Schlagwort-Archive: PeTA

Landwirtschaft ohne Tierhaltung?

Vor dem Hintergrund medialer Skandale findet die Forderung von Gruppierungen wie PeTA etc. immer mehr Anhänger, dass die Menschheit komplett auf jegliche Nutzung und Haltung von Tieren verzichten sollte und sich komplett vegan ernähren sollte.

Kann eine Landwirtschaft, die ausschließlich auf der pflanzlichen Produktion beruht, funktionieren?

Ein Grundsatz im Pflanzenbau ist, dass man durch die Ernte der Früchte Nährstoffe, die die Pflanze aufgenommen hat (i.d.R. aus dem Boden), von der Fläche entfernt. Dadurch entsteht ein Defizit an Nährstoffe, die in der nächsten Anbauperiode fehlen. Wird dieses Defizit nicht wieder durch Nährstoffzufuhren egal welcher Art ausgeglichen, betreibt man Raubbau am Boden und wird den Boden innerhalb weniger Jahre auslaugen.

Stickstoff alleine ist nicht genug

Ein häufige, angeführte, vermeintliche Lösung: „Es gibt doch Pflanzen, die Nährstoffe aus der Luft aufnehmen können.“ Das ist so teilweise korrekt. Diese Pflanzen nennt man Leguminosen (Erbsen, Bohnen, Klee, Luzerne etc.), deren Wurzeln mit Bakterien besiedelt sind, die Stickstoff aus der Luft aufnehmen können. Doch Pflanzen benötigen neben Stickstoff noch viele weitere Nährstoffe. Gerade Leguminosen benötigen für eine effiziente Stickstoffaufnahme aus der Luft Nährstoffe wie Kalium, Magnesium und Schwefel, die wiederum nur aus dem Boden aufgenommen werden können. Außerdem sind viele Leguminosen nur für Tiere bekömmlich.

Was ist mit Klärschlamm?

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Schockbilder

Die heimlichen Aufnahmen von Greenpeace/PeTA und Animal Equality, die gestern in den Nachrichten bzw. bei SternTV gesendet wurden, thematisiert Dirk Fisser von der Neuen Osnabrücker Zeitung in der heutigen Ausgabe.

Dabei thematisiert er auch den Einbruch von PeTA in einem emsländischen Schweinestall. Betroffen ist die Familie eines Landwirts der voran geht und aktiv nach neuen innovativen Lösungen für die Schweinehaltung sucht, z.B. bei der Umsetzung des Kupierverzichts.

Man kann davon ausgehen, dass PeTA diesen Betrieb ganz gezielt ausgesucht hat. Sie haben aus diesem Vorzeigebetrieb unschöne Bilder entführen können und veröffentlicht. Ich sage meinen Stallbesuchern immer, dass im Stall eigentlich nie alles 100% i.O. ist und wenn man will, immer irgendwo ein unschönes Bild aufgenommen werden kann.

Ich würde mich freuen, wenn der niedersächsische Landwirtschaftsminister Meyer sich demonstrativ auch mal vor die Bauern stellt und sie in Schutz nimmt anstatt sein Klientel zu bedienen mit solchen Zitaten: Schockbilder weiterlesen

Doppelpass? Ein abgekartetes Spiel?

Rechtsgutachten zur Schweinehaltung: Macht Greenpeace mit Tierrechtlern gemeinsame Sache?

Greenpeace spielt anscheinend im Kampf gegen die Massentierhaltung mit PeTA & Co. Doppelpass

Das gestern von Greenpeace veröffentlichte juristische Gutachten ist ein weiterer Schlag gegen die konventionelle Schweinehaltung und somit auch mich und unserem Hof, schließlich mästen wir Schweine auf konventioneller Art und Weise.

Snapshot Facebookseite von Greenpeace. Im Bild zu sehen ist Anwältin Dr. Davina Bruhn

Im Gegensatz zur Bauernregelkampagne von Umweltministerin Hendricks hat mich aber diese Veröffentlichung des Gutachtens und die Berichterstattung drumherum nicht sonderlich mitgenommen. Es ist halt von Greenpeace- und die sagen ja nix Neues. Die wollen eh den bösen Massentierhaltern an den Kragen, jetzt wird also der juristische Weg versucht.

