Grüne geistige Brandstiftung? Teil 3

Grüne geistige Brandstiftung – oder wenn die moralische Feuerwehr zum Feuerteufel wird. Eine Analyse.

Teil 3 – Antibiotika

Läuft die Internet-Kommunikation von Bündnis 90 / Die Grünen zur konventionellen Landwirtschaft auf geistige Brandstiftung hinaus? Seit mehreren Jahren verfolge ich intensiv bei Facebook, was bzw. wie die Partei kommuniziert, seit einiger Zeit auch bei Twitter. Mein Fazit: Es wird diffamiert, was das Zeug hält. – Fortsetzung –

Teil 1: Einleitung (5. März 2018)
Teil 2: Massentierhaltung (11. März 2018)
Teil 3: Antibiotika

Verbal aufgerüstet geht es seit Jahren beim Thema Antibiotikagabe in der Nutztierhaltung zu. Zum kampfrhetorischen Rüstzeug zählen ferner die Reserveantibiotika.

Exemplarisch für die oft unsachliche Kommunikation zahlreicher Grünenpolitiker ist die Aussage von Jürgen Trittin, es gebe Tierärzte, die ihr Einkommen damit erzielten, „möglichst viele Antibiotika“ zu verschreiben. Es sei dringend notwendig, das Tierarzneigesetz zu ändern: „Nur so können wir den Drogenhandel im Stall unterbinden.“ (Quelle: SPON-Interview, 11.08.2013: Grüner Trittin kritisiert „Drogenhandel im Stall„)

Im Klartext bedeutet dies doch: Ein den Prinzipien des Rechtsstaates verpflichteter Bundestagsabgeordneter kriminalisiert pauschal Veterinäre und Nutztierhalter, indem er sie auf eine Ebene mit Drogendealern stellt.

Ein weiteres Beispiel hat vor einigen Jahren der Redakteur Jörg Held von der Internet-Plattform „Wir sind Tierarzt“ in seinem Beitrag „Grünen-Vorwurf: Tierärzte steigen auf „harte Antibiotika“ um“ zur Sprache gebracht:

Es sind scheinbar „herausgerutschte“ Formulierungen, wie diese, „Es darf nicht sein, dass man jetzt von weichen zu harten Antibiotika, auf Reserveantibiotika der 3./4. Generation umsteigt“ (Interview mit Christian Meyer / Radio Bremen ab ca. Min 2:00), die aus meiner Sicht „vergiftet“ sind. Hängen bleibt, das Tierärzte etwas illegales „Hartes“ einsetzen – eine Drogenassoziation.

Antibiotika auf dem Teller?

Ein gängiger Vorwurf aus grüner Feder ist, dass Antibiotika auf auf unseren Tellern landen. Nun werden Lebensmittel tierischen Ursprungs regelmäßig auf Rückstände untersucht. Die Prüfresultate sind im Netz einsehbar, u.a. beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL): Nationaler Rückstandskontrollplan (NRKP) und Einfuhrüberwachungsplan (EÜP) für Lebensmittel tierischen Ursprungs.

Auch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat eine Untersuchung in Angriff genommen, deren Ergebnisse hier nachgelesen werden können: „Erfassung von Antibiotikarückständen in ausgewählten Lebensmitteln tierischer Herkunft“.

Hier die zusammengefasste Bewertung aus Bayern:

In Milch, Eiern und Honig sowie in Rindfleisch hat das LGL nur selten Antibiotikarückstände detektiert. In Geflügel- und Schweinefleisch waren häufiger Antibiotikarückstände nachweisbar, allerdings lagen die Rückstandsmengen meist weit unter den zulässigen Höchstmengen. Rückstände von Stoffen, deren Anwendung bei Lebensmittel liefernden Tieren gemäß Verordnung (EU) Nr. 37/2010 verboten ist, wurden in keiner Probe festgestellt.

Sprich: Teils wurden Rückstände gefunden, allerdings in so geringen Mengen, dass ein gesundheitliches Risiko als gering eingeschätzt wird.

Geringe Rückstände ohne gesundheitliche Risiken halten Politiker von Bündnis 90/Die Grünen leider selten davon ab, den Bürgern des Landes zu suggerieren, sie müssen Angst um ihre Gesundheit haben. Ein grüner Klassiker, quasi, wie das gerade aktuelle Beispiel Glyphosat zeigt.

Also wird getrommelt – mit ziemlich harten Vorwürfen an die Adresse der Landwirte, wie der folgende Screenshot zeigt: Regelmäßige Antibiotikagaben machen Keime resistent, diese landen in unserem Essen, was  zum Tod führen kann.

Screenshot
Bekommen wir Antibiotika serviert? (Quelle: https://www.gruene.de/themen/gutes-essen/artikel/raus-aus-der-industriellen-massentierhaltung.html, 10.08.2015)

Da wiegt der Vorwurf natürlich besonders schwer, Nutztierhalter pumpen ihre Tiere massenhaft mit Antibiotika voll. Bloß ist dem nicht so: Antibiotika werden ausschließlich bei Indikation verabreicht, sprich, wenn die Tiere krank sind. In diesem Fall gebietet der Tierschutz sogar eine adäquate Behandlung.

