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Die konventionelle Landwirtschaft unter medialem Dauerbeschuss

Screenshot Trinkwasser wird immer teurer
Schreckensmeldung: Trinkwasser wird teurer. Nicht.

Die konventionelle Landwirtschaft kommt aus den Negativschlagzeilen nicht heraus. Jüngster „Skandal“:

„Düngemittel-Belastung: Trinkwasser wird immer teurer.“ (www.tagesschau.de, 11. Mai 2018)

Bloß: Die von Bündnis 90/Die Grünen vorgestellte Analyse stimmte vorne und hinten nicht, wie das Bundesamt für Statistik in einer Pressemitteilung klar stellte. Zahlreiche Medien, einschließlich der dpa sowie der Tagesschau hatten die Meldung erst übernommen und später Richtigstellungen hinterhergeschickt.

Eine Negativmeldung jagt die andere, Skandal folgt auf Skandal. Wer erinnert sich nicht an die Schreckensmeldung des Münchner Umwelt-Instituts,  der zufolge Glyphosat in beliebten deutschen Bieren gefunden worden war? Allerdings war laut Philipp Hummel

„die Methodik ist schwach und der Medienhype deshalb unangemessen“.

(Meinung: Glyphosat im Bier, die Klickmaschine; www.spektrum de, 25. Februar 2016)

 Aber da war das Kind schon im wahrsten Sinne des Wortes in den Brunnen gefallen und das Pflanzenschutzmittel Glyphosat und damit die konventionelle Landwirtschaft hatte einen weiteren Skandal am Hals.

In der bundesdeutschen Berichterstattung rund um ihre Branche laufe vieles schief, klagen Landwirte seit Jahren. Dieser Meinung bin ich auch. Daher veröffentliche weiter unten einen Beitrag, den ich Ende Januar 2017 bei Facebook online gestellt hatte.

Ich finde, er hat nichts an Aktualität verloren.

Landwirtschaft abschaffen!

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Grüne geistige Brandstiftung? Teil 5

Grüne geistige Brandstiftung – oder wenn die moralische Feuerwehr zum Feuerteufel wird. Eine Analyse.

Teil 5 – Glyphosat: Gift in den Händen der Abgeordneten Harald Ebner MDB, Martin Häusling MEP, Sven Giegold MEP und Maria Heubuch MEP

Läuft die Internet-Kommunikation von Bündnis 90 / Die Grünen zur konventionellen Landwirtschaft auf geistige Brandstiftung hinaus? Seit mehreren Jahren verfolge ich intensiv bei Facebook, was bzw. wie die Partei kommuniziert, seit einiger
ch bei Twitter. Mein Fazit: Es wird diffamiert, was das Zeug hält. – Fortsetzung –

Teil 1: Einleitung (5. März 2018)
Teil 2: Massentierhaltung (11. März 2018)
Teil 3: Antibiotika (11. März 2018)
Teil 4: Glyphosat (15. März 2018)

Harald Ebner MdB

Besonders intensiv treibt das Thema Glyphosat den Bundestagsabgeordneten Harald Ebner um. Der Politiker ist Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik sowie u.a. Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft.

Giftspritze

Ebner mag es gerne drastisch– in Wort, Schrift und Bild. So stellte er Mai 2015 das Ausbringen von Glyphosat in Form eines Katastrophenszenarios nach und inszenierte sich dabei als Warner. Dass die Dosis das Gift macht – irrelevant. Dass kein Landwirt es nötig hat, Glyphosat in einem Schutzanzug gegen biologische Kampfstoffe auszubringen – wenn’s der Kampagne dient? Anscheinend heiligt der Zweck die Mittel. Und was ist der Zweck? Das „Gift“ Glyphosat muss verboten werden. Grüne geistige Brandstiftung? Teil 5 weiterlesen

BREAKING NEWS: Der BUND kennt das Wort „Wissenschaft“

Bild Ankündigung Forschungspreisverleihung
Wir gehen mit der Wissenschaft – wirklich?!