Aber natürlich hätte die Berichterstattung in vielen Medien etwas kritischer sein können. Kritischer gegenüber Greenpeace. Das war sie eigentlich nicht, denn nirgends wurde mal hinterfragt, wer dieses Gutachten schrieb? Gibt es da vielleicht aufschlussreiche Verbindungen im Hintergrund? 
Ja, die gibt es. Spielt aber wohl keine Rolle, denn Greenpeace genießt vermutlich eine riesen Glaubwürdigkeit bei Journalisten. Sind eben auch nur Menschen.

Wer ist denn eigentlich diese Rechtsanwältin, die dieses Gutachten verfasste und den Medienvertretern heute Rede und Antwort stand?
Dr. Davina Bruhn.

Bruhn steht PeTA sehr nahe und ist im Vorstand der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht. Nach Ansicht von Klaus Alfs, Tierrechtler-Experte, ein Doppelpass? Ein abgekartetes Spiel? weiterlesen

Bilder können täuschen

Es gibt sehr viele (nächtliche) Stalleinbruchvideos, die von Tierrechtsorganisationen erstellt worden sind und gerne auch von verschiedenen Medien gesendet und verbreitet werden.

In jedem dieser Videos soll suggeriert werden, dass die gezeigten Missstände die Bedingungen im gesamten Stall, dem gesamten Betrieb und gerne auch in der gesamten Branche vorherrschen.

Ich habe jetzt ein Video von der Gruppe (oder Organisation?) „Echte Tierfreunde“ bei YouTube entdeckt, dass zeigt, wie man mit Bildern und erst Recht mit geschickt musikalisch unterlegten und wenig belichteten Videos ein falscher Eindruck erweckt werden kann:

Anmerkung: Bilder können täuschen weiterlesen

Selbstjustiz

Bauer_Willi_AusschnittBauer Willi hat den folgenden Artikel geschrieben. Dabei wurde er von einem Kommentar, den ich bei Facebook hinterlassen habe, inspiriert.
Vielen Dank für den Gastbeitrag!

von Bauer Willi

„Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten, wenn da gefilmt wird.“

facebookpost_selbstjustizSo oder ähnliche lauten die Kommentare, wenn wieder einmal über nächtliche Besuche von Tierschützern/rechtlern berichtet wird. Dies Stall“einbrüche“ zu nennen ist ja schon kritisch, weil nicht wirklich klar ist, ob dies tatsächlich ein strafbares Delikt ist. Freisprüche hat es in solchen Fällen ja schon gegeben.

Wenn der obige Satz unser Rechtsempfinden darstellt, sind Sie sicher auch mit diesen Maßnahmen einverstanden:

Ich schicke Ihnen einen Trojaner auf den Rechner, der überwacht, ob Sie auch keine Rechtsverletzungen im Netz begehen. Wenn Sie eine weiße Weste haben, dürfte das je kein Problem sein, dann haben Sie nichts zu befürchten. Na ja, und das Sie ab und zu mal Pornofilme anschauen, sagen wir Ihrer Frau auch nicht. Wahrscheinlich. Obwohl, jetzt wo wir es wissen…

Und natürlich schau ich mal unangekündigt und ohne Verdacht bei Ihnen vorbei, ob sich bei Ihnen nicht vielleicht auch Drogen finden lassen. Ich bin nämlich gegen Drogen und die Polizei hat eh keine Zeit. Sie nehmen keine Drogen? Gut, dann haben Sie ja auch nichts zu befürchten. Selbstjustiz weiterlesen

Stalleinbrüche werden zum Volkssport

Snapshot (c) ev1.tv
Snapshot (c) ev1.tv

Nachdem Panorama/NDR den Tierechtlern von Animal Rights Watch eine nationale Bühne für ihr ungesetzliches Handeln gegeben hat, auch bei Franz-Josef Holzenkamp eingebrochen wurde, setzt die Tierrechtsorganisation PeTA nach und hat bei meinem Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann illegale Filmaufnahmen gemacht und ihn beim Veterinäramt angezeigt.