Screenshot
„Mit massenhaft Antibiotika vollgepumpt“(https://www.gruene.de/themen/gutes-essen/gutes-essen.html, 12.10.2016)

Ich habe mich natürlich gefragt, wo die Aussage herstammt, dass mehr Menschen durch resistente Keime sterben als durch Verkehrsunfälle. Das Robert Koch-Institut ist da eindeutig:

„Aktuell gibt es keine belastbaren Daten, wie viele Todesfälle durch nosokomiale MRE Infektionen bedingt sind. Nach derzeit bestmöglicher Schätzung dürfte diese Zahl zwischen 1.000 und 4.000 liegen.“ Was die Verkehrsunfälle betrifft: Laut Destatis starben im Jahr 2016 3.214 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr.

Übrigens wird jede einzelne Dosis erfasst. Belastbares Resultat: In fünf Jahren hat sich der Einsatz von Antibiotika in der Tiermedizin (inkl. Kleintiermedizin) halbiert. Eine Erfolgsgeschichte – die Grünen-Politiker i.d.R. leider nicht kommunizieren. Auch Schweigen kann sehr beredt sein.

Screenshot Reduktion
Was kaum ein Grünen-Politiker thematisiert: Antbiotikaredution in der Nutztierhaltung (Bildnachweis: https://www.faktencheck-schwein.de)

Fahrlässiger Umgang mit Antibiotika?

Die Unterstellung, die Nutztierhaltung sei „schuld“ an der Entstehung von Antibiotikaresistenzen ist ein über die Jahre intensiv gepflegtes grünes Narrativ. So wie die Behauptung, es werden über die Maße Reserveantibiotika eingesetzt mit dem Ergebnis, dass sie in der Humanmedizin wirkungslos werden. Oder wie Anton Hofreiter es in einem Interview mit dem Deutschlandfunk ausgedrückt hat: „Reserveantibiotika dürfen nicht in Tierhaltung verbrannt werden“ (s. Screenshot weiter unten).

Was müssen die Bürger des Landes daraus schlussfolgern? Schließlich ist die Medikamentengabe kein abstrakter Vorgang, sondern Menschen verabreichen aktiv Antibiotika. Das: Nutztierhalter sind nicht nur „schuld“ an der Entstehung von Resistenzen, sondern verbrennen auch noch die letzten Reserven, die eingesetzt werden, wenn kein anders Antibiotikum mehr hilft.

Richtig ist:

1.) Weit über 90 % aller MRSA-Keime stammen aus der Humanmedizin: „Das bedeutet im Umkehrschluss, dass 95 % der nachgewiesenen MRSA aus dem Bereich der Humanmedizin stammen.“ (Quelle: BfR, 22.01.2015)
2.) „Fast jedes zweite Antibiotikum, das in Deutschland verordnet wird, ist ein Reserveantibiotikum.“ (Quelle: AOK, 15.09.2010)
3.) „Etwa 300 Tonnen „Reserveantibiotika“ verbraucht die Humanmedizin pro Jahr – 15,8 Tonnen die Tiermedizin. Macht ein Verhältnis von 19 : 1.“ Quelle: www.wir-sind-tierarzt.de vom 31.01.2015 (auf der Basis eines Papiers von Bündnis 90/Die Grünen: Schlaglicht – Wenn nichts mehr wirkt.)

One Health: Gemeinsam für Gesundheit forschen

Nun ist in Sachen Antibiotikaresistenzen das mit Abstand größere Sorgenkind die Humanmedizin: Mangelhafte Krankenhaushygiene, übermäßige Verschreibung, falsche Einnahmen etc. Ein verantwortungsbewusster Ansatz, dieses drängende Problem in den Griff zu bekommen, wäre demnach eine konzertierte Aktion von Human- und Tiermedizin wie die One Health-Strategie.

Trommelt wer bei den Grünen dafür?

Screenshot
Deutschlands Landwirte verbrennen Reserveantibiotika. Deutschlandfunk, Interview vom 16.01.2016

Auch in dem Flugblatt ist davon keine Rede – im Gegenteil: Antibiotika für die Humanmedizin drohen unwirksam zu werden, da sie massiv in der Nutztierhaltung eingesetzt werden. Sie sind quasi der „Schmierstoff für die Massentierhaltung“.

Screenshot Flugblatt
Flugblatt gegen Massentierhaltung (https://www.gruene.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Wir_haben_es_satt/Massentierhaltung_Flugblatt.pdf)

Statt eines sensiblen Umgangs mit dem Thema Antibiotikaresistenzen finden sich immer wieder Behauptungen wie die von der grünen Spitzenpolitikern Katrin Göring-Eckardt in einem Bild-Interview, Antibiotika machen unser Essen ungesund.

Screenshot Bild-Interview
„Antibiotika macht unser Essen ungesund“ (Katrin Göring-Eckardt in einem Interview mit der Bild-Zeitung, 28.03.17).

