Grafik zur Diskussion "Bio-Bäuerin gegen Massentierhalter"

Bio-Bäuerin vs. Massentierhalter

Ist Bio nur Luxus für Reiche? | DISKUTHEK

Das Thema Landwirtschaft ist zur Zeit in aller Munde. Es wird gerade auch zur grünen Woche sehr viel um die Zukunft der Landwirtschaft diskutiert. Welcher Weg ist der richtige? Ist „alles bio“ auch wirklich gut?

Ich jedenfalls schäme mich nicht, einen modernen, konventionellen Familienbetrieb zu führen und scheue mich auch nicht, in öffentlichen Diskussionen für meine Positionen zu werben.

Diskussion in der DISKUTHEK

Schriftzug von Diskuthek

Das junge YouTube-Format des Stern, die DISKUTHEK, ist eine Talkshow, die ausschließlich für das Internet produziert wird. Hier diskutierten zu unterschiedlichsten Themen bereits Kevin Kühnert, Philipp Amthor, Gegor Gysi und Luisa Neubauer.

Anschauen und bitte Feedback geben

Bei der aktuellsten Folge durfte ich mit der Bio-Bäuerin Gisela Sengl debattieren. Nehmt Euch bitte die 30 Minuten Zeit und schaut die Folge in Ruhe an. Ich bin sehr gespannt auf Euer Feedback, gern auch hier als Kommentar!

Rückblende

Vor drei Jahren habe ich bereits ein ähnliches Streitgespräch geführt. Damals auf der grünen Woche mit Jochen Fritz, der zu der Zeit noch Kampagnenleiter der „Wir haben es satt“-Demo war.
https://www.morgenpost.de/berlin/article209409039/Bio-oder-kein-Bio-Wer-hat-die-besseren-Rinder-im-Stall.html

4 Gedanken zu „Bio-Bäuerin vs. Massentierhalter

  1. Ich kopiere meinen Kommentar, den ich dazu auf Youtube hinterlassen habe auch hierhin. Ich könnte da jetzt noch einige Hinzufügen oder verbessern, aber ich lasse das einfach mal so stehen.

    Die vermeintliche Biobäuerin ist nicht wirklich „bio“. Sie zerstört mit ihrer Bodenbearbeitung das Bodenleben und wird weshalb auch eher keine besseren Nährstoffgehalte bieten. D.h.,

    Ähnlich wie die meisten „Biobauern“ betreibt sie die Art Landwirtschaft, die in den letzten 10.000 Jahren fast überall auf der Welt wo Landwirtschaft betrieben wurde zu Bodenerosion und anderen Umweltschäden geführt hat. Diese Art „Biolandwirtschaft“, hat keine Zukunft, wie z.B. Prof. Dave Montgomery in verschiedenen Vorträgen auf Youtube zeigt.
    Der konventionelle Bauer verdient im Moment wahrscheinlich noch zu gut um seinen Betrieb um zu stellen. Außerdem erklärt er sehr schön den zunehmenden Wahnsinn unserer Bürokratie, der, wie Prof. Joseph Tainter in seinem Buch über den Kollaps komplexer Gesellschaften gezeigt hat, zwangsläufig zum Kollaps unserer Zivilisation führen wird, wenn man nicht entschieden gegensteuert (wie Donald Trump das tatsächlich ziemlich erfolgreich versucht). Aber vielleicht stöbert er mal auf meinem Blog, http://www.freizahn.de
    Als Starter wäre http://www.freizahn.de/2018/07/moegliche-ertraege-im-biolandbau/ vielleicht ganz gut.
    Oder, insbesondere auch wegen der vielen weiteren Links am Ende des Artikels: http://www.freizahn.de/2019/05/anmerkungen-zu-einer-gruenen-wahlkampfveranstaltung-fuer-landwirte/
    Und dann die Artikel zum Klimathema, die zeigen das und vor allem auch wie und warum die Landwirtschaft das Klimathema schnell und gut erledigen kann:
    http://www.freizahn.de/2019/09/klimaschutz-durch-landwirtschaft/
    und
    http://www.freizahn.de/2019/06/die-angst-vor-dem-klimawandel-sinnvoll-nutzen/

    Wie dort gezeigt kann echte BioLandwirtschaft (also nicht das was die Grünen und diese Biobäuerin mit dem Begriff meinen) u.a. den Kohlenstoff von mehr als 80 Tonnen CO2 pro Jahr und Hektar in den Böden binden und dabei auch noch die Betriebskosten sehr drastisch senken UND dabei wirklich hochwertige Nahrungsmittel und vorallem auch viel Fleisch produzieren.
    Die Landwirtschaft könnte auch in Deutschland nach einer Anlaufphase von nur wenigen Jahren, Jahr für Jahr mehr CO2 in den Böden versenken, als in Deutschland durch den Verbrauch fossiler Energieträger 2017 emittiert worden sind. Dabei würden die Bodenqualität, die Erträge der Landwirt und das lokale Klima ganz erheblich verbessert.
    Interessant ist dazu dann auch http://www.freizahn.de/2020/01/waermestrahlung-wasser-und-treibhauseffekt/ wo gezeigt wird das und wie die Landwirtschaft sehr schnell und effizient die Klimaerwärmung stoppen und die Zunahme des Treibhauseffektes kompensieren kann.

    Ich esse übigens pro Jahr inzwischen eher 120 bis 140 kg Fleisch, statt des Bundesdurschnitts von ca. 60 kg, dazu mehr als 1900 Eier und auch ein Vielfaches des Bundesdurchschnitts an Butter. Warum? In http://www.freizahn.de/2018/09/infos-und-gedanken-zur-fleischdiaet/ und dann noch einmal in http://www.freizahn.de/2019/01/gesund-abnehmen-auch-ohne-sport-und-hunger/ habe ich dazu eine ganze Menge geschrieben und auch Quellen angegeben.
    Meines Erachtens ist ein Verzicht auf Fleisch und tierische Fette für die Umwelt sehr schädlich, weil das Gehirn darunter leidet, was das Problemlösungsvermögen reduziert und zu gesellschaftlichen Fehlentscheidungen führt. Fleischverzicht ist daher in Wahrheit umweltfeindlich, menschenfeindlich und klimaschädlich.

  2. Das Bio gegen Konventionell steht finde ich nicht gut. Es sind beides Bauern und jeder hat seine Daseinsberechtigung. Die sollten zusammenhalten und sich gegenseitig respektieren.

  3. Herr Barkmann, mir gefiel Ihre ruhige, sachliche, aber dennoch bestimmte Art, inbesondere da Frau Sengl permament dazwischen geredet hat.
    Begeistert bin ich von der Sendung nicht, aber von der Sache her ist sie ein Schritt in die richtige Richtung.

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