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Respekt

Ein Appell an die Bauern, an meine Community:

für mehr gegenseitigen Respekt

Über die Diskussionskultur im Netz

Liebe Berufskollegen, liebe Community, ich sitze gerade im Zug nach Hause. Mit Marcus und Nadine habe ich gerade für die „Wir machen euch satt„-Initiative eine Pressekonferenz abgehalten. Wie es war, wie wir waren werden wir später erfahren, wenn über unsere Initiative berichtet wird und vor allem: wie berichtet wird.

Das soll aber gar nicht mein Thema jetzt sein. Mir geht es jetzt in diesem Beitrag darum, wie wir im Internet kommunizieren, wie wir miteinander umgehen, oder sollte ich besser schreiben: GEGENEINANDER?

sie geben sich die Hand: Trump und Obama (c) AP, Focus

Gerade wenn die Diskussion um die zukünftige Ausrichtung der Landwirtschaft oder speziell um Glyphosat, MRSA und Nitrat geht, dann reichen in der Diskussion die Argumente und Fakten anscheinend nicht mehr aus. Zu häufig wird zur Verdeutlichung, wie ernst man es mit der eigenen Meinung hat, diese mit mehr oder weniger deutlichen persönlichen Anschuldigungen untermalt.

Das meine ich jetzt im Bezug auf den Umgang unter uns Landwirten, aber auch im Umgang von uns mit Journalisten. Ja, es gibt Berichterstattung, die mich fürchterlich ärgert. Aber auch da müssen wir versuchen, zu argumentieren. Fakten bringen, eigene Meinung deutlich machen. Aber bitte auch genau unterscheiden: Ist der Journalist jetzt Überbringer einer Botschaft oder ist es seine Meinung, die er in einem Kommentar äußert?

Ich bin froh, über jeden Journalisten, aber auch jeden Landwirt, der sich in sozialen Netzwerken der Diskussion stellt bzw. sich einbringt. Aber viel zu oft ist die Diskussion unsachlich, von persönlicher Abneigung geprägt. Einfach keine angenehme Diskussionskultur. In Blogposts, in denen mit dem Ottonormal-Verbraucher Kontakt aufgenommen werden soll, ist ein solches Klima unter den Beiträgen, in den Kommentaren wirklich schädlich.

Keine Frage, es sind nicht nur die Landwirte, die die Schärfe rein bringen. Ganz sicher nicht, aber für neugierige Verbraucher kann es schon abschreckend sein, wenn sich wirklich hitzige, ins persönliche abschweifende Debatten in den Kommentarspalten abspielen.

Deshalb meine Empfehlung. Nehmt euch alle ein wenig zurück. Überlegt zweimal, ob ihr einen Post absenden wollt oder vielleicht doch besser nicht.
In Beiträgen, die den Verbraucher ansprechen sollen, bitte auch den Verbraucher in den Mittelpunkt stellen: jeder Kommentar ist dann für den Verbraucher da und nicht für eigene Nebenkriegsschauplätze.

Ich fordere Selbstkritik ein und frage mich auch, ob ich alles richtig gemacht habe bzw. mache. Das ganz gewiss nicht, aber ich möchte mich bessern und möchte gerne an diese meine Worte erinnert werden, wenn ich im sozialen Netz auf Abwegen geraten bin.

Uns fehlt vielleicht die Kritkfähigkeit und die Kraft, auch andere Einstellungen und Meinungen zu akzeptieren. Lasst uns streiten, aber bitte sachlich und fair. Das wäre dann gelebte Demokratie.

Jeder macht Öffentlichkeitsarbeit

Du kannst es nicht nicht tun

fb_profil_nadinevon Nadine Henke
(Brokser Sauen, Frag den Landwirt –> übrigens jetzt mit aktueller Homepage: www.frag-den-landwirt.com)

Eine große landwirtschaftliche Fachzeitschrift hat in seiner Frage der Woche das Thema Öffentlichkeitsarbeit aufgegriffen:

„Wie stark engagieren Sie sich für die Öffentlichkeitsarbeit der Landwirtschaft?“

umfrage_ta45% der Befragten glauben, sie machen keine Öffentlichkeitsarbeit, 5% wissen es nicht und wieder 5% meinen, sie engagieren sich „nur“ finanziell.
Nur wir machen alle Öffentlichkeitsarbeit, ob bewusst oder unbewusst.
Das sollte uns allen klar werden. Öffentlichkeitsarbeit ist wie kommunizieren, man kann halt nicht nicht kommunizieren. Wir müssen uns als Landwirte bewusst sein, dass jede unserer Tätigkeit, egal ob auf dem Feld oder im Stall, mit Interesse von der Bevölkerung wahrgenommen wird.