Dass sich eine Bundespartei für die Gesundheit der Bürger stark macht, ist richtig und wichtig. Dass Informationsasymmetrien existieren, die dazu führen, dass man schlicht und ergreifend nicht über alles informiert sein kann und mit seinen Kampagnen entsprechend faktisch auch mal falsch liegt – kein Thema, passiert.

Fahrlässiger Umgang mit Antibiotika?

Was in diesem Kontext allerdings ein ungutes Licht auf das Kommunikationsverhalten der Grünen wirft, ist die Tatsache, dass die Politiker immer wieder auf die Faktenlage hingewiesen wurden. Landwirte und sonstige Nutzer in den Sozialen Medien haben über die Jahre zahllose Links gepostet, in Blogs wurde das Thema angesprochen.

Was passiert noch im Februar 2018? „Die Große Koalition steht …. für antibiotikaresistente Keime“ tituliert ein Post bei Facebook.

Screenshot Facebook-Post
GroKo steht für antibiotikaresistente Keime…. (https://www.facebook.com/Gruene.im.Bundestag/posts/10156271040390116, 07.02.2018)

Außerdem gefährdet Baden angeblich unsere Gesundheit, wie der Screenshot weiter unten zeigt. Die Aussage in dem Facebook-Post bezieht sich auf Funde von multiresistenten Erregern in niedersächsischen Flüssen, Bächen und Seen. Nur: Wie bei NDR und Spiegel Online nachzulesen ist, ist die Schuldfrage nicht geklärt. Ob niedersächsische Landwirte oder Humanmediziner und ihre Patienten „schuld“ sind bzw. in welchem Ausmaß, gilt es zu eruieren. Zum einen.

Screenshot Facebook-Post
Gefährdet Baden wirklich unsere Gesundheit? (https://www.facebook.com/Gruene.im.Bundestag/posts/10156356120735116, 09.03.18)

Hinzu kommt: Was soll die Panikmache? Natürlich können wir im Sommer unbesorgt baden. Fakt ist: Wir leben mit allen möglichen Erregern. Antibiotikaresistente Keime machen da keine Ausnahme, sie begleiten uns auf Schritt und Tritt. Wir bringen sie aus dem Ausland mit, unsere Haustiere schleppen sie mit sich rum, sie finden sich auf Obst und Gemüse. Wie hoch ist realistischerweise die Gefahr, sich beim Baden eine Infektion zuzuziehen? In einem Podcast-Interview schätzt ein Experte die Gefahr als gering ein und weist darauf hin, dass es auch in der Natur eine Resistenzbildung gebe sowie dass nicht bekannt wäre, dass Menschen schwer erkrankt wären.“ Nachzuhören ist dies in dem Podcast „Colistin und multiresistente Keime in Gewässern“.

Ich frage mich immer wieder aufs Neue, sei es bei Antibiotika oder Glyphosat und vielen anderen Themen: Warum fällt es den Grünen eigentlich so unheimlich schwer, die Proportionen zu wahren?

Screenshot Übertragungswege
Resistente Keime haben vielfältige Übertragungswege (Bildnachweise: www.faktencheck.de)

Mein Wunsch an Katrin Göring-Eckardt und Parteikollegen: Mit der Sorge von Menschen um ihre Gesundheit spielt man  nicht. Das tun Sie leider. Sie gehen leichtfertig mit den Ängsten von Menschen um, ob Sie es wollen oder nicht. Lassen Sie es bitte sein. Seien Sie gerne hart in der Sache, aber fair. Differenzieren Sie, wählen Sie sorgfältig Ihre Worte und Kampagnen. Bedenken Sie, Sie haben es mit Menschen zu tun!

Darum möchte ich Sie generell bitten. Aber auch als Tochter eines über 80 Jahre alten Landwirtes und Schweinehalters, der sich in den letzten vier Jahren bei drei Krankenhausaufenthalten in zwei verschiedenen Einrichtungen (!) zwei Mal (!) den MRSA-Keim eingefangen hat. Er wurde trotzdem operiert, wie vermutlich viele andere Menschen. Denn das ist auch die Realität: Es wird alles längst nicht so heiß gekocht, wie gegessen wird!

35 Gedanken zu „Grüne geistige Brandstiftung? Teil 3

  1. Griffige Sprache ist aber schon erlaubt, wenn es nach Ihnen geht, Frau Annelies?

    Wenn jemand etwas persönlich nimmt, obwohl es nicht so gesagt wurde, dann ist es SEIN Problem. Wenn jemand noch einen auf Opfer, auf beleidigte Leberwurst macht, dann ist er in die Schranken zu weisen. Ein gutes Mittel dafür ist meines Erachtens der Spott.

