Glyphosat: Desinformationskampagne ist gefährliche geistige Brandstiftung

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt erhält Morddrohungen- Höhepunkt und das Resultat einer jahrelangen Desinformationskampagne vieler NGOs und Politiker. Ich finde auch die Medienlandschaft sollte sich mal Gedanken machen, in wie weit sie auch zu dieser Eskalation beigetragen haben!

Empört Euch!

Es wird Zeit, sich darüber zu empören wie es beispielhaft Nadine Henke auf ihrer Facebookseite „Brokser Sauen“ gemacht hat!
Morddrohungen gegen Schmidt! Seid ihr stolz darauf, Grennpeace, Grüne und Campact?
Auch Wissenschaftler waren in der Vergangenheit Bedrohungen ausgesetzt, Forschungseinrichtungen wurden in Brand gesetzt. Wann wachen wir endlich auf?

geistige Brandstiftung durch Angstkampagnen und Öko-Populismus

Das ist geistige Brandstiftung, die da stattgefunden hat.
Lesenswert folgender Blogpost aus dem letzten Jahr:

13 Gedanken zu „Glyphosat: Desinformationskampagne ist gefährliche geistige Brandstiftung

  1. Die Glyphosatskandalisierung ist wirklich erschreckend. Ich war erstaunt, wer plötzlich auf Facebook seltsame Sachen teilte, die denen der Homöopathen- und Impfgegner-Fraktion in dunklen Internetecken nicht unähnlich waren.

    Aber die Fleischverkäufer, egal an welcher Position in der Handelskette, könnten sich auch mal fragen, welchen Anteil sie an der „Natürlichkeits-Ideologie“ haben, wenn sie so tun, als müssten sich Menschen „naturnah“ ernähren, mit reichlich Fleisch, damit sie bloß nicht auf „künstliches (= böses)“ Vitamin B 12 angewiesen sind. Oder wenn so getan wird, als funktioniere Ackerbau nicht ohne Tierhaltung – Fleischessen als soziales Gebot, damit man nicht all die Tiere wegwerfen muss, die für die Düngemittelherstellung gefüttert werden.

    Letztlich ist der Glyphosataufschrei nicht weniger infantil als die Ernährungsvorstellungen und -gewohnheiten der meisten Bürger. Dass die intensivierte Landnutzung, eine fleischfixierte Landwirtschaft, ein wesentlicher Grund des Biodiversitätsverlusts ist, werden die wenigsten erkennen, und Sie werden es Ihnen wohl auch nicht erzählen. Warnungen von Verbraucherzentralen vor Zusatzstoffen (künstlich!!!) in Fleischgeschmack imitierenden Convenienceprodukten und Medienberichte darüber werden hingegen gerne geteilt.

      1. Es ist schon naiv,zu glauben, mit marginalen Blühstreifen und Blumensamenverteilen in Fußgängerzonen, die Probleme in den Griff zu bekommen.

        Zu Glyphosat: Die Handelsprodukte bestehen nur aus einem kleinen Teil des Wirkstoffes Glyphosat. Der größte Teil des Handelsproduktes besteht aus vielen Zusatzstoffen ,die nur den Zweck haben diesen Wirkstoff in gesunden Pflanzenorganismus eindringen zu lassen. Wie bei allen anderen Pestiziden auch, sind diese Mittel nicht Gegenstand der Zulassung.
        Der Herr Hensel vom BfR trifft seine Bewertung aber nur für den Wirkstoff selbst.

        Wir fluten unseren Lebensraum bei allen Pestizideinsätzen mit einer Menge an Hormonblockern,Nervenblockern und Wirkstoffen ,die die allgemeine Immunabwehr und andere wichtige Steuerfunktionen ausschalten,damit diese Wirkstoffe (z.b. Glyphosat)in den Organismus erst eindringen können.
        Leider ist der Mensch auch nur ein Organismus.
        Nur der Berufsstand der Landwirte nimmt sich das Recht, die gefährlichsten Wirkstoffe weitgehend unkontrolliert ausgerechnet uber das extrem flüchtige Medium Wasser und Atemluft zu verbreiten .
        Und dabei wird immer die Immunabwehr und andere Steuerfunktionen aller Lebewesen geschädigt.

