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Nein, Sie leben nicht vegan, Herr Ulrich!

Screenshot Zeit Online
Da steckt immer Schwein drin. #isso

Bernd Ulrich, stellvertretender Chefredakteur der Zeit, is(s)t seit einem Jahr vegan. Sein privates Jubiläum hat er kürzlich öffentlich gemacht: „Wie es ist, Tiere nicht mehr zu benutzen“. Die Leserschaft des ZEITmagazins (32/2018) durfte Einblick nehmen in sein neues Leben; die Wandlung hatte es gar zur Titelgeschichte geschafft. All dies in völliger Unkenntnis der Tatsache, dass der Veganismus eine Mission Impossible ist. Außerdem ist er unethisch. Aber dazu später.

Am 1. August wandte sich Ulrich mit folgendem Tweet an die Öffentlichkeit:

Screenshot Tweet
Schont Ulrich seine fleischessende Leserschaft? (https://twitter.com/berndulrich/status/1024578952877297664?lang=de, 01.08.18)

Schonende Bemeinung? Eine gewagte Bitte. Immerhin ist der Journalist nach nur einem Jahr Veganismus bereits auf einem recht hohen Moralross unterwegs ist. Von dort teilt er kräftig aus, wie die beiden Tweets zeigen:

Zwei Tweets als Screenshot
Am 31. Juli 2018 lässt Ulrich die Welt wissen, dass Fleischesser moralische Imperialisten sind (https://twitter.com/berndulrich/status/1024360543942049792).

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Bilder können täuschen

Es gibt sehr viele (nächtliche) Stalleinbruchvideos, die von Tierrechtsorganisationen erstellt worden sind und gerne auch von verschiedenen Medien gesendet und verbreitet werden.

In jedem dieser Videos soll suggeriert werden, dass die gezeigten Missstände die Bedingungen im gesamten Stall, dem gesamten Betrieb und gerne auch in der gesamten Branche vorherrschen.

Ich habe jetzt ein Video von der Gruppe (oder Organisation?) „Echte Tierfreunde“ bei YouTube entdeckt, dass zeigt, wie man mit Bildern und erst Recht mit geschickt musikalisch unterlegten und wenig belichteten Videos ein falscher Eindruck erweckt werden kann:

Anmerkung: Bilder können täuschen weiterlesen

Machbarkeitsstudie zum Schwanzbeissen bei Schweinen

In folgendem Video bzw. Telefonat mit Thomas Wengenroth von stallbesuch.de berichtet Prof. Dr. Blaha (Tierärztlichen Hochschule Hannover) von einer Studie zum Schwanzbeissen bei Schweinen.
Die Versuche bei verschiedenen Betrieben waren nicht erfolgreich, aus diesem Grund bezieht Professor Blaha deutlich Position und empfiehlt dem niedersächsischem Landwirtschaftminister, auf ein generelles Verbot für das Schwanzkupieren zu verzichten. Das von Minister Meyer angedachte Geld für die sogenannte Ringelschwanzprämie solle besser für die Forschung und das „Training“ auf den jeweiligen Betrieben eingesetzt werden.



Endlich bezieht ein Wissenschaftler einmal deutlich Stellung! Als Landwirt und Tierhalter fühlt man sich in seiner Argumentation manchmal ganz schön alleine gelassen gegen die vielen Akteure, die gerne gemäß ihren ideologischen Wunschvorstellungen entscheiden wollten.

Kinderbuch soll moderne Tierhaltung zeigen

bauernhstattopferDie Interessengemeinschaft der Schweinehalter in Deutschland (ISN) hat vor einiger Zeit die Internetplattform „Bauernhöfe statt Bauernopfer“ ins Leben gerufen.
Ziel ist es, nicht mehr nur einfach Opfer einer negativen medialen Darstellung zu sein, sondern als Landwirt und speziell als Schweinehalter in die Offensive zu gehen und Werbung und Öffentlichkeitsarbeit zu machen. Und das kostet leider auch Geld – aber auch Ideen.

Hier werden also Ideen und Geld von Unterstützern zusammengebracht und verschiedene Projekte vorgestellt, finanziert und angestoßen.

(c) Bauernhöfe statt Bauernopfer
(c) Bauernhöfe statt Bauernopfer

Aktuell gibt es das Projekt „Kinderbuch zeigt moderne Tierhaltung„, das bisher bereits zu 63% finanziert ist. Ich selber habe auch einen Anteil gezeichnet (total unkompliziert!) und würde mich freuen, wenn die neue, komplett überarbeitete Auflage des Kinderbuches tatsächlich auf den Markt käme.

Vielleicht gibt es ja in meiner Leserschaft weitere der Landwirtschaft wohlwollend gegenüber stehende Mitbürger, die sich an diesem vorbildlichem Projekt beteiligen wollen?