Agrarblogger Bernhard Barkmann vor der Tür des Bullenstalles, die mit einem großen Regenbogen verziert ist

Doppelpass? Ein abgekartetes Spiel?

Rechtsgutachten zur Schweinehaltung: Macht Greenpeace mit Tierrechtlern gemeinsame Sache?

Greenpeace spielt anscheinend im Kampf gegen die Massentierhaltung mit PeTA & Co. Doppelpass

Das gestern von Greenpeace veröffentlichte juristische Gutachten ist ein weiterer Schlag gegen die konventionelle Schweinehaltung und somit auch mich und unserem Hof, schließlich mästen wir Schweine auf konventioneller Art und Weise.

Snapshot Facebookseite von Greenpeace. Im Bild zu sehen ist Anwältin Dr. Davina Bruhn

Im Gegensatz zur Bauernregelkampagne von Umweltministerin Hendricks hat mich aber diese Veröffentlichung des Gutachtens und die Berichterstattung drumherum nicht sonderlich mitgenommen. Es ist halt von Greenpeace- und die sagen ja nix Neues. Die wollen eh den bösen Massentierhaltern an den Kragen, jetzt wird also der juristische Weg versucht.

Aber natürlich hätte die Berichterstattung in vielen Medien etwas kritischer sein können. Kritischer gegenüber Greenpeace. Das war sie eigentlich nicht, denn nirgends wurde mal hinterfragt, wer dieses Gutachten schrieb? Gibt es da vielleicht aufschlussreiche Verbindungen im Hintergrund? 
Ja, die gibt es. Spielt aber wohl keine Rolle, denn Greenpeace genießt vermutlich eine riesen Glaubwürdigkeit bei Journalisten. Sind eben auch nur Menschen.

Wer ist denn eigentlich diese Rechtsanwältin, die dieses Gutachten verfasste und den Medienvertretern heute Rede und Antwort stand?
Dr. Davina Bruhn.

Bruhn steht PeTA sehr nahe und ist im Vorstand der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht. Nach Ansicht von Klaus Alfs, Tierrechtler-Experte, ein Tierrechtlerverein mit durchaus guten Verbindungen zu PeTA (PeTA Tierrechtskonferenz). Vorsitzender dieses „Tierrechtler-Vereins“ ist Christoph Maisack. Er ist auch stellvertretender Tierschutzbeauftragter in Baden-Würtemberg, Beitrat der veganen Albert-Schweizer-Stiftung und Verfasser des maßgeblichen Kommentars zum Tierschutzgesetz.

Und ausgerechnet diese Rechtsanwältin sucht sich Greenpeace zufällig aus? Man könnte den Verdacht hegen, dass hier die Verbandsklage durch die Hintertür erreicht werden soll. Der grüne Landwirtschaftssenator aus Berlin, Dirk Behrendt, lässt nun eine Normenkontrollklge vor dem Bundesverfasdsungsgericht prüfen. Na Bravo. Fragt sich nun, wie spontan dieser Enthusiasmus des Senators nun war? Oder etwa auch ein abgekartetes Spiel?
Sympathie scheint er jedenfalls für die Tierrechtsszene zu hegen, die er mit diesem Tweet dokumentiert:

Was mich am meisten in der Sache des Greenpeace/Tierrecht-Rechtsgutachten geärgert hat, werde ich im folgenden Blogpost beschreiben: Greenpeace-Rechtsgutachten: Was mich am meisten ärgert

Bernhard Barkmann

Landwirt und Blogger aus dem Emsland

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