    Das mag hartherzig klingen, ist es aber nicht. Es ist nur eine Retorsion, ein Vergeltungsakt auf derselben (d.h. persönlichen) Ebene, um auf die Sachebene zurückzuführen, auf der es auch pointiert, polemisch und überspitzt zugehen kann. Es ist eine Pflegemaßnahme für die Streitkultur. Ansonsten degenerieren wir zu einer Gesellschaft, in der einige schon beim Anblick einer Karikatur einen Rappel kriegen und unproduktive bis sehr destruktive Dinge tun. Gewisse Dinge muss man aushalten wie es ein Kind aushalten muss, beizeiten zu erfahren, dass es keinen Nikolaus, kein Christkind und keinen Osterhasen gibt und dass Gott – sofern man zumindest diesen Glauben für sich bewahren möchte – einem nur dann hilft, wenn man sich selber hilft. Es schafft und erhält die nötige Härte für humanes Verhalten – die Fähigkeit, der Welt zugewandt zu sein, weil man sie mit den Augen anderer sehen kann.

    Das Wort zum Montag. 😉

    1. Als anonyme Campaignerin und alter ego von Herrn Barkmann bedienen Sie doch nur mit Ihrer umfassenden Quellenanalyse die Hardliner unter den Landwirten und suggerieren denen die Möglichkeit den status quo noch ein wenig zu halten.
      Sie und Ihre Mitstreiter sind ursächlich auch dafür verantwortlich,daß noch viele gute Bauern zur Aufgabe gezwungen werden.
      Die dabei frei werdenden Mittel können dann auf Ihre bevorzugte Klientel verteilt werden.
      Der Abstand zwischen Ihnen und dem Bürger ,den relevanten Kräften in Politik und Wissenschaft wird täglich größer.

      P.S. Ihr Wort zum Sonntag hat schon Sektenkarakter.
      Die Kriterien erfüllen Sie ja schon.

      1. Diese umfassende Quellenanalyse soll dazu dienen, dem interessierten Leser vor Augen zu führen, wie verbreitet die Negativ-Kampagnen der Grünen sind UND wie verzerrend bzw. verlogen diese sind.
        Wer für sich reklamiert, für die Interessen der Landwirte zu kämpfen, erzeugt mit diese Art der Kampagnenführung genau das Gegenteil!
        In diesem Blog wurde auch das Thema „Bauernkindermobbing“ aufgegriffen. Diese Zusammenstellung von Christina macht noch einmal klar, warum viele Bauern eine Verbindung sehen zwischen dem Problem des Mobbings und der überbordenden Kampagne gegen die Landwirtschaft. Und dabei werden „nur“ die Grünen näher beleuchtet! Hinzukommen noch die Kampagnen diverser NGOs und leider auch des Bundesumweltministeriums!

        1. Was Sie hier machen ,ist dem Leser vorzuführen, daß der Landwirt offensichtlich nicht in der Lage ist, seine ureigensten Probleme selbst anzugehen und sie zur öffentlichen Diskussion feilbietet.
          Anstatt eine echte Anamnese der eigenen Zustandes herbeizuführen,schlagen Sie wild um sich .
          Ihre Gruppe macht einen großen Fehler.
          Sie wissen gar nicht worauf Sie sich da einlassen ,wenn Sie so weitermachen.
          Sie leben im Emsland ,einer Region ,die trunken vom Wachstum und geschützt von einseitigen Medien die Realität verliert.
          Der Bauer ist zum Industrie -und Finanzknecht verkommen!

          1. Wenn die Grünen Veränderungen mit den Landwirten erreichen wollen, dann müssen sie die Bauern auch mitnehmen und sie nicht pauschal verurteilen!
            Nach dem Ende der Amtszeit von Landwirtschaftsminister Meyer in Niedersachsen kann man schon sagen, dass dieser zwar viele Probleme angesprochen hat, leider aber keinerlei Vertrauen im Berufsstand genossen hat, um mit den Bauern einen gemeinsamen Weg gehen zu können.
            Christian Meyer hat mit gespaltener Zunge gesprochen. Bauern hat er hin und wieder sogar öffentlich gelobt, wenig später aber vor eher städtischem Klientel wieder über die Landwirte hergezogen. Das brachte ihm insgesamt ordentlich Zuspruch in der Bevölkerung, aber bei den bauern war er unten durch!
            Resultat seiner verfehlten Landwirtschaftspolitik: nur 1% der Bauern in Niedersachsen haben Grün und damit auch ihn gewählt.
            Ich blende nicht die Probleme aus, die wir in der Landwirtschaft haben. Aber mit einseitigen Schuldzuweisungen und Übertreibungen werden wir den vielen Problemen nicht gerecht. Und da ist die Serie von Christina Annelies wirklich gut, die geballte negativ-Kampagne der Grünen gegen die Landwirtschaft mal zusammenzutragen. Dass diese geballte Ladung gegen die Landwirtsfamilien auch einen Beitrag zum Mobbing an Kinder darstellen kann, passt natürlich auch in die aktuelle Diskussion zum Thema Bauernkindermobbing! Ich finde, das Thema wird noch viel zu wenig thematisiert.

          2. Die „Grünen“ Politiker, Herr Barkmann, sind nicht das Problem für Sie, sondern die vielen autonomen Gruppen,die endlich auf Verbesserungen drängen.
            Beginnen Sie hier doch mal einen fairen Dialog mit Herrn Ilchmann über die konkreten Probleme und Themen ,die er immer wieder zur Sprache bringen möchte ,anstatt ihr alter ego mit Randthemen vorzuschicken.
            Sie haben doch politische Ambitionen.
            Zeigen Sie doch mal diese Kompetenz ,die nötig ist ,um es zu können.
            Mich interessieren Inhalte Herr Barkmann.

