Archiv für den Monat: Januar 2017

Göring-Eckhardt: „Massentierhaltung wurde abgeschafft“

Susanne Günther (Schillipaeppa.net) hat aufmerksam Fernsehen geguckt. In der Talkshow von Maybritt Illner stellte die Grünen-Politikerin fest, dass in Niedersachsen die Massentierhaltung abgeschafft wurde: Das Zitat habe ich nun herausgeschnitten und bei YouTube hochgeladen:

Junglandwirte besuchen Bistum Berlin wegen umstrittenem Radiowort

Nachricht der jungen Landwirte vom Studienkurs Niedersachsen:

Am 20.1.17 hat der Erzbischof von Berlin einen Radiobeitrag über die Tierhaltung veröffentlicht, der viele Landwirte tief getroffen hat. (s. Blogpost)
Anlässlich der Grünen Woche sind einige Fortbildungskurse von Junglandwirten in Berlin.

In einer spontanen Reaktion haben wir, der „Studienkurs Niedersachsen“ sowie Vertreter des „TOP- Kurs“ und des „Grundkurs Herrsching„, das Bistum besucht, um dem Bischof unsere Sicht des Themas darzustellen.

Der Bischof hatte leider keine Zeit. Der Redakteur des Erzbistums, Herr Joachim Opahle, sowie der persönliche Referent des Erzbischofs, Herr Alfons Schöps, haben sich allerdings viel Zeit genommen, um sich die Anliegen von uns Junglandwirten anzuhören und mit uns zu diskutieren.

junge Landwirte besuchten spontan das Erzbistum Berlin

Für die offene Diskussion und dafür, dass uns auch ohne vorherige Anmeldung kurzfristig dieses Treffen von den Verantwortlichen des Bistums ermöglicht wurde, wollen wir Junglandwirte uns noch einmal herzlich bedanken.

Auch wenn wir noch nicht zu einem gemeinsamen Konsens gelangt sind, war es für beide Seiten interessant und wir würden uns freuen den Dialog in Zukunft fortzuführen, denn nur so kann es zu einer nachhaltigen Entwicklung kommen.

empörte Reaktionen auf Radiowort von Erzbischof

Radiowort des Berliner Erzbischofs beleidigt Tierhalter

Der Berliner Erzbischof hat zur grünen Woche ein Radiowort verfasst, das die Ehre vieler Bauern zutiefst verletzt hat. Die Reaktionen der Landwirte, die von dieser diffamierenden Predigt gehört haben, reichen von Resignation über Empörung bis zum Kirchenaustritt.
Marianne Albersmeier ist heute auf der grünen Woche als Agrarscout im Einsatz und lädt den Erzbischof zum Dialog ein. Dem möchte ich mich anschließen, ich bin morgen in der Halle des Erlebnisbauernhofes (Halle 3.2) als Agrarscout im Einsatz und freue mich auf einen kritischen Dialog.


Hier der offene Brief von Marianne:

Sehr geehrter Erzbischof Dr. Heiner Koch,

mir fehlen schlichtweg die Worte, um auszudrücken, was ich beim Lesen Ihrer Radioworte empfunden habe und noch empfinde. Womit haben die Bauern so einen Rundumschlag verdient?

Marianne und Klaus Albersmeier stellen ihr KA-Rondell vor

Wir sind Landwirte im Lippetal, beackern 120 Hektar Land und haben einen Schweinemastbetrieb mit 5000 Plätzen. Gerade eben sind wir mit einem Innovationspreis für unsere selbst entwickelte Tränke ausgezeichnet worden. Diese Tränke vereint tiergerechtes Saufen aus offener Fläche mit jeder Menge Spielmöglichkeiten für Schweine in einem.
Tag für Tag sieben Tage die Woche kümmern wir uns zusammen mit vier Mitarbeitern um das Wohl unserer Tiere. Es ist unglaublich, da von unsäglichem Leid an der Kreatur zu sprechen und das wir das einzig und allein aus Profitgier tun. empörte Reaktionen auf Radiowort von Erzbischof weiterlesen

Warum nimmt der Studienkurs Niedersachsen an der Demo „Wir machen euch satt“ teil?

