Schlagwort-Archive: NDR

ein ganz toller Stall

Am Dienstag lief im NDR-Fernsehen (Panorama 3) ein gelungener Beitrag über den Schweinestall von Gabi Mörixmann:


Es ist nicht einfach, mehr Tierwohl auch über den Markt bezahlt zu bekommen. Umfragen sind dann doch nicht so belastbar, wie manche Politiker gerne glauben machen wollen.

Aber Gabi hat es zur Zeit geschafft, ihre Schweine höherpreisig zu vermarkten. Eine Pionierleistung, die allerhöchsten Respekt verdient. Hoffentlich ist diese Zwischenschiene ein wachsendes Segment, bei dem künftig neue Mäster händeringend gesucht werden.

Der Stall von Gabriele Mörixmann hat übrigens auch eine eigene Facebookseite. Dort sind weitere Videos zu sehen: https://www.facebook.com/Schweineaktivstall/
D
ie Fleischprodukte aus dem Aktivstall lassen sich per Internet bestellen: http://www.kalieber.de/aktivstall-fuer-schweine

weitere Links:

http://www.stallbesuch.de/schweinemast-hof-moerixmann/

http://www.bauerwilli.com/kaufen-anstatt-labern/


Snapshot (c) Panorama/NDR

Vogelgrippe und Massentierhaltung

oder wie ein sachlicher Beitrag hätte aussehen können

von Roland Schulze Lefert

Roland Schulze Lefert
Roland Schulze Lefert

Nach meinem Beitrag auf dem Blog und bei Facebook sowie einer Mail an die NDR-Redaktion habe ich gestern eine Rückmeldung zu meiner Kritik erhalten. In einem sehr freundlichen Telefongespräch konnte ich mich mit einer Redakteurin zu dem Thema austauschen. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle auch nochmals Bedanken. Es hat mich sehr gefreut, dass die Kritik Ernst genommen wird und eine Auseinandersetzung mit selbiger stattfindet. In der Sache wurde mir zumindest insofern Recht gegeben, dass ein Hinweis auf Expertenmeinungen in der Moderation nichts zu suchen hat, wenn in dem Beitrag kein Experte genannt oder wörtlich zitiert wird. Die NDR-Redaktion sieht den Beitrag jedoch nicht als Pauschalkritik an, sondern sieht die Ausgewogenheit durch den vorhergehenden Beitrag und die verschiedensten am gleichen Tag gesendeten Beiträge gewahrt. Diese Meinung kann ich nachvollziehen, teile sie aber nicht.

Der NDR sieht die Sache durch die Rückmeldung als erledigt an, was aus meiner Sicht aber sehr schade ist. Ich finde die Fragestellung, wie bereits im ursprünglichen Beitrag geschrieben, durchaus legitim und interessant. Daher habe ich mich entschlossen selbst einen Beitrag zu verfassen in dem beide Positionen sachlich gegenübergestellt werden.

© Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung
Influenza A-Virus | © Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

Der Stall im schleswig-holsteinischen Grumby war nicht der erste große Geflügelbetrieb, der von der Vogelgrippe vom Typ H5N8 befallen worden ist. Bereits im Oktober trat das Virus auf einer Putenfarm in Ungarn auf und beim letzten großen Seuchenzug eines Viruses vom selben Typ im Jahr 2014 waren in Deutschland hauptsächlich konventionell geführte Geflügelbetriebe betroffen. Ausgehend von dieser Datenlage sagt Leif Miller, NABU-Bundesgeschäftsführer:

„Gerade bei geschlossenen Massentierhaltungen ist ein Vireneintrag über den weltweiten Geflügelhandel und seine Stoffströme wahrscheinlicher als eine Infizierung durch Kontakt mit erkrankten Wildvögeln“. (Leif Miller, NABU)

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Politik muss Nein zu Glyphosat sagen?