        1. Ich glaube, das BfR hat tatsächlich die Zusatzstoffe von Glyphosat-Präparaten als giftiger bezeichnet als der Hauptwirkstoff selber.
          Bei Wiederzulasungsverfahren des Wirkstoffes Glyphosat ging es um den Wirkstoff Glyophosat und nicht um chemischen Pflanzenschutz im Allgemeinen.
          Die Anwender von Pflanzenschutzmitteln benötigen eine Ausbildung und den Nachweis regelmäßiger Fortbildungen. Die Ausbringtechnik bedarf regelmäßiger Überprüfung und es fallen laufend Wirkstoffe weg, die tatsächlich problematisch sind (darum gibt es allerdings kein lautes Getöse).
          Von „weitgehend unkontrolliert“ kann also keine Rede sein.
          Glyphosat ist seit 40 Jahren im Einsatz und das am häufigsten untersuchte und geprüfte Pestizid aller Zeiten.
          Landwirte, egal ob konventionell oder bio, wollen ihre Pflanzen schützen und betreiben Pflanzenschutz.
          Viele Landwirte stellen sich der Diskussion und erklären gerne ihr Handeln.

          1. Ich glaube auch ,daß der Einzelwirkstoff Glyphosat zu den relativ harmlosen in den bäuerlichen Giftschränken gehört,gemessen an den was sonst noch üblich ist.
            Aber mit der totalen Blockadehaltung und Leugnung der Anwendungs und Zulassungsprobleme ,wurde endlich eine längst überfällige Pestiziddiskussion angeheizt.
            Und wenn nicht grundsätzliche Zugeständnisse folgen zum Pestizideinsatz im Allgemeinen, in Richtung einer Agrarwende ,dann wird es richtig brennen in der Landwirtschaft.
            Sie schätzen die ökologischen Auswirkungen,die nicht mehr aufzuhalten sind, völlig falsch ein.

        2. Gelesen im netz:
          Ich habe 5 Jahre als Obstgärtner gearbeitet.
          Ich denke, dass der Beitrag hier gut reinpasst um euch etwas die Augen zu öffnen, welche Gifte ihr tagtäglich zu euch nehmt und diese weitergebt an eure Kinder.
          Wie ihr wisst steht das Mittel Glyphosat stark im Fokus der Öffentlichkeit.
          Ich werde euch zeigen, dass Glyphosat nur eine Schneeflocke auf dem Eisberg ist.
          Die wenigstens wissen, wie oft z.B. ein konventioneller Apfel gespritzt wird.
          Ich liste auf nach Monaten:
          Januar: ist relative Spritzruhe, da die Bäume geschnitten werden.
          Februar: 2x Kupfer-spritzungen (funguran), erste vorbeugende Unkraut-spritzung ( kerb stomp und fusilade)
          März: 2x Kupfer-spritzungen
          April: 1x Unkraut (stomp glyphosat), 1-2 Spritzungen mit Schwefelkalt, 2-3 Spritzungen gegen den Apfelstecher (calypso), 1 Ausdünnungs-spritzung (hohe Stickstoff-Konzentrationen werden direkt in die Blüte gespritzt)
          Mai : (je nach Wetter) 2x Spritzung mit delan, 2x Spritzung mit score gegen Apfelschorf.
          Juni: 1x Unkraut (glyphosat), 3-4 Spritzungen mit delan, 3x spritzungen mit malvin, 1-2 Sprit. gegen Läuse und Milben (pirimor )
          Juli: 4x delan, 2x malvin, 1x score, 1x scala, 1x pirimor
          August: 5-6 delan, 1x malvin, 1x scala, 1x glyphosat gegen Unkraut.
          September:4x delan, 1x vision (gegen Lagerfäule), Ernte.
          Oktober: 1x vison, 1x glyphosat, 1x kupfer
          November: 1x kupfer
          Dezember:2x kupfer, 1x glyphosat oder kerb, mit stomp gegen unkraut.
          Das sind 46 Spritzungen im Jahr, wenn das Wetter mitspielt.
          Bei mehr Niederschlag verdoppelt sich fast die Anzahl der Spritzungen.
          Es gibt bei den Mitteln eine sogenannte Karenszeit, d.h.die Zeit, in der sich das Mittel abgebaut haben sollte.
          Diese Zeit halten die Bauern auch ein, dies wird auch vom Verbraucheramt überwacht.
          Das eigentliche Problem ist, dass nicht das Verbraucheramt die Zeit festlegt, sondern der Hersteller.
          Ein Beispiel: als meine Kollegen und ich Kirschen aßen, die mit mospilan behandelt wurden, stellen einige Kollegen sowie auch ich einen roten juckenden Ausschlag fest am Bauchnabel.
          Das Mittel hat eine Wartezeit von 7 Tagen, wir aßen sie nach 21 Tagen.
          John Lennon sagte einst: Wenn Schlachthäuser aus Glas wären würde niemand mehr Fleisch essen.
          Ich sage : wenn jeder an einem Feld oder einer Plantage wohnen würde, würde niemand mehr das Haus
          verlassen ohne Schutzanzug und Gasmaske.
          Ich hoffe, ich konnte euch etwas die Augen öffnen.