Felix Müller

Johannes Ritz, Teilnehmer an dem diesjährigen Studienkurs in Niedersachsen, einer Weiterbildungseinrichtiung für junge Landwirte, hat mir die Beweggründe in einer Mail geschrieben, warum der Studienkurs an der „Wir machen Euch satt“-Kundgebung teilnehmen werden. Aus diesem Kreis wird übrigens auch Felix Müller in Berlin auf der Bühne stehen und eine kurze Ansprache halten.


Der Studienkurs Niedersachsen unterstützt
die Demo „Wir machen Euch satt“

Eine kurze Vorstellung.
Mein Name ist Johannes Ritz. Während meines Agrarstudiums in Osnabrück habe ich mit einigen Studienkollegen die Internetseite „Massentierhaltung aufgedeckt“ und den Verein „Tierhaltung – modern und transparent e.V.“ gegründet. Etwa ein Jahr war ich zweiter Vorsitzender in dem Verein und habe mich in diesem Feld stark engagiert. Während dieser Zeit habe ich vom Studienkurs Niedersachsen erfahren, an dem ich nun teilnehme und den ich hier kurz vorstellen möchte.

Was ist der Studienkurs Niedersachsen, was sind die Ziele?

Der Studienkurs ist eine Weiterbildung für junge Landwirte, die sich für die Landwirtschaft engagieren wollen. Er dient als Vorbereitung auf die Herausforderungen der Öffentlichkeitsarbeit und des (Ehren-)amtes. Es ist eine intensive Weiterbildung mit einem breiten Themenspektrum: Von Politik auf allen Ebenen, Geschichte und Kultur über Verbands- und Lobbyarbeit bis hin zu Persönlichkeitsbildung, Medien- und Rhetoriktraining.

Wer sind die Teilnehmer?

Die Teilnehmer des Kurses haben sich oft bereits ehrenamtlich engagiert, betreiben Öffentlichkeitsarbeit oder haben so etwas in Zukunft vor. Sie kommen aus allen Teilen Niedersachsens und z.T. auch aus anderen Bundesländern. Die Teilnehmer sind immer „bunt zusammen gewürfelt“, sodass möglichst viele unterschiedliche Charaktere, mit entsprechend verschiedenen Lebenswegen und Hintergründen gemischt werden. Durch diese Vielfältigkeit unter den Teilnehmern entstehen immer wieder interessante Gespräche und Diskussionen. Warum nimmt der Studienkurs Niedersachsen an der Demo „Wir machen euch satt“ teil? weiterlesen

Neue Ställe braucht das Land!

Leserbrief an die NOZ

Heute hat die Neue Osnabrücker Zeitung einen Leserbrief von mir veröffentlicht:

Leserbrief in der Noz am 18.1.17, Seite 8

Ein von Bernhard Barkmann (@bernhardbarkmann) gepostetes Foto am

In der Printausgabe der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 12. Januar 2017, Seite 7 ist mir das Interview mit Jochen Fritz, dem Organisator der „Wir haben es satt“-Demonstration, aufgefallen.

Dazu möchte ich als emsländischer Landwirt und Viehhalter folgende Anmerkungen machen:

Der Kernaussage von Fritz, dass Weser-Ems keine neue Ställe bräuchte, möchte ich energisch widersprechen! Genau umgekehrt muss es laufen, wenn wir die große Zahl an Kleinbauern* in dieser Region erhalten wollen. Wir werden wohl keinen Neue Ställe braucht das Land! weiterlesen

veganer Tierschutz auf der „Wir haben es satt“-Demo?

Auch in diesem Jahr fühlen sich viele Tierrechtler und Veganer berufen, für ihre Ideologie („mit Bio ist es nicht getan, echter Tierschutz ist vegan!“) auf der bunten „Wir haben es satt“-Demo zu demonstrieren.

Snapshot bei Facebook

Und das soll eine Demo FÜR die Landwirtschaft sein? Es fällt den Veranstaltern wohl ziemlich schwer, sich von den extremen Tierrechtlern zu lösen. Echte Alternativen und Lösungswege werden mit diesen Gruppen niemals möglich sein. Was viele Gruppen auf der großen Demonstration zusammenhält , ist der kleinste Nenner bzw. der gemeinsame Gegner– die „böse“ Massentierhaltung und Agrarindustrie. Beide Begriffe werden aber nicht weiter definiert, ein jeder hat eine andere Vorstellung wann Massentierhaltung bzw. Agrarindustrie beginnt.

