Agrarblogger Bernhard Barkmann vor der Tür des Bullenstalles, die mit einem großen Regenbogen verziert ist

Bilder können täuschen

Es gibt sehr viele (nächtliche) Stalleinbruchvideos, die von Tierrechtsorganisationen erstellt worden sind und gerne auch von verschiedenen Medien gesendet und verbreitet werden.

In jedem dieser Videos soll suggeriert werden, dass die gezeigten Missstände die Bedingungen im gesamten Stall, dem gesamten Betrieb und gerne auch in der gesamten Branche vorherrschen.

Ich habe jetzt ein Video von der Gruppe (oder Organisation?) „Echte Tierfreunde“ bei YouTube entdeckt, dass zeigt, wie man mit Bildern und erst Recht mit geschickt musikalisch unterlegten und wenig belichteten Videos ein falscher Eindruck erweckt werden kann:

Anmerkung:

Ich möchte hier gar nicht sagen, dass alles „Friede, Freude, Eierkuchen“ ist in der deutschen Nutztierhaltung. Es wird (auch auf meinem Hof) immer wieder zu Szenen kommen, die man nicht gefilmt haben möchte. Kranke oder gar verendete Schweine geben kein schönes Bild ab.
Aber solche Bilder gehören zum Leben dazu und lassen sich nie zu 100% verhindern. Wir Landwirte müssen ständig dem Bürger deutlich machen, dass wir bestrebt sind, möglichst nah an diese 100% zu kommen. Dazu ist es nötig, möglichst vielen Bürgern die eigene Arbeit zu erklären und die Stalltüren zu öffnen.

Wenn Kritiker nun fälschlicherweise glauben, dass in der freien Natur alles gut ist, möchte ich nur entgegnen, dass auch hier regelmäßig „schreckliche“ Szenen zu beobachten sind. Ich denke da gerade an der Hofkatze, die stundenlang mit einer Maus, mit einem Singvogel spielt bevor das Tier verspeist wird.

Snapshot bei YouTube (Klick zur Quelle)

 

Bernhard Barkmann

Landwirt und Blogger aus dem Emsland

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