Stegemann wehrt sich und geht an die Öffentlichkeit und wird auch noch von Kommentatoren dafür kritisiert bzw. der Lokalsender ev1.tv wird kritisiert, dass er darüber berichtet.
Unverschämtheit!

 zur Facebookdiskussion bei ev1.tv: https://www.facebook.com/ev1.tv/videos/1344254818918962/

Dürfen wir Tiere töten?

Sönke Hauschild vom Schleswig-Hoststeinischen Bauernverband setzt sich mit der Frage auseinander, ob wir Tiere nutzen oder gar töten dürfen. Auch diese Diskussion müssen wir Landwirte führen, ich bin auf die Reaktionen gespannt:

Bauernblatt_S-H-_Habeck
Dieser Kommentar wurde auch im Bauernblatt des nördlichsten Bundesland veröffentlicht

Robert Habeck attestiert der Nutztierhaltung ein Rechtfertigungsproblem. Die Tierhaltung sei nicht mehr lebensnotwendig. Ihr komme damit eine wichtige Begründung abhanden. Der Minister ist mit dieser Ansicht nicht allein. Doch ist das wirklich so? Wer die Nutztierhaltung für unethisch hält, kommt in letzter Konsequenz zum Schluss der PeTA-Gründerin Ingrid Newkirk:

„Es gibt keinen vernünftigen Grund, zu glauben, dass ein menschliches Wesen besondere Rechte hat. Eine Ratte ist ein Schwein ist ein Hund ist ein Junge.“ Es sei keinesfalls absurd, auch gefährlichen Schädlingen ein Lebensrecht zuzubilligen.

Wir sind bei der Frage angelangt: Darf ein Mensch ein Tier, das ihn nicht angreift, töten, um Fleisch zu gewinnen, das er nicht zum Überleben braucht? Aus dem Unterschied zwischen Mensch und Tier leiten wir das Recht ab, Tiere essen zu dürfen. Im Tierschutzgesetz steht:

„Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.“

Was aber ist vernünftig? Fragen wir in Afrika oder Asien:

  • Nutztiere tragen zur Ernährungssicherheit bei. Sie verwandeln organische Substanz in menschliche Nahrung. Immerhin sind 26 % der Landmasse unserer Erde Grünland, nur 12 % Ackerland.
  • Tierische Ausscheidungen dienen als Dünger und Brennstoff.
  • Nutztiere übernehmen wichtige Rollen als Zug- und Tragtiere oder Rohstofflieferant.
  • Eigentum an Tieren stellt eine Versicherung für Notzeiten dar und gewährt wirtschaftliche Unabhängigkeit.

Wie wollen wir die Hungernden der Welt satt bekommen, ohne Tiere zu nutzen? In Deutschland aber brauchen wir keine Tiere zum Überleben. Doch Nutztiere werden nicht nur zur Erzeugung von Lebensmitteln gehalten. Mehr Schwein als im Badezimmer gibt es nur noch im Schweinestall. Fettsäuren aus Schweineknochen werden Seife, Waschpulver und Shampoo beigemischt. Cremes und Gesichtsmasken enthalten Kollagen aus Schweinegewebe, Zahnpasta Fett und Glycerin aus Schweineknochen. Das Schwein hält den Menschen gesund. Bis vor wenigen Jahren war Schweine-Insulin die Rettung für Diabetiker. Heute gibt es gentechnisch hergestelltes Insulin. Heparin aus Schweinedärmen wirkt blutverdünnend in der Thrombose-Prophylaxe. Das Schwein gilt als Kandidat für Organtransplantationen.

Es gibt also viele „vernünftige“ Gründe, warum wir Tiere nutzen. Am Ende tun wir es, weil es uns Menschen dient. Stellen wir Mensch und Tier auf dieselbe moralische Ebene, kommt uns eine wichtige Begründung abhanden. Aber ist eine derartige Gleichstellung gerechtfertigt? Die Leugnung des Unterschiedes tastet am Ende die Würde des Menschen an. Peta-Chefin Ingrid Newkirk schreibt in ihrem Testament, zu Kampagne-Zwecken könnten Teile ihrer Leiche gegrillt, ihre Haut zu Leder und ihre Füße zu Schirmständern verarbeitet werden. Wer möchte dem folgen?