Es werden im Vorfeld die vielen Höfe beklagt, die in der Vergangenheit aufgeben mussten. Und gleichzeitig wird mit dem riesen Strauß an unterschiedlichsten Forderungen der teilnehmenden Gruppen das Höfesterben angeheizt. Denn jede Erhöhung der Auflagen und Anforderungen, sorgt auch für das Aus von tendenziell kleineren Betrieben.

Wenn das so weiter geht, dann können die Demonstranten in ein paar Jahren gegen die Agrarindustrie und Massentierhalter, die im Ausland ansässig sind, demonstrieren. Die werden dann den deutschen Markt bedienen, denn was mit der „Wir haben es satt„- Demo betrieben wird, ist eine weitgehende Abwicklung der leistungsfähigen deutschen Landwirtschaft und der damit verbundenen Höfe.

Wenn „Wir haben es satt“ ernsthaft eine Demo für die Bauern sein möchte, dann sollte sie sich zu allererst von den Tierrechtsgruppen und Veganern distanzieren!

Respekt

Ein Appell an die Bauern, an meine Community:

für mehr gegenseitigen Respekt

Über die Diskussionskultur im Netz

Liebe Berufskollegen, liebe Community, ich sitze gerade im Zug nach Hause. Mit Marcus und Nadine habe ich gerade für die „Wir machen euch satt„-Initiative eine Pressekonferenz abgehalten. Wie es war, wie wir waren werden wir später erfahren, wenn über unsere Initiative berichtet wird und vor allem: wie berichtet wird.

Das soll aber gar nicht mein Thema jetzt sein. Mir geht es jetzt in diesem Beitrag darum, wie wir im Internet kommunizieren, wie wir miteinander umgehen, oder sollte ich besser schreiben: GEGENEINANDER?

sie geben sich die Hand: Trump und Obama (c) AP, Focus

Gerade wenn die Diskussion um die zukünftige Ausrichtung der Landwirtschaft oder speziell um Glyphosat, MRSA und Nitrat geht, dann reichen in der Diskussion die Argumente und Fakten anscheinend nicht mehr aus. Zu häufig wird zur Verdeutlichung, wie ernst man es mit der eigenen Meinung hat, diese mit mehr oder weniger deutlichen persönlichen Anschuldigungen untermalt.

Das meine ich jetzt im Bezug auf den Umgang unter uns Landwirten, aber auch im Umgang von uns mit Journalisten. Ja, es gibt Berichterstattung, die mich fürchterlich ärgert. Aber auch da müssen wir versuchen, zu argumentieren. Fakten bringen, eigene Meinung deutlich machen. Aber bitte auch genau unterscheiden: Ist der Journalist jetzt Überbringer einer Botschaft oder ist es seine Meinung, die er in einem Kommentar äußert?

Ich bin froh, über jeden Journalisten, aber auch jeden Landwirt, der sich in sozialen Netzwerken der Diskussion stellt bzw. sich einbringt. Aber viel zu oft ist die Diskussion unsachlich, von persönlicher Abneigung geprägt. Einfach keine angenehme Diskussionskultur. In Blogposts, in denen mit dem Ottonormal-Verbraucher Kontakt aufgenommen werden soll, ist ein solches Klima unter den Beiträgen, in den Kommentaren wirklich schädlich.

Keine Frage, es sind nicht nur die Landwirte, die die Schärfe rein bringen. Ganz sicher nicht, aber für neugierige Verbraucher kann es schon abschreckend sein, wenn sich wirklich hitzige, ins persönliche abschweifende Debatten in den Kommentarspalten abspielen.

Deshalb meine Empfehlung. Nehmt euch alle ein wenig zurück. Überlegt zweimal, ob ihr einen Post absenden wollt oder vielleicht doch besser nicht.
In Beiträgen, die den Verbraucher ansprechen sollen, bitte auch den Verbraucher in den Mittelpunkt stellen: jeder Kommentar ist dann für den Verbraucher da und nicht für eigene Nebenkriegsschauplätze.