In einem aktuellen Kommentar fordert Claudia Plaß von NDRinfo ein NEIN zu Glyphosat.

Meine Antwort stelle ich hier mit einigen ndr_info_glyphosat_plassZusatzinformationen online:

Sehr geehrte Frau Plaß,
Sie fordern in Ihrem Kommentar eine schonende Bodenbearbeitung. Vielleicht sollten Sie wissen, dass die konservierende Bodenbearbeitung ohne Unkrautregulierung per Glyphosat nur schwer umzusetzen ist. Das Gegenteil wird mit einem Verbot bewirkt. Es wird wieder vermehrt gepflügt werden, die Intensität der Bodenbearbeitung wird wieder zunehmen. Die Folge wird dann

  • vermehrte Bodenerosion durch Wind und Wasser
  • Abbau der organischen Substanz (verschlechtert auch die CO2-Bilanz)
  • Reduzierung des Bodenlebens
  • schlechtere Wassernutzungseffizienz wegen höherer Verdunstung
  • Ausweichen auf neue, wenig getestete Herbizid-Cocktails sein.

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Die Sache mit der Schweinefleischpflicht

Michael Draeger
Michael Draeger

Neues aus der Rubrik Lesenswert, denn ich habe gestern einen interessanten Blog entdeckt: Der Radio-Journalist Michael Draeger (NJoy, NDR2) betreibt einen Blog und hat folgenden lesenswerten Blogpost verfasst:

Über die CDU in Schleswig-Holstein bricht eine Welle des Spottes herein. Sie will mehr Schweinefleisch auf den Tellern von Kantinen, Kitas und Schulen. Daraus wird schnell die Verkürzung auf eine Schweinefleischpflicht – auch wenn davon nie die Rede war. Einmal mehr läuft die Suche nach dem passenden Schlagwort ins Leere.

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Reblog: Glyphosatdurstige Säuglinge gesucht!

Landblogger-Icon-rechteckDieser Artikel stammt von Blogger Olaf Henke (LANDBLoGGER):

Der aktuelle Medienhype um angebliche Glyphosatfunde in der Muttermilch US-amerikanischer Mütter zeigt ein weiteres Mal, wie leicht man sich einen Skandal zusammenkonstruieren kann und wie leichtgläubig und unkritisch unsere Medien derartige Themen wie ein Schwamm aufsaugen.

Thilo Spahl vom The European hat sich in diesem Artikel genau mit dieser Thematik beschäftigt und legt eindrucksvoll offen, wie man aus unspektakulären Analysen einen spektakulären Skandal baut, in dem man mit Einheiten, Grenzwerten, eingeschränkten Stichprobeumfängen usw. hantiert.

Quintessenz des amerikanischen Glyphosatfundes: bei sehr durstigen Säuglingen, die etwa 1,6 Mio l (1.600.000 l) Muttermilch am Tag trinken, ist unter Umständen, eventuell, vielleicht ein gesundheitliches Risiko zu erwarten. Reblog: Glyphosatdurstige Säuglinge gesucht! weiterlesen

Dialog mit MISEREOR III

Brot für die Welt und Misereor unterscheiden sich kaum
Brot für die Welt und Misereor unterscheiden sich kaum

Mittlerweile ist die Veranstaltung „Landwirtschaft und Misereor im Dialog“ bereits 14 Tage her.
Bisher habe ich nur mein Eingangsstatement und einen Bericht von Daniela Knoll hier veröffentlicht.
Die vielen Kommentare deuten an, dass dieses Thema sehr viele Landwirte – nicht nur in der Diözese Osnabrück – bewegt. Ich möchte deshalb gerne das bisherige Medienecho so gut wie möglich zusammen fassen:

