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Schweinerei in Hoisdorf

polemik_hoisdorf_editIn Hoisdorf, Schleswig-Holstein, möchte ein Landwirt einen Schweinemaststall errichten. 1460 Plätze. Es folgt, was in letzter Zeit scheinbar unausweichlich ist: Es formiert sich eine Bürgerinitiative (Keine Schweinereien in Hoisdorf). So weit so gut, denke ich aus dem räumlich entfernten Emsland, mit sachlicher Aufklärungsarbeit ließen sich doch sicher im Raum stehende Bedenken und Ängste beseitigen.

Sachargumente haben keine Chance

Doch weit gefehlt! Die Positionen verhärten sich. Bürgerversammlungen (hier der Aufruf) geraten zum Showdown, in denen Sachargumente keine Chance haben. Im Gegenteil: auch die Politik bzw. die Opposition (und in dieser befindet sich die örtliche CDU) spielt sich zum Anwalt der Stallgegner auf.
Gestern wurde die nächste Stufe der Eskalation gezündet: Eine Morddrohung gegen den Sohn des bauwilligen Landwirts!

Eine Morddrohung! Wie konnte es so weit kommen?

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Landwirte unter Generalverdacht

Spelle (VEL). Stoppt den Generalverdacht gegenüber Landwirten – das forderten die rund 150 Teilnehmer des Agrar-Forums in Spelle von Politik und Gesellschaft. Hintergrund sind die immer schärfer werdenden Auflagen, die gerade landwirtschaftliche Familienbetriebe vor immer größere Herausforderungen stellen. Organisiert wurde das Forum von den landwirtschaftlichen Ortsvereinen Lünne, Schapen und Spelle.

Rund 150 Teilnehmer diskutierten über steigende Auflagen in der Landwirtschaft. (c) Knoll, VEL
Rund 150 Teilnehmer diskutierten über steigende Auflagen in der Landwirtschaft. (c) Knoll, VEL

Norbert Meyerdirks, Vorsitzender des Ortsvereins Spelle, verdeutlichte die hohe Wirtschaftskraft der Landwirtschaft: Obwohl 40 % der Arbeitsplätze in der Region direkt oder indirekt an der Landwirtschaft hängen, sieht sich die Branche einer immer schärferen Kritik ausgesetzt. Und obwohl Deutschland die höchsten Tierschutzstandards von allen großen Agrarnationen weltweit hat, stehe gerade die moderne Tierhaltung mehr denn je im Fokus.

Wünschen sich mehr Wertschätzung für die moderne Landwirtschaft: Norbert Meyerdirks, Bernard Krone, Christina Schulze-Föcking, Gerhard Wintering und Hermann Hermeling (v.l.n.r.).  (c) Knoll, VEL
Wünschen sich mehr Wertschätzung für die moderne Landwirtschaft: Norbert Meyerdirks, Bernard Krone, Christina Schulze-Föcking, Gerhard Wintering und Hermann Hermeling (v.l.n.r.). (c) Knoll, VEL

Christina Schulze-Föcking, Landtagsmitglied der CDU in Nordrhein-Westfalen, ist enttäuscht von dem Bild, das Politik und Medien über die moderne Landwirtschaft zeichnen. Landwirtschaftliche Betriebe seien alles andere als Fabriken. Im Gegenteil: Landwirte leisten auf ihren Höfen mehr als einen „acht Stunden Job“. In politischen Debatten vermisst sie das richtige Augenmaß: „Das Verhältnis Mensch-Tier passt nicht mehr“, so die gelernte Landwirtin. Landwirtschaft sei kein Hobby, sondern müsse ein angemessenes Einkommen ermöglichen. Bevor jedoch neue Auflagen geschaffen werden, müsse die Machbarkeit geprüft werden. Ansonsten würden immer mehr Betriebe auf der Strecke bleiben. Landwirte unter Generalverdacht weiterlesen

Meine persönliche Wahlprognose

Ich bin jetzt mal so mutig und male mir aus, wie die deutsche Bevölkerung morgen abstimmen wird:

