Gipfel im Vorfeld von G20 aufgefallen. Mein erster Gedanke war, dass die Schnittmenge  der Teilnehmer dieser kritischen Veranstaltung und der „Wir haben es satt„-Demonstration in Berlin zur Grünen Woche recht groß sei. Doch nach genauerem Hingucken stellte ich fest, dass es nur eine kleinere Teilmenge ist. Kirchliche Organisationen sind (Gott sei Dank!) offiziell wohl nicht dabei, obwohl ich deren Banner und Transparente in den TV-Nachrichten entdecken konnte.

Offiziell in der Anti-G20-Liga sind im wesentlichen linke und linksradikale Gruppen und die AbL. OK denke ich, soll mir egal sein, die AbL steht eh nur für einen kleinen Teil der Landwirte und ich bin nicht Mitglied, sollen sie ihre Kritik dort doch anbringen. Ist ihr Gutes recht und ist auch so völlig in Ordnung.

mittendrin statt nur dabei

Neben der AbL sind u.a. auch attac, die vom Verfassungsschutz beobachtete Interventionistische Linke, die Heinrich Böll Stiftung, BUND und die Agrar Koordination unter den G20-Protestgruppen dabei.

Was aber nicht in Ordnung ist, ist die PM und die darin fehlende Distanzierung von Gewalt, die der Verein veröffentlicht hat: G20 und Bauernprotest? weiterlesen

Grün ist die Farbe der Ignoranz

Heute ist der Grünlandtag der GRÜNEN in Leer und die beiden Minister haben die Einladung unsere Flächen zu begutachten abgelehnt.

Grünlandtag –
ohne einen Quadratmeter Grünland zu betreten!

Der LHV (Landvolk in Ostfriesland) hat deshalb heute Abend schon seine Aktionen zur Veranstaltung der GRÜNEN gestartet!


Grün war früher die Farbe der Hoffnung – heute ist sie die Farbe der IGNORANZ!
Alleine an dieser Aktion wird einmal wieder deutlich: in der Not halten wir, Bauern, zusammen.

LeFloid zu den „Bauernprotesten“

Der speziell bei Jugendlichen populäre YouTuber LeFloid geht in seinem neuesten News-V-Log auch auf die bundesweite Aktion es Deutschen Bauernverbandes (DBV) ein. Ab Minute 5:53 wird es aus landwirtschaftlicher Sicht interessant:

Ich muss zugeben, dass ich selber im Vorfeld skeptisch war, ob diese Aktion des DBV wirklich funktioniert. Aber im Nachhinein bin ich froh, dass es geklappt hat. Viele tausend Bauern, Bäuerinnen und Landfrauen haben an über 100 Orten deutschlandweit mit ihren Aktionen und Informationsangeboten für ein positives Medienecho gesorgt. Das hat es in der Vergangenheit sehr selten gegeben und sollte sicherlich in Zukunft weiterentwickelt und fortgeführt werden. LeFloid zu den „Bauernprotesten“ weiterlesen