Ob sie für unsere Arbeit Verständnis haben, hängt unmittelbar von unserem Verhalten ab. Unsere Maschinen sind in den letzten Jahren immer größer geworden und auch schneller.
Es sollte zum Selbstverständnis eines jeden gehören, dass man nicht mit 50 km/h durch geschlossene Ortschaften düst.
Ebenso müssen wir uns genau überlegen, ob Arbeiten wie zum Beispiel Gülle ausbringen, unbedingt an Wochenenden oder Feiertagen zu erledigen sind. Ebenso müssen wir akzeptieren, dass der Verbraucher wissen möchte, was wir in unseren Ställen machen. Jeder macht Öffentlichkeitsarbeit weiterlesen

„sozial auffällig“

Ein Gastbeitrag von Thomas Ostendorf

Landwirte sollten sozial auffällig sein!!

Thomas Ostendorf
Thomas Ostendorf

Wie jetzt ??

Dieser oben genannte Titel ist bis jetzt weder positiv noch negativ besetzt, sollte aber dennoch eine positive Note im Laufe dieses Blogs erhalten.
Die Landwirtschaft möchte wieder zurück in die Gesellschaft.
Die Landwirte ? Die Produkte ? Die Preise ?
Der Landwirt genießt laut Statistik ein Hohes Maß an Vertrauen.
Sein Handeln und seine Produktionsweise teilweise nicht. So wird es der Landwirtschaft von außen herangetragen und von einigen wenigen aus den eigenen Reihen auch immer mal wieder bestätigt. Befeuert werden dann diese Umstände von einseitiger Informationspolitik der landwirtschaftsfernen NGO`s, die dann an dieser Stelle die Meinungshoheit erlangen und den Diskurs maßgeblich bestimmen.

IMAGE macht man sich nicht! es wird einem gegeben.

Das heißt also: durch Ihr Handeln, Ihr Tun, Ihre Dialogbereitschaft, und Ihre soziale Auffälligkeit, könnte dies auf den Weg gebracht werden.
Der Landwirt ist hier der Botschafter nicht die Verbände.

Also:

Sozial → gemeinschaftlich, Teil von etwas
Auffällig → wahrnehmbar

Das heißt nicht mit der blank polierten Blechkarawane vor das nächst Beste Landesparlament zu ziehen um die Fahnen zu schwenken. Das ist nicht gemeint mit: “In der Mitte der Gesellschaft“.
Wenn man dort wieder hin zurück will, sollte man sich als erstes dort wieder hinbegeben und sich nicht hinter Ackerbau und Viehzucht verstecken.
Vor Ort heißt sich einbringen in Ehrenämter verschiedenster Gruppierungen.
Das kann die Politik ( Räte, sachkundige Bürger ), das Amt im Sportverein oder Pfarrgemeinderat sein. Auch sowas kann einen persönlich bereichern und das Gespräch dorthin zurück bringen wo es hin sollte und nicht an die Agrarstammtische dieser Republik.
Das kostet natürlich Zeit, Engagement und den Mut sich auch mal einen nicht so netten Kommentar einzufangen. Zu Hause sitzen ist aber keine Alternative und den Stall erst um 20 Uhr zur Tagesschau zu verlassen auch nicht um dann zu sagen man hätte keine Zeit.
Auch die sozialen Medien bieten den daheim gebliebenen eine Möglichkeit „auffällig“ zu werden. Hierzu bedarf es entsprechender Technik, Akku und Netz.
Sich in Diskussionen einzubringen gibt es im www. genug Gelegenheiten. Agrarnetzwerke bieten hier Unterstützung und Rückhalt. (z.B. FDL, MTH aufgedeckt)
Eine eigene Homepage des Betriebes kann hier ein Anfang sein um eine digitale Visitenkarte zu haben. Eine in Papierform sollte heute Standard sein um sich seinem Gegenüber näher zu bringen.
Ereignisse vor Ort z.B. Messen, Gewerbeschauen, Mühlentage, kirchliche Veranstaltungen sollten stetig genutzt werden um mit der Gesellschaft ins Gespräch zu kommen und seine Sicht der Dinge zu schildern aber auch um zu zuhören.
Viele dieser aufgezählten Dinge passieren schon, müssen aber auch vor allem stetig betrieben werden und nicht nur zum Tag des offenen Hofes. Jeder Einzelne ist hier in der Pflicht, damit dann die Gesamtheit der Landwirtschaft Sozial auffällig wird.