Einen Tag zuvor, beleuchtete die FAZ die Sorgen der Landwirte in Niedersachsen, die sich immer mehr als „Sündenböcke der Nation fühlen„. So gesehen eine gute Einstimmung auf die Podiumsdiskussion.
Der Veranstaltungsort in Niederlangen-Siedlung war nicht zufällig gewählt worden. Die dort ansässige KLJB Neulangen wollte nicht mehr an dem im nördlichen Emsland schon traditionellen Fastenmarsch, bei dem zugunsten von MISEREOR Spenden gesammelt werden, teilnehmen.
Nach der Podiumsdiskussion ließen sich die Landjugendlichen nicht umstimmen und auch die KLJB-Ortsgruppe aus Dersum schloss sich den Neulangenern an.
gieseke_misereor_2015Der Europaabgeordnete Jens Gieseke schaltete sich in die Debatte ein und stellte zur Teilnahme an der „Wir haben es satt“-Demo (WHES) fest: „Hier ist Misereor einen Schritt zu weit gegangen.
Der Kreislandvolkvorsitzende Bernd Schulte-Lohmöller zeigte Verständnis für die beiden Landjugendgruppen und bezeichnete deren Schritt als mutig.
Doch es blieb nicht bei den beiden Gruppen, die Zahl der Aussteiger aus dem Fastenmarsch erhöhte sich auf 10!

Auch der NDR berichtete ausführlich von der Podiumsdiskussion und der nachfolgenden Debatte: „Landwirte: Zorn auf katholische Kirche„, „Landjugend boykottiert Misereor-Fastenmarsch„, „Landjugend wünscht sich Entschuldigung„, „Wir müssen einen gemeinsamen Weg suchen„.

Am letzten Freitag stellte MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel klar, dass die Landwirte keine Sündenböcke seinen. Inhaltlich korrigierte Misereor sich nicht, aber der Ton wird verständnisvoller und weiterhin wird betont, dass der Dialog gesucht werden müsse.

Ich habe mir sehr viele Gedanken gemacht nach der Podiumsdiskussion. Dass sich beide Seiten (moderne Landwirtschaft und Misereor) sich nicht im Laufe der Veranstaltung angenähert haben, war ja sofort klar. Aber ich frage mich noch immer, warum wir anscheinend so meilenweit mit unseren Positionen auseinander liegen? Und damit meine ich nicht, dass wir ja alle gegen den Hunger in der Welt sind, Antibiotikamissbrauch ablehnen und auch sauberes Grundwasser haben wollen. Die Ziele und Wünsche sind ja eigentlich die Gleichen, aber die Bewertung ist eine gänzlich unterschiedliche:

  • MISEREOR macht „das System“ der konventionellen Landwirtschaft für den Hunger in der Welt verantwortlich. Und auch wenn Misereor die Landwirte nicht als Sündenböcke abstempeln will, fühle ich mich trotzdem weiter von diesem Vorwurf getroffen. Ich sage, dass die weltweite Landwirtschaft die doppelte Zahl an Menschen satt macht als noch vor 40 Jahren und das bei einer abnehmenden Zahl der Hungernden auf der Erdkugel. Für Hunger auf der Welt sind Krieg, Bürgerkrieg, Vertreibung und Flucht, Dürren und korrupte Regierungen in erster Linie verantwortlich – nicht wir rechtschaffenen Bauern in Deutschland!
  • Wenn MISEREOR zusammen mit ihren Mitstreitern der WHES den Stop von Antibiotikamissbrauch fordert, dann steht im Umkehrschluss der Missbrauch im Raum. Eine pauschale Verunglimpfung, die die Anstrengungen und Fortschritte bei der Minimierung des Einsatzes völlig ausblendet.
  • Bezüglich unseres Grundwassers werden von den WHES-Teilnehmern und auch explizit auch von MISEREOR stetig steigende Nitratwerte unterstellt, obwohl das Gegenteil richtig ist. Peter Meiwald, MdB der Grünen, behauptete in Niederlangen, dass es klare Zusammenhänge zwischen Nitratwerten im Grundwasser und der Viehdichte gäbe. Ich kenne keine entsprechende Statistik. Auch der MdB konnte mir bisher keine schlüssigen Daten zur Verfügung stellen. Ich kenne bisher nur die Statistiken des NLWKN, die ich hier im Blog bereits vor einem Jahr aufbereitet habe. Für den interessierten Leser empfehle ich noch folgende Abhandlungen von Georg Keckl, einem geschätzten Statistiker, der auch komplizierte Sachverhalte klar und einfach darstellen kann: Link1, Link2, Link3 (jeweils .pdf-Dateien)