Auch wenn es hart ist: Tiere haben kein Recht auf Leben. Vor allem nicht in der Natur. Es gibt einen Unterschied zwischen Mensch und Tier. Spätestens bei nächsten Reh-Unfall sind wir froh, dass es kein Kind war. Der rechtliche und moralische Aufstieg des Tieres hat die Erniedrigung des Menschen zur Folge. Unsere christliche Werteprägung unterscheidet deutlich zwischen Mensch und Tier. Zugleich fordert sie uns auf, der menschlichen Verantwortung für die Schöpfung nachzukommen. Deshalb genießt der Tierschutz in den westlichen Ländern eine Wertschätzung, die in anderen Weltregionen realitätsfremd wirkt. Wer das Tier zum Menschen macht, der wird selber zum Tier. Echter Tierschutz erfordert Menschlichkeit.


lesenswert in diesem Zusammenhang:

Landwirte sind Unternehmer?

Unternehmer sind Inhaber von Firmen, die im Rahmen der ihnen vorgegeben Möglichkeiten ihr Eigenkapital vermehren und eine hohe Rendite erzielen wollen.

Amos venema (c) http://www.ceresaward.de/amos-venema
Amos venema
(c) http://www.ceresaward.de/amos-venema

Beim Ausbleiben der Entlohnung der Arbeit und des Kapitals verkauft oder schließt der Unternehmer seine Firma, weil dies sein Gewinnstreben erfordert. Die Bindung zur Firma wird über seinen Vermögenszuwachs formuliert. Ein Unternehmer wechselt oftmals die Geschäftsfelder und passt sich schnell den Gegebenheiten des Marktes an.
Diese Beschreibung oder Definition könnte in jedem besseren Lehrbuch für VWL oder BWL stehen.

Dieses Unternehmerbild wird auch gerne von den NGO´s wie PéTA, Germanwatch, Nabu oder BUND benutzt, um die Landwirte in ein schlechtes Licht zu rücken und zu diffamieren. In diesem Zusammenhang fallen immer wieder die Schlagworte wie:

  • Massentierhaltung
  • Umweltverschmutzung
  • Naturschänder
  • Tierquäler
  • Ausbeuter der Tiere
  • Überdüngung
  • Profitgier
  • Antibiotikamissbrauch etc…….

NEIN – DAS SIND WIR NICHT!

Landwirte sind Unternehmer? weiterlesen

Anti-Fleischatlas-regional

boell_stiftung_logo_de_0Die Heinrich-Böll-Stiftung der Grünen und der BUND stellen zur Grünen Woche in Berlin einen „Fleischatlas regional“ vor.

Besonders interessant dürfte die Antwort auf diese Frage sein: (aus der Pressemitteilung): „Wie viele Höfe „sterben“ jährlich in den einzelnen Bundesländern?“. Da könnte man nun weiter fragen: Wessen Politik hat die größten Industrialisierungswelle verursacht und zu einer Verdrängung von Kleinbauern in den letzten Jahren stark beigetragen? Die Biogaswelle, angestoßen von den Grünen! Die Grünen sollen bitte nicht so tun, als hätten sie keine Landwirtschaftspolitik gemacht bisher und würde ihre Politik die Kleinbauern eher erhalten. Kein Zweig der Landwirtschaft ist so großtechnisch geprägt wie Biogas, hat so viele Gesellschaften (oft mit beschränkter Haftung) statt Familienbetriebe.

Zu den bisherigen „Fleischatlassen“ habe ich einen Anti-Fleischatlas geschrieben und bin auch auf den letzten Seiten des Anti-Bodenatlasses nochmal auf den Fleischatlas eingegangen.

München trinkt Wasser, das vorher für Rindfleisch verbraucht wurde!

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Der Feind meines Feindes ist mein Freund?

Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Koalition der „Wir haben es satt“-Demo (WHES) nach einem Motto zusammengestellt wurde:

zitat-der-feind-meines-feindes-ist-mein-freund-napoleon-bonaparte-210268
Der Feind meines Feindes ist mein freund

Dabei ist der gemeinsame Feind die Agrarindustrie und der Bauernverband, der ja gerne von AbL und anderen NGOs als Lobbyist für die Agrarindustrie bezeichnet wird. Der Feind meines Feindes ist mein Freund? weiterlesen