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„Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen!“

„Ich bin empört!“

Der FDP-Kreistagsabgeordnete aus dem Rheiderland, Arnold Venema, hat die Entwicklungen im Rheiderland in den letzten Jahren aufmerksam verfolgt. Dabei fallen ihm u.a. zahlreiche Baumaßnahmen auf:

  • Bau des Emssperrwerks
  • Erstellung von Betriebsgelände für die Energiebetreiber
  • Masterplan Ems 2050 – im wesentlichen ein Vertrag zwischen Naturschutzverbänden und der Meyer-Werft –
  • schließlich die Genehmigung eines Maststalles.

„Mir geht es nicht um einzelne Projekte, mir geht es um den „roten Faden“, der sich durch alle Verfahren hindurch zieht, mir geht es um das Grundsätzliche.“ betont Venema.

Arnold Venema
Arnold Venema

Sämtliche große Bauvorhaben wurden von den Umweltschützern kritisch begleitet.
Das sei völlig in Ordnung. Für Empörung bei Arnold Venema sorgt allerdings, dass bei allen Planungen lange Einspruchslisten vorgelegt wurden bis hin zur Androhung einer Klage, von denen bei finanzkräftigen Investoren am Ende nichts übrig geblieben ist.

Wie ist so etwas möglich?

Allgemein bekannt ist, dass Umweltverbände ihre Klage gegen das Emssperrwerk zurückgezogen haben gegen eine Zahlung von damals DM 10.000.000- eine stolze Summe.

Kavernenbauer bekennen öffentlich, dass sie 87 ha mehr Kompensationsflächen angelegt haben als Ausgleichsmaßnahme zur Beruhigung der Umweltverbände.
Die Meyer-Werft unterschreibt gerne einen Vertrag, mit dem sogar 700 ha zusätzlich unter Naturschutz gestellt werden. Und ein einzelner, kleiner Unternehmer? Er hat nicht die geringste Chance, außergerichtlich zu einer derartigen Vereinbarung mit den Umweltverbänden zu kommen und unterliegt.

Der Triumph einiger Politiker und Umweltschützer ist grenzenlos und beschämend. Eine Vertreterin des Nabu schlägt sogar vor, einen Managementplan für die Landwirtschaft zu erstellen, damit die Landwirte ein Konzept an der Hand haben, wie sie wirtschaften sollen.

„Das ist der Einstieg zum Ausstieg für die seit Generationen im Rheiderland erfolgreich betriebene Landwirtschaft.“ ärgert sich Arnold Venema.

Lebt die Landwirtschaft in Zukunft von dem Wohlwollen der Umweltverbände?
Welche anderen Wirtschaftsbereiche sollen noch von Umweltschützern kontrolliert werden?

Umweltschutz gibt´s nur MIT UNS !

Morgen in Bayern (oder muss ich besser Schwaben schreiben?):

umweltschutz_nur_mit_uns_bayern
Große Demonstration zur Umweltministerkonferenz am 12. November in Augsburg.

Gerade im Umwelt- und Naturschutz drohen für die bayerischen Betriebe teils unüberwindliche Hürden aufgestellt zu werden – ohne jeden Sinn und Gespür für die Familien, die von ihrer Arbeit auf dem Hof und auf den Feldern leben wollen und müssen.

Bei der Kundgebung in der Augsburger Innenstadt sprechen unter anderem auch der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl und DBV-Präsident Joachim Rukwied.

Los geht’s ab 10 Uhr auf dem Königsplatz. Aus ganz Bayern kommen Busse nach Augsburg.

1000 Bauern, 100 Themen, eine klare Botschaft: Umweltschutz gibt’s nur MIT UNS!

Weitere Infos an den regionalen BBV-Geschäftsstellen: http://www.bayerischerbauernverband.de/geschaeftsstellen

Der NABU und das böse Glyphosat

Nein- ich erzähle hier kein Märchen.
Die folgende Geschichte ist zwar durch und durch unlogisch, aber tatsächlich wahr. Dem Waldbesitzer und Holzkaufmann Ralph Lorenz (*) aus dem Rhein-Sieg-Kreis fiel diese Unlogik auf und schreibt auf Facebook:

Der NABU und seine Logik:

Glyphosate in der Landwirtschaft sind schlecht.
Roundup ist ein ‪#‎Glyphosat‬ und wenn das der NABU verwendet, ist das empfehlenswert.