CDU/CSU: sie werden die 40% nicht halten können. Einige Umfragen sahen die Union ja bereits so stark. Für mich liegt sie aber knapp darunter, aber wird deutlich stärkste Partei. Dass Merkel weiter Kanzlerin bleibt, ist hoch wahrscheinlich. 39%

SPD: Steinbrück ist für mich ein guter Kanzlerkandidat. Er hätte mit seiner Politik viel mehr Stimmen im bürgerlichen Lager einwerben können, müsste er nicht gleichzeitig auch für die Rot-Grüne Koalition werben. Dadurch entsteht ein unstimmiges Bild, das ihm auch viele Arbeiter nicht abnehmen werden. Aber der wackere Wahlkampf wird mit 28,5% belohnt werden.

LINKE: Sie sind im Osten eine Volkspartei und im Westen immer mehr Splitterpartei. SPD und Grüne halten sie für nicht regierungsfähig. Deshalb ist eine Regierungsbeteiligung der Linken unwahrscheinlich. Die Versprechungen aus der Totalopposition heraus werden 9,5% der Wähler anlocken.

Bündnis90/Die Grünen: Befinden sich seit der durch Merkel im Alleingang vollzogenen Energiewende im Sinkflug. Angekündigte Steuererhöhungen und die Veggie-Day-Diskussionen konnten diesen Trend nicht aufhalten. Auch die Pädophilie-Debatte dürfte einige potentielle Wähler abschrecken. Letztlich wird sich nun die harte Stammwählerschaft herauskristallisieren, so dass 8,5% der Stimmen übrig bleiben.

FDP: Ist für viele überflüssig. Trotzdem werden sie wohl wieder in den Bundestag einziehen, weil einige Strategen ihr die Stimme „leihen“ werden, damit die FDP nicht an der 5%-Hürde zerschellt und die Schwarz-Gelbe-Koalition fortgeführt werden kann. 6% der Zweitstimmen für die FDP.

AfD: Ist gegen den Euro und Europa. Und das könnte tatsächlich ausreichen, um in den Bundestag einzuziehen. Ich befürchte, dass uns morgen um 18 Uhr ein Krimi beschert wird, in dem die Afd nah an der 5%-Hürde dran ist. Potentielle Protestwähler können grausam sein und deshalb traue ich der AfD 5,1% zu.

NPD: Da hoffe ich, dass sie in die absolute Unbedeutsamkeit hinabstürzen und man sich ein Verbotsverfahren sparen kann!

So und nun mein Tortendiagramm:

Buggys Wahlprognose (Stimmenverteilung in %)
Buggys Wahlprognose (Stimmenverteilung in %)

Dieses Wahlergebnis führte dann zu folgender Sitzverteilung:

Die Sitzverteilung in %
Die Sitzverteilung in %

Das wäre ein Wahlergebnis, dass zu sehr vielen Diskussionen einladen wird. Letztlich wird es nur eine stabile Variante geben: die Große Koalition

Ich bin gespannt wie es wirklich ausgehen wird. Aber wichtig ist vor allem eines: Wählen zu gehen! Eine hohe Wahlbeteiligung würde mich sehr freuen!

Wählen gehen! (c) Klaus Suttmann www.politik-kommunikation.de
Wählen gehen!
(c) Klaus Suttmann www.politik-kommunikation.de

 

 

Agrar-Wahl-Check

Agrar-Wahl-Check wird bereit gestellt vom Bauernverband (c) bauernverband.de
Agrar-Wahl-Check wird bereit gestellt vom Bauernverband (c) bauernverband.de

Der interessierten Leserschaft dieses kleinen Blogs dürfte es nicht entgangen sein: Morgen sind die Bundestagswahlen.

Vielen ist der Wahl-o-Mat bereits bekannt. Ähnliches hat der Deutsche Bauernverband auf seinen Internetseiten eingerichtet- einen Agrar-Wahl-Check.

Ich finde diesen sehr interessant. Besonders für noch unentschlossene Wähler, denen die Landwirtschaftspolitik wichtig ist, kann dieser Check bei der Entscheidungshilfe behilflich sein.