Die Nichtregierungsorganisation (NGO) Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) scheint ein neues Kapitel in ihrer Geschichte schreiben zu wollen: Sie hat tatsächlich das Wort „Wissenschaft“ in ihr Vokabular aufgenommen. Konkret geht es um die Ankündigung, man wolle „mit der Wissenschaft gehen“: Im Juni wird ein BUND-Forschungspreis für Arbeiten zur Nachhaltigen Entwicklung verliehen.

Das Neuartige an der Meldung?

Nach Jahren hemmungslosen Glyphosat-Bashings, in denen die Berliner beinhart jeglichen wissenschaftlichen Erkenntnissen abhold waren, will der BUND eine Liaison eingehen mit Terra Incognita. Ich wusste gar nicht, dass die Umweltaktivisten das Wort überhaupt buchstabieren können.

Der BUND, das sind immerhin die, die, wenn es ihnen nicht in den Kram passt, gegen die Wissenschaft austreten. Die Forscher in den Dreck ziehen. Die, wenn was nicht passt, etwas mit Auslassungen, steilen Behauptungen und alternativen Fakten pass machen. Die weder differenzieren können – und, so scheint‘s, es auch gar nicht wollen.

Faktencheck: Der BUND, Glyphosat und tote Babys

Schon vor vier Jahren hat das Online-Portal SciLogs von Spektrum der Wissenschaft in einem Faktencheck belegt, wie wenig die NGO mit seriöser Wissenschaft am Hut hat. BREAKING NEWS: Der BUND kennt das Wort „Wissenschaft“ weiterlesen

Das Huhn legt sein Ei auf dem Balkon, die Kartoffel wächst im Stadtpark: Lebensräume wieder lebenswert gestalten!

Alexandrowka Potsdam
Deutschland’s Lebensräume zurückerobern – packen wir es an! ALLE!

Beim Fernsehmagazin Frontal21 und damit dem Mutterschiff  #ZDF des Formats macht man sich augenscheinlich Sorgen. Große Sorgen. Es geht um nichts Geringeres als die sich dramatisch verschlimmernde Lage für Vögel, Insekten, Pflanzen und – ja, ganze Lebensräume! Um ein breites Publikum aufzurütteln, sendet #Frontal21 daher am 10. Oktober um 21 Uhr einen Beitrag zum Thema.

Bei der Ursachenforschung landete die Redaktion beim BUND für Umwelt und Naturschutz. Nun basiert die Daseinsberechtigung dieser Nichtregierungsorganisation (NGO) auf einer kaputten Natur. Je schlimmer die Lage von Flora und Fauna, desto flotter rollt der Spendenrubel. Da verwundert es wenig, wenn die üblichen Sündenböcke wieder hervorgekramt werden: Die Agrochemie und die Industrielle Tierhaltung seien ein wesentlicher Grund, so die erdverbundenen Umweltexperten aus Berlin-Mitte.

Leider sind Redaktion und NGO die Tatsache entgangen, dass das Leben kein Schwarz-Weiß trägt. Es ist komplex. Ich habe mir daher bei Facebook erlaubt, die Redaktion in einem Post darauf darauf hinzuweisen. Dabei habe ich mich um einen konstruktiven Ansatz bemüht:

Lebensräume können zurückholt werden, werte Redaktion. Ganz einfach: Die Landwirte stellen alle auf Bio um, im Ackerbau und in der Nutztierhaltung. Das wäre zwar mit beträchtlichen Mindererträgen verbunden (im Ackerbau rechnet man mit einem Minus von 30 bis 50 %), aber, hej, ist ja nur Essen, das wächst allemal im Supermarkt. Oder im Ausland. Null Problemo.

Beton zu Naturlandschaft!

Dann renaturieren wir richtig viel. Ihr wisst schon. Ein Teil des Ackerlandes (merke: Essen wächst im Supermarkt) wird in hübsch anzuschauende Natur umgewandelt, auch Massentierhaltungsställe werden vom Erdboden getilgt. Von Natur wird man zwar nicht satt, aber das spielt keine Rolle, denn: Essen wächst im Supermarkt!