professionelle Öffentlichkeitsarbeit von KTG Agrar

Liebe Besucher von Blogagrar, vielleicht ist Euch bereits das folgende Werbe-Video der „Die Landwirte“ aufgefallen. Wenn nicht, bitte schaut es Euch an- es ist wirklich gut gemacht:



Ich frage mich jetzt, wie ihr das Video findet. Bei mir setzt es positive Emotionen für das Land, die Landwirtschaft und auch für „die Landwirte“ frei. Das Video ist sehr aufwendig produziert, wie man bei meinem Bloggerkollegen JTG lesen kann.img1
„Die Landwirte“ ist dabei zugleich der Name für ein Tochterunternehmen der KTG-Agrar-Gruppe und Markenname für deren selbsterzeugte Nahrungsmittel. Die KTG-Agrar ist ein börsennotoierter Agrarkonzern mit einer Anbaufläche von über 30000 ha und Geschäftsfeldern im Bereich Agrar, Energie und neuerdings auch Nahrung.

Mich erinnert dieses Video ein wenig auch an die alten CMA-Zeiten, in denen der (von allen Landwirten gespeisten) Absatzfond richtig professionelle Werbung für die verschiedensten landwirtschaftlichen Produkte machte.

CMA_logoDie CMA ist bekanntlich schon lange Vergangenheit und seitdem sinkt das Ansehen der heimischen Landwirtschaft stetig. Zeitungen und Medien schießen sich in aller Regelmäßigkeit auf die Landwirtschaft ein. Dieser Zusammenhang ist meiner Meinung nach kein Zufall. Sicher ist, dass wir Landwirte (und da meine ich jetzt alle!) viele Jahre zu wenig für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit getan haben.

Aber wie ist der richtige Weg für die Öffentlichkeitsarbeit? Sollte der gesamte Berufsstand wieder einen CMA-Ersatz gründen, damit wieder professionelle Werbung für heimische landwirtschaftliche Produkte in den Medien eine Rolle spielt?

Oder sollten wir die professionelle Arbeit für Werbung besser unseren Verarbeitern im nachgelagerten Bereich, die mit dem Endkunden in den Lebensmittelläden im direkten Kontakt treten, überlassen und deren Arbeit letztlich mitzahlen?

Wie sehen das die mitlesenden Landwirte und Verbraucher? Ich bin an allen Meinungen interessiert! Habt Mut und kommentiert bitte!

Apropos Mut: Auch wenn die KTG in meinen Augen ein riesiger Agrarkonzern ist, ist er im Verhältnis zu den international aufgestellten Konkurrenten im Lebensmittelsektor ein eher kleiner Player. Nestlé, Dr. Oetker, Kellog´s und Unilever sind da z.B. viel größer! Gegen diese Mitbewerber und Marktmacht setzt man sich nicht so einfach durch. Möge die aktuelle Werbekampagne für Erfolg sorgen!

„Landwirte sind keine Rampensäue“

Haren (VEL). „Landwirte sind keine Rampensäue. Wagen Sie sich dennoch ins Scheinwerferlicht!“ Mit diesen Worten rief Werner Schwarz auf der Hauptausschusssitzung der Vereinigung des Emsländischen Landvolkes jeden Landwirt dazu auf, selbst aktiv in Sachen Öffentlichkeitsarbeit zu werden.