Glyphosat ist empfehlenswert, weil schwere körperliche Arbeit vermieden wird.
Glyphosat ist empfehlenswert, weil schwere körperliche Arbeit vermieden wird.

Der Bauernverband Schleswig-Holstein nimmt die Vorlage auf und stellt fest:

Der Nabu warnt: Glyphosat schadet „Mensch und Natur erheblich“. Ein Verkauf des Mittels an Privatpersonen für Haus- und Kleingärten sei nicht zu verantworten. Weiter: „Aus Sicht des NABU ist eine umfassende Neubewertung der Risiken überfällig.“ Was der Nabu damit wohl meint? Sobald er Roundup einsetzt, mutiert das Mittel zu einem Naturschutzinstrument? Arroganz hat einen Namen…

Diese unglaubliche Selbstherrlichkeit des NABU in Sachen Glyphosat griff heute auch top agrar online auf. Alfons Deter vom Internetportal schreibt:

top agrar meint: Die aktuelle Fall zeigt genau das Problem: Tier- und Naturschützer sind immer ganz vorne dabei, wenn es um Forderungen nach Verboten und schärferen Regeln geht. Nur sie sind fachfremd und beschäftigen sich nicht intensiv mit der Praxis. Stehen sie dann in Eigenverantwortung vor denselben Problemen wie Landwirte, sind die eben noch beschimpften Praktiken plötzlich erlaubt.

Die Mitglieder der Vereine und biologischen Stationen treten dabei vor Ort meist selbstbewusst auf, fühlen sie sich doch als staatlich Beauftragte. Sie seien die Experten, der gewöhnliche Landwirt mit Ausbildung habe ja keine Ahnung und nur das Gewinnstreben vor Augen. Interessant wäre hier mal eine Kontrolle des Sachkundenachweises…

Der NABU hat heute reagiert und die Aussagen zum Glyphosat-Einsatz auf dessen Homepage  ergänzt:nabu_sh_glyphosat_krebs

Hier noch einmal die Links zu den entsprechenden Seiten des NABU:
–> Empfehlen:
https://schleswig-holstein.nabu.de/…/…/management/03415.html
–> Verbieten:
https://www.nabu.de/news/2012/14613.html

[die Snapshots stellte mir freundlicher Weise Ralph Lorenz zur Verfügung]


(*) Ralph Lorenz, Naturbewirtschafter in dritter Generation ist Waldbesitzer und Holzkaufmann, der aus eigener Praxis die Missstände in der Holz und Forstwirtschaft hautnah miterlebt. Sein Vater hatte in den Nachkriegsjahren einen Landwirtschaftlichen Betrieb im Rhein-Sieg Kreis und der Großvater war Viehzuchtmeister und Leiter eines Gutshofes in Pommern.

Lorenz prangert Wettbewerbseinschränkende Maßnahmen des Staates an und die Ungleichbehandlung zwischen Naturbewirtschaftern auf der einen Seite und Naturschutzverbänden, staatlicher Einrichtungen und geschaffener Institutionen auf der anderen Seite.

Die gute fachliche Praxis bleibt dabei auf der Strecke. Sein politisches Engagement, Dinge zum Positiven zu verändern, ist ein langwieriger und müssiger Weg und daraus geboren ist seine Vortragsreihe „Schützen wir die Natur kaputt? Ist die Nachhaltigkeit in Gefahr?

Inhalt des Vortrages ist

  • der Stellenwert der Land- und Forstwirtschaft früher und heute
  • Wie durch eine Überbürokratisierung die Handlungsfreiheit des Einzelnen eingeschränkt wird
  • Wie zunächst gut gemeintes, nämlich „Natur zu schützen“ durch Projekte und subventionierte Maßnahmen zur Naturzerstörung entwickeln
  • Praxisbeispiele mit Aufschrei Charakter
  • Handlungsanregungen für eine Öffentlichkeitsarbeit vor Ort
  • Lösungskonzepte