      1. Wir wollen eine Welt, in der alle Menschen ein selbstbestimmtes, würdevolles Leben führen können. Dieses Ziel haben wir noch lange nicht erreicht. Vielleicht werden wir es auch nie ganz erreichen. Doch es ist ein Ziel, für das es sich zu kämpfen lohnt – Stück für Stück und Tag für Tag. Darum arbeiten wir für Gerechtigkeit zwischen Geschlechtern, Generationen, Menschen verschiedener Bevölkerungsgruppen und Länder. Darum kämpfen wir für Solidarität mit Benachteiligten und Minderheiten.

        – Minderheiten –

        Deutschland ist ein modernes Land. Es ist ein Land, das allen eine faire Chance geben kann, glücklich zu werden und das Vielfalt und Respekt lebt, anstatt Angst zu machen. So ein Land zu sein, geht nicht von allein. Dafür müssen wir uns alle jeden Tag einsetzen.

        – Respekt –

        Jeden Tag für eine offene Gesellschaft
        Leider ist das nicht immer so einfach. Für Toleranz, Weltoffenheit und Gerechtigkeit müssen wir uns immer wieder einsetzen. Denn Angst und Hass wächst in Deutschland immer noch viel zu schnell. Deshalb schweigen wir nicht. Deshalb kämpfen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN jeden Tag.

        – Toleranz –

        1. Das übliche halt.

          Mich nervt auch einiges an den Grünen. Gesellschaftspolitisch finde ich vieles gut, aber davon ist das meiste ohnehin im Mainstream angekommen. Daher macht die Partei jetzt auf Naturheilkunde-Trulla.

          Aber was das mit den Worten und Taten betrifft: geht es Ihnen um „Brandstiftung“ oder nur um Inkonsequenz?

          1. Ich habe nur Worte, keine Taten berücksichtigt.

            Inkonsequenz oder Brandstiftung? Nichts von beiden. Ich versuche zu ergründen, wie es dazu kommt, dass Bauernkinder der Berufe ihrer Eltern wegen gemobbt und ihre Eltern regelmäßig zu Sündenböcken gestempelt werden. Insektensterben? Agrarindustrie und/oder Massentierhaltung! Bienensterben! Agrarindustrie. Massentierhaltung. Antibiotikaresistenzen! Agrarindustrie. Massentierhaltung. Wer ist Agrarindustrie, wer betreibt Massentierhaltung? Eben. Der Landwirt. Der Nutztierhalter.

            Annahme war, dass u.a. die Kommunikation der Grünen eine Rolle spielt bei der Schaffung eines gesellschaftlichen Klimas, in dem Mobbing/Bashing möglich ist. Vermutung aufgrund meiner umfangreichen Materialsammlung (ich habe noch mehr als das veröffentlichte): Ja, es spielt eine Rolle. Wenn fortgesetzt impliziert wird, ein Mensch, eine Gruppe von Menschen tut etwas sehr Schlimmes, zeitigt dies Wirkung. Es ist geistige Brandstiftung im Sinne der in der Einleitung genannten Definition.

            Vielleicht basiert die Kommunikation der Grünen auf Inkonsequenz und findet einen diffamierenden, „brandschatzenden“ Ausruck, weil Gegenstand der Kommunikation mit „Massentierhaltung“ oder „Agrarindustrie“ ein vage umrissenes Objekt ist und die Grünen nicht sehen, dass dahinter Menschen, also Subjekte stehen?

            Geht ja nicht nur ihnen so. Meine Beobachtung ist, dass, wenn Landwirte in Diskussionen ihre Meinung vertreten, sie oft gar nicht als Subjekt wahrgenommen werden, sondern als Vertreter irgendeiner Lobby (Bauernverband, „Fleischmafia“, Glyphosatlobby, suchen Sie sich etwas was aus). Als Nicht-Landwirtin hat mich das immer wieder fasziniert. Ich habe bis heute nicht herausgefunden, woran es liegt. Da ich die konventionelle LW nicht ungespitzt in den Boden ramme, bin ich ja mittlerweile selber „Lobby“. Wahlweise labelt man mich als Monsanto-Hörige, Bauernlobbyist*in, Fleischmafios*in, …… Da der Begriff Lobby aus Gründen, die mir nicht bekannt sind, extrem negativ besetzt ist, kann man, scheint’s, einen solchermaßen kategorisierten Menschen beliebig beschimpfen, denn er besitzt ja per se keine Würde. Eine Annahme.