Wünschen sich mehr Mut und Eigeninitiative von den Bauern: Werner Schwarz (3. von links) und der Vorstand des Emsländischen Landvolkes.
Wünschen sich mehr Mut und Eigeninitiative von den Bauern: Werner Schwarz (3. von links) und der Vorstand des Emsländischen Landvolkes. Foto: Daniela Knoll, VEL

Der Vize-Präsident des Deutschen Bauernverbandes macht es vor: In seinem Sauenstall hat er eine Webcam installiert, die Live-Bilder ins Internet überträgt. Auf den ersten Blick wirken diese für einen Verbraucher vielleicht erschreckend, doch bieten sie die Chance zur Diskussion. „Kommunikation ist wie in einer guten Ehe die Zauberformel zum Erfolg. Wir müssen zeigen, was wir tun“, appellierte Schwarz. Gerade das Internet sei die ideale Plattform dafür. Im Gegensatz zu Print und TV, wo oft Sensationsjournalismus betrieben werde, finde man im Internet Gehör. Denn was geklickt und geliked wird, darüber wird berichtet.

Bernhard Barkmann, Landwirt und Agrarblogger aus Messingen, wünschte sich ebenfalls mehr Eigeninitiative von seinen Berufskollegen. Viele hätten jedoch Angst vor Skandalvideos oder Stalleinbrüchen. Schwarz beruhigte: Seine Webcam hatte zwar anfänglich für viel Kritik und so genannte „Shitstorms“ gesorgt, aber letztendlich nur Positives für die ganze Branche bewirkt. Eines gab er daher den Landwirten mit auf den Weg: „Machen Sie etwas, statt nur zu kritisieren.“

Für Werner Schwarz ist Öffentlichkeitsarbeit nicht nur Spielerei, sondern ein fester Betriebszweig.
Für Werner Schwarz ist Öffentlichkeitsarbeit nicht nur Spielerei, sondern ein fester Betriebszweig. Foto: Daniela Knoll, VEL

Weitere Hintergrundinformationen: (hinzugefügt vom Admin)

Den rund einen Monat andauernden Shitstorm, den Werner Schwarz nach der Freischaltung der Web-Cam in seinem Sauenstall erntete, kann hier auf der Facebookseite des Bauernverbandes aus Schleswig-Holstein nachgelesen werden.

Außerdem freue ich mich, dass Werner Schwarz nicht nur bei Facebook aktiv ist, sondern jetzt auch bei Twitter. Folgt ihm unter https://twitter.com/WernerSchwarz5 !

Die Facebookseite des nördlichsten Landesverbandes hat zur Zeit 2757 „Gefällt mir“-Angaben. Wenn noch nicht geschehen, dann kann ich ein „Like“ an dieser Stelle nur empfehlen“. 😉

 

 

Der mediale Kampf um das Bild von Landwirtschaft

Wir kennen sie- die Bilder, die von verschiedenen Tierschützern in geheimer Mission nachts in Ställen gedreht wurden, um später in Fernsehmagazinen ausgestrahlt zu werden. Diese Bilder zeigen Zustände in Deutschlands Ställen, die wohl fast jeder Bürger ablehnt. Das ist wohl auch das Ziel dieser illegalen Filmaufnahmen. Mit diesen Bildern wollen die extremen Tierschützer ein Bild in die Köpfe der Bevölkerung setzen, wie schlimm die Zustände in der sogenannten Massentierhaltung sind.
In den Magazinsendungen sind diese Beiträge oft das Highlight, damit lässt sich Quote machen. Es ist wohl ein gutes Geschäft für Sender (Einschaltquote) und den Tierschutzaktivisten, die vermutlich das illegal beschaffte Filmmaterial vergütet bekommen, zumindest aber eine steigende Spendenbereitschaft verzeichnen können, denn ihre Organisation wird gerne während der Stallszenen eingeblendet.
Nur die Bauern haben den Schaden. Und das mehrfach:
Neben Einbruchschäden und der Gefahr von Krankheitseinschleppungen (Einbrecher halten sich wohl kaum an Hygienevorschriften) hat die Bauernfamilie selber, aber auch der gesamte Berufsstand, mit Vorurteilen und einem negativen Image zu kämpfen.