Dann hören wir ab sofort auf, täglich 60 Hektar und mehr für EUCH alle da draußen umzuwandeln. Ich glaube, ich erwähne es besser kurz, da viele Menschen dermaßen weit von der Landwirtschaft entfernt sind, dass sie gar nicht wissen, WO sie leben, Auto fahren und ihre Ikea-Möbel auf der grünen Wiese shoppen. Oder WO viele ihre Penunsen verdienen: auf ehemaligem Ackerland. Ja, so ist es. Jeden Tag werden etwa 84 fußballfeldgroße Flächen der Lebensmittelerzeugung entzogen – zum Wohle der Allgemeinheit. Weil: Essen wächst ja im Supermarkt. Oder im Ausland. Oder?

Lebensraumzerstörer an die Arbeit – ALLE!

So, jetzt haben wir die bösen, lebensraumzerstörenden, konventionellen Landwirte abgearbeitet und wenden uns Euch zu, die Ihr in urbanen Milieus wohnt. Ihr seid nämlich gewaltige Lebensraumzerstörer. Daher leistet auch Ihr aus Gründen der Fairness Euren Teil:

Zuerst wird ein beträchtlicher Teil des von Euch genutzten ehemaligen Ackerlandes seiner ursprünglichen Bestimmung zurück übergeben. Ihr zieht in die Städte. Könnte etwas eng werden, aber wir ALLE sind gefordert.

Ihr glaubt zwar, Euer Essen wächst im Supermarkt. Aber ich verrate Euch ein Geheimnis: Dem ist nicht so! Und wenn Ihr Bio wollt, keine Pestizide und keine Massentierhaltung, und das KONSEQUENT nicht wollt, dann kommt Euer Essen auch NICHT aus dem Ausland.

Urban Gardening will NOT be just for fun!

WIE Euer Essen wächst, das werdet Ihr neu erlernen (müssen), denn Ihr baut zukünftig einen Teil selber an. Das geht nicht anders. Wo? In den Parks und auf sonstigen Grünflächen in Euren Städten. Auch Nutztiere lassen sich in der Stadt halten. Ein Blick zurück in die gute alte Zeit belegt dies. Für Schweine und Kühe findet sich immer ein Plätzchen im Hinterhof, Hühner fühlen sich auch auf dem Balkon wohl (aber nicht im Käfig, das versteht sich ja von selbst).

Parks und Grünflächen sind überflüssig. Ihr werdet keine Zeit mehr für’s Flanieren erübrigen können, die Lebensmittelerzeugung neben dem Bürojob ist zeitintensiv. Eure Wauwis braucht Ihr demnächst auch nicht mehr Gassi führen. Warum? Die werden verboten. Genauso wie Eure Katzen.

Warum? Habt Ihr einen blassen Schimmer, was Eure Lieblinge fressen und WO das Futter herkommt? Und vor allem welche Mengen zusammen kommen? Keine Massentierhaltung, kein Fressi. Keine mit Gas getöteten Küken (NEIN, die Puschels werden in Deutschland NICHT geschreddert!), kein Fressi. Ganz einfach.

Lebensraumzerstörung für einen guten Zweck!

EIN Lebensraum bedarf allerdings dringend der Zerstörung, will man dem verlinkten Kress-Artikel Glauben schenken: das journalistische Biotop.

Werte Frontal21-Redaktion, Ihr kündigt im Teaser das übliche Hau-die-Landwirtschaft an. Das hatten wir in den letzten Jahren wirklich bis zum Erbrechen. Geht es auch differenziert?

Mobbing – ein lukratives Geschäftsmodell? Tierrechtler touren durch das Land

 

Screenshot von der Internetseite von agrarheute.com / agrarmanager
Mittelalter erleben: Die Albert-Schweitzer-Stiftung errichtet in mehreren Großstädten einen Pranger für die NRW-Landwirtschaftministerin

Stellen Sie sich vor, Sie sind Nutztierhalterin und führen mit Ihrem Ehemann einen landwirtschaftlichen Familienbetrieb.

Nun erhalten Ihre Tiere des Nachts Besuch, natürlich widerrechtlich. So oft und so lange, bis ein Filmchen im Kasten ist über „erschreckende Zustände in einem Schweinemastbetrieb“ (Zitat #Stern). Bei Tierrechtlers reicht man das Videomaterial an #RTL weiter. Daraufhin werden Sie, Ihre Familie, Ihr Betrieb von #sternTV vor die Kamera gezerrt mit dem Vorwurf der Tierquälerei. So gehen Sie über den Äther – trotzdem bereits bei Ankündigung der Sendung die Rede davon ist, dass alles gesetzkonform und OK sei.