            Vielleicht interessiert die Grünen das nutztierhaltende Individuum schlicht und ergreifend nicht? Es ist eine verschwindend kleine Minderheit, die weitab urbaner Zentren in den Dörfern lebt und so in der Lebensrealität vieler Grünen-Politiker keine Rolle spielt. Sie sind auch keine Wähler (Ausnahmen bestätigen die Regel). Tendenziell entstammen Grünen-Politiker urbanen Milieus. Warum also sollte man die paar Bauern nicht verheizen, wenn’s einer erfolgreichen Kampagne gut tut? Wäre die Frage nach dem Nutzen. Cherchez la Wahlkampfstimme? Hat dann zwar nicht funktioniert, aber man kann es ja mal versuchen?

            Vielleicht haben sich die Grünen über die Jahrzehnte auch einfach nur die Attitüde angewohnt, dass sie die Guten sind und per se nichts Böses anstellen können? Die moralische Feuerwehr, die vom eigenen Erfolg besoffen zum Feuerteufel mutiert ist?

          2. Nun sollte man sich aber nicht moralisch erpressen lassen durch einen Bauernmobbing-Popanz und sich von Kritik abhalten lassen. Das Mensch-Tier-Verhältnis ändert sich auch ohne die Grünen, für erhebliche Teile der Tiernutzung in den entwickelten Gunstregionen entfällt die Notwendigkeit, Kanada stellt in seinen Empfehlungen in Kürze die vegane Ernährung einer pflanzenbetonten Mischkost gleich.

            Ich wollte schon als Kind kein Fleisch essen, nicht wegen der Grünen, sondern weil ich tierlieb war/bin. Damals wurden Vegetarier ausgelacht. Deshalb sehe ich es mit Genugtuung, dass sich das wandelt. Für Bauern mag das unangenehm sein, das verstehe ich, damit müssen sie aber leben. Auch Vegetarier müssen Tierhaltung aushalten und sich anständig gegenüber Bauern verhalten. Die meisten tun das auch. Wenn Sie jetzt auf Kommentarspalten verweisen, dann schauen Sie sich mal die Kommentare von Bauern an. Leute im Stile Ilchmanns sind da äußerst rar, Pöbeleien sind die Regel.

  2. Ich fürchte, Sie überschätzen meine Fähigkeiten und meinen Einfluss total, Herr Meyer. Ich verfasse Blog-Beiträge zum Thema Landwirtschaft, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Meine Arbeit mag nicht jedermanns Sache sein, aber einen revolutionären Blumenpott gewinnt man damit nicht, ich darf Sie beruhigen.

    Ferner bin ich kein Sektenmitglied und auch nicht das Alter Ego von Herrn Barkmann. So schillernd geht es in meinem Leben nicht zu. 😉

    1. Ich halte Sie nicht für systemrelevantant,sondern eher für einen anonymen Prototypen in der Diskussion, um Weiterungen zur Festigung des Status Quo
      auszutesten und vom Grundproblem in der Landwirtschaft abzulenken.
      Die Lösung des Problems muß von aktiven Bauern kommen .die sich nicht manipulieren lassen und nicht mit dem Rücken an der Wand stehen.

  3. Von Kritik halte ich niemanden ab. Auch mich selber nicht. Andere Frage. Stellen Sie gerade Mobbing von Kindern und Diffamierung eines Berufsstandes als Popanz hin, weil es sowieso besser ist, sich vegan / vegetarisch zu ernähren? Wenn ich Sie richtig verstehe, darf aus Zweckmäßigkeit nicht sein, was nicht sein soll?

    Was die Kommentarspalten betrifft – ich weiß sehr wohl, dass auch Landwirte oft nicht den richtigen Ton treffen. Ich heiße das nicht gut und steige aus solchen Unterhaltungen aus.

    Aus eigener Erfahrung weiß ich aber auch (und ich bin seit Jahren in den Sozialen Medien am diskutieren), dass die heftigsten Klopfer in der Regel seitens einer aufgebrachten Öffentlichkeit kommen. Sowohl in Quantität als auch Qualität.

    Die schlimmsten und herabwürdigsten Anwürfe habe ich mir übrigens immer noch von Veganern eingefangen. Bis zu meinem Einstieg in die Sozialen Medien kannte ich so einen Umgang mit anderen Menschen nicht.

    1. Ja, ich gehe von einem Popanz aus. Ich habe Lehrer in der Familie und im Bekanntenkreis, die nicht davon berichten können, dass Kinder von Bauern wegen des Berufs ihrer Eltern gemobbt würden. Das sind zwar persönliche Eindrücke, aber etwas anderes haben die Interessengruppen der Bauern auch nicht aufzubieten.

      Ich streite gar nicht ab, dass sich Mobbing zugetragen hat – wobei in manchen Fällen „Hänseleien“ der passendere Ausdruck sein dürfte. Aus der Viktimologe weiß man, dass deviantes Verhalten (d.h. gesellschaftlich und mitunter gesetzlich missbilligte Regelverstöße) eher dann als problematisch empfunden und ggf. zur Anzeige gebracht wird, wenn sich Betroffene von vornherein in einer benachteiligten Lage sehen. Sehen sich also Bauern (subjektiv) einem ihnen feindlichen gesellschaftlichen Klima ausgesetzt, ordnen sie auch Hänseleien und das Mobbing ihrer Kinder in diesen Zusammenhang ein. Hingegen stellen Bauern, die ihren Berufsstand wertgeschätzt sehen (wie das Umfrageergebnissen entspricht), diesen Zusammenhang nicht unbedingt her, sondern werten es eher als normales, vorübergehendes Verhalten von Kindern ein, das es schon immer gab.