Und das, obwohl diese Bilder nicht repräsentativ sind. Um die passenden Bilder zu erhalten, werden niemals Bilder aus dem ganzen Stall gezeigt, immer nur kleine Bereiche, die dann für den gesamten Stall und auch für eine ganze Branche stehen sollen. Betroffene Landwirte berichten auch davon, dass die Filme-machenden Einbrecher auch etwas nachgeholfen haben, indem vor den Aufnahmen Buchten mit Wasser geflutet und verendete Tiere aus der Kadavertonne zurück in den Stall getragen wurden. [wie eine Landwirtin das erlebt hat und sich gewehrt hat, ist hier zu sehen]

Gegen diese negativen Bilder versuchen viele Bauern mit mehr Einsatz bei der Öffentlichkeitsarbeit anzukämpfen.
So hat eine Familie für eine Reportage des NDR die Stalltore geöffnet, um ein realistisches Bild der intensiven Tierhaltung, in diesem Fall Schweinehaltung, abzubilden.
Autor Sven Jaax mit seinem Team haben das hervorragend gemacht. Es war richtig wohltuend, einen objektiven Filmbeitrag über Tierhaltung im Fernsehen zu sehen.

Link führt zur Mediathek des NDR
Link führt zur Mediathek des NDR

Aber anscheinend haben bestimmte Tierschützer kein Interesse, dass der deutsche Verbraucher ein realistisches Bild von der Landwirtschaft erhält. Mit diesen Bildern aus der Reportage 45 dürfte die Zustimmungsrate zur intensiven Landwirtschaft in der Bevölkerung groß sein. Die schlimmen, illegalen Bilder werden möglicherweise hinterfragt nach ihrer Relevanz. Das gefällt ihnen nicht.

Am 2. Tag nach der Ausstrahlung der 45 min-Dokumentation hatte die Bauernfamilie ungebetenen Besuch in ihrer Sauenstallanlage.
Auf Facebook beschreiben sie die Ereignisse wie folgt:

Die Euphorie aufgrund des sehr guten Fernsehbeitrags vom Montag war bei uns heute leider ganz schnell verflogen!
Wir hatten heute Nacht Besuch im Stall – vermeintliche Tierschützer? Wir wissen es nicht.
Sie haben sich über den Jungsauenaufzuchtstall Zugang verschafft – ohne zu Duschen, versteht sich.
Offensichtlich wurde nichts entwendet.
Trotzdessen entstand ein Schaden, da ein Wasserhahn auf dem Zentralgang geöffnet wurde, und so zwei Jungsauenabteile geflutet wurden.
Wir hoffen, dass die extra angefallene Gülle der einzige Schaden ist, und unsere Tiere noch mit einem Schrecken davon kommen…
Was sind das für Menschen?!?
Wir haben drei Bitten an alle, die das lesen:
1. falls irgendjemand etwas gesehen hat, etwas hört, Bilder aus unserem Stall sieht oder im Netz sich jemand mit der Tat brüstet – wir sind für jeden Tipp, der zur Aufklärung führt, sehr dankbar…
2. deshalb das bitte teilen!!!
3. wenn jemand nicht glaubt, dass die Bilder in der Doku des NDR echt waren oder die Fotos unserer Facebook Seite anzweifelt bzw. sich von der Gesundheit unserer Tiere gerne im Stall überzeugen möchte – jeder kann sich unseren Betrieb zu jeder Zeit anschauen und sich ein Bild von uns und unseren Tieren machen, wir werden nichts vorenthalten. Jedoch haben wir zum Schutz unserer Tiere gewisse Spielregeln, die es gilt einzuhalten. Wir finden, das ist nur fair uns und unseren Tieren gegenüber!!!
Danke schön!!!

 

Natürlich ist es bis zum endgültigen Beweis Spekulation, ob es nun wirklich irgendwelche Tierrechtsaktivisten waren oder nicht. Wenn ja, haben sie versucht, unappetitliche Filmsequenzen zu drehen? Wir wissen es wirklich nicht. Die Vermutung liegt aber nahe.