Ein weiterer Austausch und Dialog ist nötig und wird auch von beiden Seiten angestrebt. Eines ist sicher, ich werde am Ball bleiben und mich nicht in die Schmollecke zurückziehen!

Der mediale Kampf um das Bild von Landwirtschaft

Wir kennen sie- die Bilder, die von verschiedenen Tierschützern in geheimer Mission nachts in Ställen gedreht wurden, um später in Fernsehmagazinen ausgestrahlt zu werden. Diese Bilder zeigen Zustände in Deutschlands Ställen, die wohl fast jeder Bürger ablehnt. Das ist wohl auch das Ziel dieser illegalen Filmaufnahmen. Mit diesen Bildern wollen die extremen Tierschützer ein Bild in die Köpfe der Bevölkerung setzen, wie schlimm die Zustände in der sogenannten Massentierhaltung sind.
In den Magazinsendungen sind diese Beiträge oft das Highlight, damit lässt sich Quote machen. Es ist wohl ein gutes Geschäft für Sender (Einschaltquote) und den Tierschutzaktivisten, die vermutlich das illegal beschaffte Filmmaterial vergütet bekommen, zumindest aber eine steigende Spendenbereitschaft verzeichnen können, denn ihre Organisation wird gerne während der Stallszenen eingeblendet.
Nur die Bauern haben den Schaden. Und das mehrfach:
Neben Einbruchschäden und der Gefahr von Krankheitseinschleppungen (Einbrecher halten sich wohl kaum an Hygienevorschriften) hat die Bauernfamilie selber, aber auch der gesamte Berufsstand, mit Vorurteilen und einem negativen Image zu kämpfen.

Und das, obwohl diese Bilder nicht repräsentativ sind. Um die passenden Bilder zu erhalten, werden niemals Bilder aus dem ganzen Stall gezeigt, immer nur kleine Bereiche, die dann für den gesamten Stall und auch für eine ganze Branche stehen sollen. Betroffene Landwirte berichten auch davon, dass die Filme-machenden Einbrecher auch etwas nachgeholfen haben, indem vor den Aufnahmen Buchten mit Wasser geflutet und verendete Tiere aus der Kadavertonne zurück in den Stall getragen wurden. [wie eine Landwirtin das erlebt hat und sich gewehrt hat, ist hier zu sehen]

Gegen diese negativen Bilder versuchen viele Bauern mit mehr Einsatz bei der Öffentlichkeitsarbeit anzukämpfen.
So hat eine Familie für eine Reportage des NDR die Stalltore geöffnet, um ein realistisches Bild der intensiven Tierhaltung, in diesem Fall Schweinehaltung, abzubilden.
Autor Sven Jaax mit seinem Team haben das hervorragend gemacht. Es war richtig wohltuend, einen objektiven Filmbeitrag über Tierhaltung im Fernsehen zu sehen.

Link führt zur Mediathek des NDR
Link führt zur Mediathek des NDR

Aber anscheinend haben bestimmte Tierschützer kein Interesse, dass der deutsche Verbraucher ein realistisches Bild von der Landwirtschaft erhält. Mit diesen Bildern aus der Reportage 45 dürfte die Zustimmungsrate zur intensiven Landwirtschaft in der Bevölkerung groß sein. Die schlimmen, illegalen Bilder werden möglicherweise hinterfragt nach ihrer Relevanz. Das gefällt ihnen nicht.