Ich fordere Selbstkritik ein und frage mich auch, ob ich alles richtig gemacht habe bzw. mache. Das ganz gewiss nicht, aber ich möchte mich bessern und möchte gerne an diese meine Worte erinnert werden, wenn ich im sozialen Netz auf Abwegen geraten bin.

Uns fehlt vielleicht die Kritkfähigkeit und die Kraft, auch andere Einstellungen und Meinungen zu akzeptieren. Lasst uns streiten, aber bitte sachlich und fair. Das wäre dann gelebte Demokratie.

Der Spiegel: Bauern sind Ausbeuter ohne Empathie

Sönke Hauschild vom Bauernverband Schleswig-Holstein zeigt das undifferenzierte Bauernbashing im aktuellen Spiegel auf. Die Bauern und ihre Familien müssen sich jedes Jahr zur Grünen Woche viele dieser unverschämten Vorwürfe gefallen lassen. Aber man kann sich auch wehren.
Sachlicher Protest per Mail, per Telefon und auch mit der Teilnahme an der 3. Ausgabe von Wir-machen-euch-satt kann jeder ein kleines Zeichen setzen!

Es sind starke Worte eines postfaktischen Magazins:

„Es ist ein unbestreitbarer Fakt: Die Art, wie wir landwirtschaften, beeinflusst die Gesundheit, die Umwelt, das Klima. Und in letzter Konsequenz das Überleben der Menschheit.“

Landwirte „fühlen sich wie die Herren über das Land. Sie gehen mit dem Grund und Boden um, als wäre er ihr privates Ausbeutungsgebiet – und nicht die Nahrungsgrundlage für alle Menschen sowie die kommender Generationen.“

„Ohne zu zögern“ schieden sie Schweineschwänze ab, „wahllos“ setzen sie Antibiotika ein, „großzügig“ Pestizide.

„Vielen Tierhaltern scheint in der durchökonomisierten Fleischproduktion die Empathie für die Kreatur verloren gegangen sein.“

„Man braucht keine Ahnung zu haben um zu erkennen, dass das nicht richtig sein kann.“

Was kann nicht richtig sein? Der Spiegel: Bauern sind Ausbeuter ohne Empathie weiterlesen

Paukenschlag durch Umweltbundesamt

Das UBA hat zugeschlagen und beginnt das Jahr mit einem Paukenschlag

Das UBA prangert scheinbar klimaschädliche Subventionen an und fordert u.a. eine Mehrwertsteuererhöhung für Milch und Fleischprodukte (Link)

Dazu folgende Anmerkungen:
Anders als im Bericht suggeriert, gibt es keine prinzipielle Entlastung bei der Stromsteuer für Land- und forstwirtschaftliche Betriebe, das geht erst ab 50 MWh.- also bei den allerwenigsten. Was gemeint war, ist vermutlich die Entlastung bei Agrardiesel. Diese ist aber vom Gesetzgeber ausdrücklich als Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen innerhalb der EU vorgesehen und stellt somit keine Subvention dar, die zu hinterfragen wäre. Die Mineralölsteuer war ursprünglich als zweckgebundene Steuer für den Bau und Unterhalt der Straßen gedacht. Landwirtschaftliche Traktoren und Arbeitsmaschinen fahren aber zu 90% auf dem Feld. Trotzdem werden weniger als 50% der Steuer erlassen.
Wieso man in diesem Zusammenhang die vollständige Steuerbefreiung für Flugbenzin nicht erwähnt, bleibt ein Rätsel.

Am Schluss der UBA-Presseinformation wird eine Mehrwertsteuererhöhung für Fleisch und Milch gefordert und die 5,2 Mrd. Euro Unterschied zwischen 7% und 19% werden als „umweltschädliche Subvention“ bezeichnet. Das ist eine hanebüchene Sichtweise.