      Allerdings halte ich es durchaus für möglich, dass Beschimpfungen wie „Dein Vater quält Tiere“ heutzutage vermehrt vorkommen, weil Tierhaltungsbedingungen in der Gesellschaft ja auch in jüngerer Zeit breiter diskutiert werden. Deshalb halte ich es für wichtig, dass die Debatte sachlich geführt wird. Auch wenn Kindern respektvoller Umgang beigebracht und vorgelebt wird, führen sie immer noch ein Eigenleben und ziehen ihre eigenen Folgerungen aus dem, was sie auffassen; Kinder aus noch so gutem Hause können sehr kreativ und buchstäblich schlagfertig sein, wenn es ums Zufügen von Kränkungen geht. Ein Grund, die Debatte um die Tierhaltung ersticken zu wollen, ist es jedenfalls nicht. Andere als geistige Brandstifter des Bauernkindmobbings zu beschuldigen, ist nicht fair. Nicht auf dieser „Grundlage“! Aber Sie sind ja noch im Denk- und Untersuchungsprozess. Die Grünen müssen sich den Mobbing-Schuh nicht anziehen.

      Übrigens habe ich die schlimmsten Herabwürdigungen von Anti-Veganern erfahren. Es ist immer auch eine Frage des Standpunkts.

      1. Sehr gute Analyse! Was ich bei der Dauerthematisierung von „Bauernkindermobbing“ noch besonders problematisch finde, ist die Ablenkungsfunktion. Es gibt in der Landwirtschaft und der Agrarpolitik so viele wirklich wichtige Themen, aber hier wird fast ausschließlich über Mobbing und Glyphosat diskutiert. Das ist schade!

        1. An welcher Stelle ersticke ich eine Debatte bzw. lenke ab? Vor allem, von WAS lenke ich eigentlich ab?

          Langsam beschleicht mich das Gefühl, dass Sie, Herr AdT und Herr Ilchmann, versuchen, etwas abzuwürgen, und zwar die Diskussion um das Mobbing von Bauernkindern. Vielleicht weil sie ein ungemütliches Licht wirft auf die Art und Weise, wie Kritiker der konventionellen Landwirtschaft bzw. generell der Nutztierhaltung ihre Debatten führen?

          Herr Ilchmann, Sie möchte ich sicherheitshalber vorwarnen: Mein nächster Beitrag thematisiert Glyphosat. Ein Tipp: Zählen Sie die Blogbeiträge zusammen, schauen Sie nach, wie oft das Thema Mobbing oder Glyphosat vorkommt, und Sie werden (vermute ich) feststellen, dass die Themenwahl recht gemischt sind. Vielleicht ertragen sie Ihn dann leichter?

          Grundsätzlich gilt: Über Geschmack und Agenda-Setting lässt sich nicht streiten, es lässt sich auch nicht steuern. Man könnte dem Ärger übrigens aus dem Weg gehen, indem man Dinge ignoriert. Sie dürfen mich und meine Beiträge gerne ausblenden. Ich bin nicht so größenwahnsinnig anzunehmen, dass ein Leben ohne meine „Werke“ sinnlos ist.

          Was Glyphosat betrifft: AdT wird sich vermutlich freuen, es gibt bald Nachschlag. So sind Freud und Leid in dieser Welt ungerecht verteilt. In solchen Situationen ist Life of Brian immer eine gute Medizin, wie ich finde: https://www.youtube.com/watch?v=WoaktW-Lu38

          1. An Ihnen kommt man nun mal nicht vorbei, Frau Annelies. Ich hätte aber jetzt von Ihnen erwartet, dass Sie in der Sache nachlegen.

            Das Ziel der Bauernkindmobbingkampagne (BMK) ist doch klar: Tierhaltungskritiker sollen moralisch disqualifiziert werden, nach dem Motto: Die Aufwertung von Tieren führt zur Abwertung von Kindern. Es ist eine Varation der Leier vom Menschen hassenden Veganer.

            Und ja, das finde ich unangenehm. Daher spiele ich zurück und sage: Die BMK ist Popanz und Paranoia. Ich habe es begründet und kann jetzt nicht mehr so leicht als Verantwortungsloser und Verharmloser abgetan werden. Jetzt müssten Sie nachlegen.

            Oder wollen Sie gleich mit Glyphosat ablenken? Wann kommt denn der Artikel?

      2. Sie liegen völlig falsch. Es ist, wie ich es gesagt habe: Ich halte die (Internet-)Kommunikation von Bündnis 90/Die Grünen zum Thema konventionelle Landwirtschaft und Nutztierhaltung für unterste Schublade. Sowohl was die Wortwahl betrifft als auch die fehlende Differenzierung als auch die A-Wissenschaftlichkeit als auch die Faktenbefreitheit. Ferner vermute ich, dass dies Konsequenzen zeitigt, u.a. in Form von Bauern-Bashing und Bauernkinder-Mobbing. Erst recht, da NGO und teils Medien ins selbe Horn stoßen. Die beiden Bereiche werde ich mir aber noch genauer anschauen.