Am 2. Tag nach der Ausstrahlung der 45 min-Dokumentation hatte die Bauernfamilie ungebetenen Besuch in ihrer Sauenstallanlage.
Auf Facebook beschreiben sie die Ereignisse wie folgt:

Die Euphorie aufgrund des sehr guten Fernsehbeitrags vom Montag war bei uns heute leider ganz schnell verflogen!
Wir hatten heute Nacht Besuch im Stall – vermeintliche Tierschützer? Wir wissen es nicht.
Sie haben sich über den Jungsauenaufzuchtstall Zugang verschafft – ohne zu Duschen, versteht sich.
Offensichtlich wurde nichts entwendet.
Trotzdessen entstand ein Schaden, da ein Wasserhahn auf dem Zentralgang geöffnet wurde, und so zwei Jungsauenabteile geflutet wurden.
Wir hoffen, dass die extra angefallene Gülle der einzige Schaden ist, und unsere Tiere noch mit einem Schrecken davon kommen…
Was sind das für Menschen?!?
Wir haben drei Bitten an alle, die das lesen:
1. falls irgendjemand etwas gesehen hat, etwas hört, Bilder aus unserem Stall sieht oder im Netz sich jemand mit der Tat brüstet – wir sind für jeden Tipp, der zur Aufklärung führt, sehr dankbar…
2. deshalb das bitte teilen!!!
3. wenn jemand nicht glaubt, dass die Bilder in der Doku des NDR echt waren oder die Fotos unserer Facebook Seite anzweifelt bzw. sich von der Gesundheit unserer Tiere gerne im Stall überzeugen möchte – jeder kann sich unseren Betrieb zu jeder Zeit anschauen und sich ein Bild von uns und unseren Tieren machen, wir werden nichts vorenthalten. Jedoch haben wir zum Schutz unserer Tiere gewisse Spielregeln, die es gilt einzuhalten. Wir finden, das ist nur fair uns und unseren Tieren gegenüber!!!
Danke schön!!!

 

Natürlich ist es bis zum endgültigen Beweis Spekulation, ob es nun wirklich irgendwelche Tierrechtsaktivisten waren oder nicht. Wenn ja, haben sie versucht, unappetitliche Filmsequenzen zu drehen? Wir wissen es wirklich nicht. Die Vermutung liegt aber nahe.

Deutlich wird aber, dass das Thema „Landwirtschaft“ und speziell „Nutztierhaltung“ weiter umkämpft sein wird. Für künftige politische Entscheidungen ist der sachliche IST-Zustand eher unwichtig- wichtiger ist der Zustand der Landwirtschaft in den Köpfen der Bevölkerung. Der Kampf um die Meinungsführerschaft hat längst begonnen. Bislang haben die vielen NGOs, die sich gegen die herkömmliche Landwirtschaft positioniert haben, die besseren Karten, weil deren Thesen für Journalisten sehr glaubwürdig sind und diese Thesen häufig unzureichend hinterfragt werden.
Macht man als Landwirt offensiv Öffentlichkeitsarbeit und sorgt für neutrale Einblicke in den Ställen, ist das von meiner Seite aus sehr zu begrüßen, allerdings braucht die ganze Familie großen Mut und auch ein dickes Fell, um die nachfolgenden Diskussionen und eventuelle Racheakte zu ertragen.

Ich hoffe, dass von den oben geschilderten Ereignissen, nur wenige Landwirte eingeschüchtert werden und das Thema „Öffentlichkeitsarbeit“ von einer steigenden Zahl von Praktikern offensiv gepflegt wird.

Tag des offenen Hofes 2012

Morgen zwischen 10 und 17 Uhr ist es soweit:

Mehr als 100 Betriebe in ganz Niedersachsen zeigen Ihnen, wie sie arbeiten, was sie produzieren und wie die Gesellschaft von dem Engagement, dem Know-how und der Professionalität der Landwirte profitiert – ob auf dem Acker, im Stall oder wo auch immer.