Dem UBA müsste gesagt werden:

  1. Die Produktion tierischer Produkte ist nicht automatisch umweltschädlich. Im Gegenteil. Sie kann sogar umweltfreundlich sein (Nutzung von Grünland, Erhaltung der Kulturlandschaft, Verwertung von für den Menschen nicht nutzbaren Nebenprodukten, Verwertung von witterungsbedingt nicht mehr als Lebensmittel tauglichen Getreide- und Gemüsepartien, Verfütterung von Lebensmittelresten, Gewinnung von wertvollem Dünger).
  2. Der ermäßigte Steuersatz für Lebensmittel ist KEINE Subvention. Dazu zitiere ich aus dem Lexikon:

„Eine Subvention (von lat. subvenire = „zu Hilfe kommen“) ist eine Leistung aus öffentlichen Mitteln an Betriebe oder Unternehmen. Subventionen sind wirtschaftspolitische Eingriffe in das Marktgeschehen, mit denen ein bestimmtes Verhalten der Marktteilnehmer gefördert werden soll.“

Diese Definition trifft auf einen ermäßigten Steuersatz für Lebensmittel zugunsten der Verbraucher mit Sicherheit nicht zu. Selbst der Begriff „Steuersubvention“ passt nicht. Denn diese ist SO definiert:

„Steuersubventionen oder Steuervergünstigungen sind Ausnahmen im Umfang einer Steuer oder in der Steuerpflicht, deren Grund nicht in der Steuersystematik liegt.“

Der ermäßigte Steuersatz für Lebensmittel IST Teil unserer Steuersystematik!

Weiter:

„Eine Steuersubvention ist eine staatliche Vergünstigung
Empfänger sind ein oder mehrere Steuerpflichtige
Der gewährte Vorteil besteht in einer Verschonung von einer eigentlich zu tragenden Abgabenlast. Die Verschonung stellt also eine Ausnahme von einer Regel dar. Die Regel ergibt sich aus der gleichen Behandlung der im Sinne eines Vergleichsmaßstabes gleichen Sachverhalte oder Objekte.“

Tierische und pflanzliche Lebensmittel SIND im Vergleichsmaßstab gleiche Sachverhalte und Objekte. Der Charakter einer Subvention würde also erst erreicht, wenn nur noch pflanzliche Lebensmittel den ermäßigten Steuersatz hätten. Und zwar wären dann DIESE subventioniert.

Kommen wir zum eigentlichen Bemerkenswerten an dieser Verlautbarung des UBA: Diese Beamten prangern insgesamt 57 Milliarden Euro umweltschädlicher Subventionen an. Davon macht der fälschlicherweise als Subvention bezeichnete ermäßigte Steuersatz für Fleisch/Milch/Eier lediglich lächerliche 9,1% aus. Trotzdem ist NUR er den Medien in der Berichterstattung über die Presseinformation eine Erwähnung wert. Alle überschlagen sich im Anprangern tierischer Produkte.Und auf den von ihnen angebotenen Diskussionsplattformen haben sich Menschen eingefunden, die in gehässigster Art und Weise die Landwirte und Fleischwirtschaft verunglimpfen.

Was die Medien zu ihrer selektiven Berichterstattung veranlasst, wird wohl ihr Geheimnis bleiben.

Unwahr, Halbwahrheit oder Lüge?

Eine von den Grünen beauftragte Studie soll herausgefunden haben, dass Stadtbienen mehr Nektar sammeln als ihre Kolleginnen auf dem Lande. Schuld ist natürlich wieder die Landwirtschaft.

Landwirtin & Bloggerin Susanne Günther hat sich die Datenlage und die zitierte Studie mal etwas genauer angeschaut. Sie findet heraus, dass hier wieder einmal geschickt mit Halbwahrheiten und sachlich falschen Schlussfolgerungen die öffentliche Meinung beeinflusst wird.

Für mich ist das manipulierend und hinterhältig, denn kaum jemand macht sich die Mühe und schaut nach, was sich hinter den (eigentlich falschen bzw. nicht bewiesenden) Behauptungen verbirgt. Sogar viele Medien bis hin zu den Tagesthemen in der ARD übernehmen diese unbelegten und leider auch schlicht falschen Thesen dieser grünen Auftragsstudie:

Mein Fazit: Ein typisches Beispiel, mit dem versucht wird, die moderne Landwirtschaft zu diskreditieren. Wir nähern uns der internationalen grünen Woche in Berlin und werden vermutlich viele weitere ähnliche Halbwahrheiten und Falschmeldungen über die Landwirtschaft ertragen müssen. Die Themen Nitrat und Klimawandel hatten wir ja schon…
Aber man kann sich wehren: z.B. mit der Teilnahme an „Wir machen Euch satt – Dialog statt Protest„.