        Mehr habe ich dem nicht hinzuzufügen.

        1. Ist das auch Mobbing:

          „Based on the available evidence, Health Canada is proposing the following Guiding Principle and Recommendations to focus on the regular intake of nutritious foods as the foundation for healthy eating.

          Guiding Principle 1: A variety of nutritious foods and beverages are the foundation for healthy eating.

          Health Canada recommends:
          – Regular intake of vegetables, fruit, whole grains, and protein-rich foods* – especially plant-based sources of protein [!]
          – Inclusion of foods that contain mostly unsaturated fat, instead of foods that contain mostly of saturated fat-
          – Regular intake of water.
          […]
          What is needed is a shift towards a high proportion of plant-based foods, without necessarily excluding animal foods altogether.
          […]
          A shift towards more plant-based foods can help Canadians:
          – eat more fibre-rich foods;
          – eat less red meat (beef, pork, lamb and goat); and
          – replace foods that contain mostly saturated fat (e.g., cream, high fat cheeses and butter) with foods that contain mostly unsaturated fat (e.g., nuts, seeds, and avocado).“

          https://www.foodguideconsultation.ca/guiding-principles-detailed

          Es wirkt ja viel subtiler als das (falsche) Label „Giftspritzer“, wenn eine Ernährungsweise, der viele Familien noch anhängen, als Mitursache chronischer Krankheiten gilt – jedenfalls auf Kinder, deren Eltern ernährungstechnisch up to date sind. Sollen Medien und NGOs die Erkenntnisse deshalb nicht verbreiten?

          1. Ich vermute, es gibt inzwischen deutlich mehr Berichte, vor allem Blogbeiträge über Bauernkindermobbing als belegte Fälle von BKM. Aber nur weiter so, wir haben ja keine anderen Probleme!

          2. Herr Ilchmann ,wo sind die Probleme ?
            Sollen die Probleme jetzt öffentlich angegangen werden oder möchten Sie das intern in politischen Hinterzimmern.
            Ich bin gespannt auf Ihren Dialogbeitrag,insbesondere in Korrespondenz mit Herrn Barkmann

  4. Hallo Johann Meyer,
    die wirlich drängenden Probleme der Landwirtschaft liegen doch auf der Hand! Als da sind:

    -Höfesterben nie gekannten Ausmaßes
    -Verdrängungswettbewerb untereinander
    -Aussichtslose Weltmarktorientierung
    -Extremes Marktungleichgewicht zwischen Bauern und ihren Abnehmern
    -Belastung von Umwelt, Boden, Wasser durch Übernutzung der Ressourcen
    -dadurch verursacht Verlust von Akzeptanz in der Bevölkerung
    -nicht zukunftsfähige Tierhaltungssysteme
    -Vereinzelung und psychische Belastung des „Einzelkämpfers“ Landwirt
    -falsche, den Strukturwandel beschleunigende Ausrichtung der Agrarpolitik
    -bis hin zur Zerstörung dörflicher Strukturen und Verödung des ländlichen Raums

    Ich habe bestimmt noch viele Punkte vergessen, aber dies sind nur ein paar Beispiele, die ich für wesentlich wichtiger halte als Bauernkindermobbing, Glyphosatdebatte, Stalleinbrüche und kritische Medienberichte, über die auf diesem Blog vorwiegend diskutiert wird. Deshalb bezeichne ich das als eine Ablenkungsdiskussion, die uns Bauern letztlich schwächt.

    1. Ich stimme Ihnen da voll zu.
      Dann kann Herr Barkmann ja mal einen Beitrag zum ersten Punkt ,Höfesterben bringen.
      Ich stimme Ihnen auch ausdrücklich zu ,daß wir Bauern immer weiter zu einem Spielball und Profilierungsort fremder Interessen werden.
      Mir persönlich widerstrebt es ungemein auch mit eigenen Beiträgen fremde Interessen zu befeuern, aber dieses Desaster ist anscheinend unausweichlich.

      1. Auf diesen Beitrag von BB werden wir wohl beide vergeblich warten. Es sei denn, er kann nachweisen, dass das Höfesterben durch das BKMobbing verursacht wird oder durch ein Glyphosatverbot.

        1. Vielleicht ist das Thema zu anspruchsvoll? Oder die Beschäftigung damit könnte schmerzliche Selbsterkenntnis-Prozesse in Gang bringen?

          1. Vielleicht haben Menschen ein Privatleben, deren Eigendynamik es nicht zulässt, Gewehr bei Fuß zu stehen? Soll vorkommen.

  5. Was halten Sie, Christina, denn davon, dass die i.m.a. das Hörensagen vom BMK dazu benutzt, sich Zugang zu Schulen und Kindergärten zu verschaffen und ihre „Lehrmaterialien“ an das Kind zu bringen?

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