          1. Moin,
            ja das Obst… da muss wohl tatsächlich häufig gespritzt werden, damit man die Pflanzen und Früchte schützt und ein vom Verbraucher gewünschtes Äußeres erhalten kann.
            Sind häufig auch fungizide Maßnahmen.
            Wenn man das so sieht, dann sollte man die Empfehlung geben, mehr Mais anzubauen, denn da sind ja nur maximal 2 Spritzungen von Nöten. Damit hätten wir den Pestizideinsatz schon mal deutlich gesenkt. Besonders, wenn man mit dem Mais Rüben, Kartoffeln und Raps verdrängt. Aber das möchte doch auch niemand, oder?
            Es ist doch noch gar nicht so lange her, da haben Bio-Weinbauern nach neuen Möglichkeiten geschrien und mehr Kupfer gefordert, oder? Kein Bauer schaut gerne zu, wenn seine Früchte vor seinen Augen vergammeln.

          2. Beim regionalen Kartoffelanbau sieht es auch nicht besser aus.Allein 12 Fungizideinsätze, dazu noch Herbizide, Insektizide und Neonikotinhaltige Beizen. Beim Mais zeichnen sich jetzt schon die gleichen Probleme ab ,wie beim Getreide ,weil keine vielseitige Fruchtfolge eingehalten wird. Mangelnde Fruchtfolge führte auch zum Glyphosatproblem.
            Kupfer in Öko.
            Wenn ein Betrieb auf einem kleinen Teil seiner Fläche heute noch Kupfer einsetzt,z.B. für Kartoffeln (4Spritzungen ),aber ansonsten auf dem gesamtem Ackerflächen des Hofes KEINE anderen Pestizide ausbringt ,ist Ihr Einwand völlig unberechtigt.
            Der Ökoanbau steht da aber auch vor notwendigen Verbesserungen.
            Kartoffeln ,Raps und Rüben sind Folgen einer dummen Subventionspolitik und gehören dringend eingeschränkt aufgrund der Fruchtfolgfe und der brutalen Pestizide ,die dort eingesetzt werden
            Es ist mir auch nicht ersichtlich ,weshalb der Käse auf der Pizza aus Kartoffelprodukten besteht ,während den Milchbauern, die dringend nodwendiges Grünland erhalten und pflegen , das Wasser bis zum Hals steht.
            Der Umbruch von Grünland zum Pestizid geschwängertem Ackerland für Massentierhaltung und Energie, hat das ökologische Gleichgewicht nachhaltig gestört.