Deutlich wird aber, dass das Thema „Landwirtschaft“ und speziell „Nutztierhaltung“ weiter umkämpft sein wird. Für künftige politische Entscheidungen ist der sachliche IST-Zustand eher unwichtig- wichtiger ist der Zustand der Landwirtschaft in den Köpfen der Bevölkerung. Der Kampf um die Meinungsführerschaft hat längst begonnen. Bislang haben die vielen NGOs, die sich gegen die herkömmliche Landwirtschaft positioniert haben, die besseren Karten, weil deren Thesen für Journalisten sehr glaubwürdig sind und diese Thesen häufig unzureichend hinterfragt werden.
Macht man als Landwirt offensiv Öffentlichkeitsarbeit und sorgt für neutrale Einblicke in den Ställen, ist das von meiner Seite aus sehr zu begrüßen, allerdings braucht die ganze Familie großen Mut und auch ein dickes Fell, um die nachfolgenden Diskussionen und eventuelle Racheakte zu ertragen.

Ich hoffe, dass von den oben geschilderten Ereignissen, nur wenige Landwirte eingeschüchtert werden und das Thema „Öffentlichkeitsarbeit“ von einer steigenden Zahl von Praktikern offensiv gepflegt wird.

Die Gesichter der neuen Homepage des VEL

Seit vergangenen Freitag ist der neue Internetauftritt des VEL, der Vereinigung des emsländischen Landvolks, online gegangen. Die Homepage kommt sehr frisch rüber und bietet klar strukturiert viele (aktuelle) Informationen.
Ich finde sie sehr gelungen und möchte mich an dieser Stelle bei Daniela Lemke bedanken, die seit einem knappen Jahr für die Öffentlichkeitsarbeit im Landvolk für den Kreis Emsland zuständig ist.

Matthias Everinghoff aus Schapen
Matthias Everinghoff aus Schapen
Johannes und Michael Hegemann aus Lehe
Johannes und Michael Hegemann aus Lehe
Carmen und Ingo Mardink aus Wilsum
Carmen und Ingo Mardink aus Wilsum
Ansgar Tappel aus Groß Hesepe
Ansgar Tappel aus Groß Hesepe 
Margret und Norbert Hüsing aus Emsbüren
Margret und Norbert Hüsing aus Emsbüren

 

Harm Wesselink aus Ringe
Harm Wesselink aus Ringe
Linda und Philipp Verwold und Bernd Knief-Verwold aus Bad Bentheim
Linda und Philipp Verwold und Bernd Knief-Verwold aus Bad Bentheim
Henriko Reiners aus Herbrum
Henriko Reiners aus Herbrum

Alle Fotos stammen von der neuen Homepage des VEL (http://www.landvolk-emsland.de/)

 

Kinderbuch soll moderne Tierhaltung zeigen

bauernhstattopferDie Interessengemeinschaft der Schweinehalter in Deutschland (ISN) hat vor einiger Zeit die Internetplattform „Bauernhöfe statt Bauernopfer“ ins Leben gerufen.
Ziel ist es, nicht mehr nur einfach Opfer einer negativen medialen Darstellung zu sein, sondern als Landwirt und speziell als Schweinehalter in die Offensive zu gehen und Werbung und Öffentlichkeitsarbeit zu machen. Und das kostet leider auch Geld – aber auch Ideen.

Hier werden also Ideen und Geld von Unterstützern zusammengebracht und verschiedene Projekte vorgestellt, finanziert und angestoßen.

(c) Bauernhöfe statt Bauernopfer
(c) Bauernhöfe statt Bauernopfer

Aktuell gibt es das Projekt „Kinderbuch zeigt moderne Tierhaltung„, das bisher bereits zu 63% finanziert ist. Ich selber habe auch einen Anteil gezeichnet (total unkompliziert!) und würde mich freuen, wenn die neue, komplett überarbeitete Auflage des Kinderbuches tatsächlich auf den Markt käme.

Vielleicht gibt es ja in meiner Leserschaft weitere der Landwirtschaft wohlwollend gegenüber stehende Mitbürger, die sich an diesem vorbildlichem Projekt beteiligen wollen?