Sie werden massenmedial fertig gemacht. Das Mobbing nimmt seinen Lauf.

Sie gehen hin und übersenden RTL eine detaillierte Dokumentation, aus der hervorgeht, dass die Tiere krank waren. Nicht nur das: Die Schweine befanden sich in medizinischer Behandlung und waren zu diesem Zweck in ein Krankenabteil verlegt worden. Mobbing – ein lukratives Geschäftsmodell? Tierrechtler touren durch das Land weiterlesen

Staatsreform?

Seit etwa zwei Jahren nimmt der Druck auf die Landwirtschaft merklich zu und dies nicht nur von privaten Organisationen (“Nicht – Regierungsorganisationen“ wie Peta, Nabu und BUND usw.), die mit einem ideologischen Hintergrund argumentieren, sondern neuerdings auch von vielen Regierungsteilen.

Amos Venema
Amos Venema

Der Wahlkampf nimmt merklich Fahrt auf. Das Thema Landwirtschaft wird hierbei zur ideologischen “Spielwiese“ quer durch die Parteien. Ein ganzer Berufsstand und damit auch ein ganz entscheidender Teil des ländlichen Raumes wird genutzt, um seinen individuellen Phantasien frei Lauf zu lassen – mit dem Ziel, die eigenen Ziele oder Person durchzusetzen. Der ländliche Raum soll sich nur auf Umwelt – und Naturschutz beschränken und damit von der Prosperität-Entwicklung der Ballungsräume weiter abgehängt werden.
Oft aus gesicherter Einkommensposition erwartet der Verfasser solch vermeintlich spannender Ideen, dass ich als Landwirt ihm noch dankbar bin und jubele, wenn ich dann auch noch auf Einkommen verzichten soll. Ich habe einmal ein paar dieser Auswüchse zitiert:

  • Der Maisanbau hat laut Umweltministerium Schuld an der Flutkatastrophe im Süden der Republik.
  • Umweltministerin Hendricks will Kühen das Furzen verbieten (deutsche – Wirtschaftsnachrichten vom 23.08.2016)
  • „Um es frei heraus zu sagen: Die heute vorherrschende Form der Landwirtschaft ist leider ein Problem für die Natur. Der Indikator für Artenvielfalt und Landschaftsqualität hat sich gerade im Agrarland deutlich verschlechtert, er ist auf den bisher tiefsten Wert abgesunken.“ (Zitat Hendricks Naturschutzoffensive 2020)
  • Im Katastrophenfall will die Regierung die Ernte und Höfe der Landwirte beschlagnahmen können, um die Ernährung der Bevölkerung zu gewährleisten.

Als betroffener Landwirt stelle ich mir mittlerweile die ernsthafte Frage:

Stehen wir vor einer Staatsreform? Staatsreform? weiterlesen

Schweinerei in Hoisdorf

polemik_hoisdorf_editIn Hoisdorf, Schleswig-Holstein, möchte ein Landwirt einen Schweinemaststall errichten. 1460 Plätze. Es folgt, was in letzter Zeit scheinbar unausweichlich ist: Es formiert sich eine Bürgerinitiative (Keine Schweinereien in Hoisdorf). So weit so gut, denke ich aus dem räumlich entfernten Emsland, mit sachlicher Aufklärungsarbeit ließen sich doch sicher im Raum stehende Bedenken und Ängste beseitigen.

Sachargumente haben keine Chance

Doch weit gefehlt! Die Positionen verhärten sich. Bürgerversammlungen (hier der Aufruf) geraten zum Showdown, in denen Sachargumente keine Chance haben. Im Gegenteil: auch die Politik bzw. die Opposition (und in dieser befindet sich die örtliche CDU) spielt sich zum Anwalt der Stallgegner auf.
Gestern wurde die nächste Stufe der Eskalation gezündet: Eine Morddrohung gegen den Sohn des bauwilligen Landwirts!

Eine Morddrohung! Wie konnte es so weit kommen?

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