          3. Biologische und konventionelle Äpfel werden häufig gespritzt. Das ist richtig. Auch durchaus öfter als notwendig. Das weiß man aber erst hinterher.
            Sache ist die: Taktgeber ist der Schorfdruck (Venturia) Den muss man VOR einer Infektion bekämpfen. Systemische Mittel werden kaum noch verwendet wegen Resistenzgefahr. Das ist wichtig: Man muss bedenken, dass ein Obstbaum mindestens 15 Jahre steht, da kann man nicht zwischendrin mal eben an der Fruchtfolge schrauben.
            Deshalb erfolgen die Spritzungen gezielt vorbeugend nach Sporenabgebot, Blattzuwachs/vorangeganem Niederschlag und zu erwartender Infektion. Diese Infektion kommt, wenn es wieder nass wird und die Blattnässe über gewisse Zeit (temperaturabhängig) anhält. Logisch, dass man da sehr genau auf die Wettervorhersage achtet. Und dass man ab und zu feststellen wird: „Hoppla, war ja gar nicht solange nass wie vorhergesagt, das hätten wir uns sparen können.“ Drauf ankommen lassen werden es weder der Bioapfelbauer noch der Konventionelle. Denn einmal etabliert, sport der Pilz das ganze Jahr weiter. Nicht bloß – wie mit den Wintersporen – bis Mitte Juni.

            Zur vorgestellten Spritzfolge an sich: Sehr wilde Sache! Nicht alle Mittel sind zugelassen, bzw. es ist nicht zulässig sie in vorgestellter Form zu applizieren. Aber geschenkt! Selbst wenn: Nicht alles was theoretisch denkbar ist, wird durchgeführt. Von sinnvoll ganz zu schweigen.

            Am Nabel hab ich übrigens auch manchmal Ausschlag. Kommt meistens von Arbeiten an der Kultur z.B.Bäume schneiden oder Kirschen pflücken: Kleine Spinnen oder Florfliegenlarven, die in der Kragen fallen, dann Panik bekommen und zubeisen. Ist ziemlich natürlich.

          4. @Martin Körner Danke für die Erläuterungen. Wieder was dazugelernt!

            Bin ja mal gespannt wie lange es dauert bis Ihnen jemand vorwirft, von Monsanto geschmiert zu sein. Viele glauben allen Ernstes, dass man im A 380 mit einem Champagner-Brunnen an Bord zur Silvester-Sause nach Las Vegas geschippert wird. So oft wie ich mir diesen dämlichen Anwurf schon habe gefallen lassen müssen, wünsche ich mir, ich würde auch mal eingeladen werden. Aber mir sagt ja nie einer Bescheid.

    1. Der „Glyphosataufschrei “ ist weder infantil,noch emotional ,noch Volksfront,sondern im Grunde das Symtom für eine Krankheit ,die die Landwirte und den Verbraucher befallen hat.
      Die Nahrungsmittelerzeugung hat sich schon so weit von den natürlichen und sozialen Rahmenbedingungen entfernt, daß Verbraucher und Landwirte planlos und getrieben agieren, während andere Marktteilnehmer immer dominanter werden.

  2. Schönes Zitat der neuen niedersächsischen Landwirtschaftsministerin zu Glyphosat aus der Hannoverschen Allgemeinen:
    Zur Zulassungsverlängerung von Glyphosat um 5 Jahre: „Wir haben jetzt fünf Jahre Zeit, um Alternativen zu Glyphosat zu erforschen und zu entwickeln. Aber jedem sollte klar sein: Die Zeit für Glyphosat läuft ab.“
    Als ob der Meyer noch im Amt wäre…
    Die Alternativen zu Glyphosat gibt es übrigens bereits und gab es immer: Fruchtfolge, Sortenwahl, mechanische Bodenbearbeitung, mit einem Wort: Gute fachliche Praxis.

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