Der Tag des offenen Hofes in Niedersachsen: 100 Höfe öffnen ihre Türen für Besucher.

Unsere Landwirtschaft sorgt für ein breites Angebot an Nahrungsmitteln, erbringt einen wachsenden Beitrag zur Energieversorgung und erhält nebenbei auch noch eine vielfältige Kulturlandschaft.

Um all das das leisten zu können, nutzen die Betriebe zunehmend moderne Technik, innovative Produktionsmethoden und eine arbeitsteilige Wirtschaftsweise – wie alle anderen Produktionsbereiche auch. Doch gerade in Bezug auf die Landwirtschaft werden solche Veränderungen und Entwicklungen hinterfragt.

Vor diesem Hintergrund veranstaltet das Landvolk Niedersachsen zum nunmehr neunten Mal den „Tag des offenen Hofes“, um allen Interessierten Wissenswertes, Interessantes und Überraschendes rund um die Landwirtschaft vorzustellen.

Ziel dieser Transparenzoffensive ist es, neue Aspekte in eingefahrene Fragestellungen einzubringen und ein realistisches Bild über die Erzeugung von Nahrungsmitteln sowie über die breite Produktpalette selbst zu vermitteln – sachlich und informativ.

Seien Sie mit Ihrer Familie dabei, wenn die Landwirte ihr breites Spektrum an unterschiedlichen Wirtschaftsweisen und Produktionsschwerpunkten präsentieren.

Der unmittelbare Kontakt zur landwirtschaftlichen Arbeit, der Besuch auf dem Hof und das Gespräch mit den Bäuerinnen und Bauern werden zeigen: Gerade die moderne Landwirtschaft wird allen Ansprüchen gerecht. Sie ist Garant für sichere, qualitativ hochwertige Nahrungsmittel, für Tier- und Umweltschutz, für Effizienz, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung.

Erleben und genießen Sie unsere Landwirtschaft mit allen Sinnen: Tiefe Einblicke hinter die Kulissen, interessante Gespräche, bleibende Eindrücke,Antworten auf offene Fragen und natürlich Genuss für jeden Geschmack – ein breiteres und eindrucksvolleres Spektrum rund um die Landwirtschaft kann es nicht geben. (übernommen vom Landvolk Niedersachsen)

Der NDR ist Medienpartner des Tag des offenen Hofes und hat auf seiner Homepage weitere Informationen und eine interaktive Karte zusammengestellt. In den letzten Wochen wurden laufend durch den Hörfunksender NDR1-Radio Niedersachsen über diesen Tag und die Landwirtschaft berichtet.

Vorbereitungstreff der Organisatoren auf dem Biohof Vaal

Auch aus Schapen. In dieser südemsländischen Gemeinde haben Besucher die einzigartige Möglichkeit viele Unterschiedliche Betriebe gleichzeitig zu besuchen und zu entdecken:

Neben dem BioHof Vaal, auf dem behinderte Menschen leben und arbeiten, öffnen in diesem Ort auch moderne Betriebe mit Milchkühen, Masthähnchen, Puten, Mastbullen und ein landtechnisches Lohnunternehmen die Pforten. Ein Ort mit 5 landwirtschaftlichen Betrieben, die gleichzeitig besichtigt werden können- das ist einzigartig in Niedersachen!

Ein Besuch dürfte sich also lohnen, denn selbstverständlich werden „Streichelzoo“ für die Kinder und Kaffee und Kuchen für die Erwachsenen nicht fehlen- und das Wetter dürfte auch mitspielen!

Weitere Informationen:

Zeitungsartikel zum Tag des Offenen Hofes in Schapen

ausführiche Infobroschüre (pdf)

Bildnachweis: (c) ndr, Lingener Tagespost