Grüne geistige Brandstiftung? Teil 6

Grüne geistige Brandstiftung – oder wenn die moralische Feuerwehr zum Feuerteufel wird. Eine Analyse.

Teil 6 – Nitrat: Gülleschwemme? Oder ist alles ganz anders, als es aussieht?

Läuft die Internet-Kommunikation von Bündnis 90 / Die Grünen zur konventionellen Landwirtschaft auf geistige Brandstiftung hinaus? Seit mehreren Jahren verfolge ich intensiv bei Facebook, was bzw. wie die Partei kommuniziert, seit einiger Zeit auch bei Twitter. Mein Fazit: Es wird diffamiert, was das Zeug hält. – Fortsetzung –

Teil 1: Einleitung (5. März 2018)
Teil 2: Massentierhaltung (11. März 2018)
Teil 3: Antibiotika (11. März 2018)
Teil 4: Glyphosat (15. März 2018)
Teil 5: Glyphosat – Gift in den Händen dreier Abgeordnete (22. März 2018)
Teil 6: Nitrat  – und kein Ende mit der Scheiße (aktualisiert am 13. Mai 2018)

Nitrat – und kein Ende mit der Scheiße

Bündnis 90 / Die Grünen haben sich die Erhaltung der Natur auf die Fahnen geschrieben.

Bild: Wir erhalten unsere Natur
Da seid Ihr schon zwei: Auch Landwirte erhalten unsere Natur! https://www.gruene.de/programm-2017/a-bis-z/wir-erhalten-unsere-natur.html (13.08.2017)

Ein Thema, dass die Politiker in diesem Kontext umtreibt, ist Wirtschaftsdünger. Im Grünen-Sprech: „Güllefluten“. Das braune Zeugs wird regelrecht zu einem apokalyptischen Reiter stilisiert:

Screenshot
War da nicht was mit – Gärresten aus „grünen“ Biogasanlagen? https://www.gruene.de/programm-2017/a-bis-z/wir-erhalten-unsere-natur.html (13.08.2017)

Gärreste? EEG? Was?

Alles andere als astrein ist in diesem Kontext, dass die Rolle des Biogas-Booms elegant unter den Tisch fällt. Diesen hatten Bündnis 90/Die Grünen seinerzeit kräftig gepusht.

In seinem Gastbeitrag bei BlogAgrar „Nitrat: gute & böse Fakes“ bringt es der Agrarstatistiker Georg Keckl* (s. Fußnote)  auf den Punkt:

Die grüne EEG-Gesetzgebung ist regional verantwortlich für steigende Nitrate, nicht die Bauern.

Und sagt unumwunden:

Die, die früher über die Biogasanlagen als Klimaschutzprojekte jubelten, haben nämlich die Seiten gewechselt.

Gemeint sind die Grünen. Womit sich wieder einmal bewahrheitet, dass, wer mit dem Zeigefinger auf andere zeigt, gleich mit dreien auf sich selbst weist.

Alles ganz anders, als es aussieht?!

Leider ist dies in der Öffentlichkeit kaum bekannt. Überhaupt geht die Schere zwischen Fakten eineseits und Behandlung des Themas in der Öffentlichkeit andererseits, sei es medial oder in der Politik, sehr weit auf, wie Keckl in seinen Beiträgen „Wer hat Angst vorm bösen Nitrat“ bzw. „Nitrat und die wahren Brunnenvergifter“ detailliert herausarbeitet.

Denn allen Unkenrufen zum Trotz werden wir nicht von Güllefluten überrollt:

In den Nitratberichten 2008 und 2012 der Bundesregierung wird ein kontinuierlicher Rückgang der Stickstoffüberschüsse auf landwirtschaftlichen Flächen gemeldet. Auch das Umwelt-Bundesamt (UBA) meldete 2016: „Der Stickstoff-Überschuss auf landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland lag bis Anfang der 1950er Jahre auf sehr niedrigem Niveau, stieg mit zunehmender Stickstoffdüngung dann kontinuierlich an bis zum Maximum Mitte der 1980er und ist seitdem wieder auf ein Niveau wie ungefähr zu Beginn der 1960er Jahre gesunken“.

Dies wird auch beim Beitrag des Deutschlandfunks Schwindel um Nitrat im Grundwasser deutlich: Nitrat- Spitzenreiter seien nicht etwa Regionen mit viel Tierhaltung, wie oftmals behauptet wird, sondern viehlose Gebiete in Rheinland-Pfalz – und das schon seit Jahrzehnten. „Schuldig“: Gemüse- und der Weinbau bzw. ganz allgemein die Geologie.

Die Bloggerin Schillipaeppa hat es in ihrem Blogpost „Zweierlei Maß und ein paar Begriffe“ auf den Punkt gebracht:

Intensive Viehhaltung ist weder eine notwendige noch eine hinreichende Bedingung für eine hohe Nitratbelastung des Grundwassers. Das bedeutet: Es ist nicht der Fall, dass dort, wo viele Tiere auf der Fläche gehalten werden, immer das Grundwasser belastet ist. Und: Es ist auch nicht der Fall, dass dort, wo das Grundwasser belastet ist, immer viele Tiere auf der Fläche gehalten werden.

Warum ich hier abschweife? Weil, um einen Zitat-Klassiker zu bemühen, „alles anders ist als es aussieht“. Der Punkt ist: Landwirte, Nicht-Landwirte, Skeptiker und viele andere haben Grünen-Politiker auf diese Aspekte aufmerksam gemacht, seit Jahren und auf den unterschiedlichsten Kanälen. Es hat alles nichts gefruchtet.

Exemplarisch zu sehen ist dies an einem Facebook-Post von Anton Hofreiter. Der Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion pflegt bei landwirtschaftlichen Themen gerne eine knallharte Sprache. Differenzierungen oder Zwischentöne sind nicht sein Ding, es geht apokalyptisch-populistisch zu. Daher veröffentliche ich nicht nur den Güllepart, sondern den gesamten Post.

Aussagen des Grünen-Politikers u.a. zu Klimawandel und Massentierhaltung habe ich vergangenen Jahr in einem Blogpost behandelt: „Anton Hofreiter oder: Wenn grüne Unschärfen beim Thema Intensivtierhaltung Tradition haben“

Screenshot Facebook
Die Unschärfen des Anton Hofreiter (Facebook-Post Anton-Hofreiter vom 23.05.2017).

Dramatisch geht es auch im Bundestagswahlprogramm zu. „Güllemassen“ gefährden unser Trinkwasser – zum Glück stehen die grünen Retter parat, die Gefahr einzudämmen.

Screenshot Bundestagswahlprogramm
Es sind die Güllemassen, die eingedämmt werden müssen. Was ist mit den Gärresten (https://www.gruene.de, Bundestagswahlprogramm 2017)?

Übrigens – an keiner Stelle der 248 Seiten fällt das Wort „Gärrest“.

„Brunnenvergiftung“

Genau hinschauen, differenzieren, sachlich bleiben hat bei grünen Kernthemen leider keine Hochkonjunktur, wie auch das Beispiel der angeblich steigenden Kosten für Trinkwasser betrifft.

Screenshot
Die Wasserlüge (https://www.gruene-bundestag.de/umwelt/guelle-verunreinigt-unser-trinkwasser-12-06-2017.html, 12.06.2017)

Es geht um eine Studie des Umweltbundesamtes (UBA), der zufolge angeblich die Kosten für unser aller Trinkwasser beträchtlich in die Höhe schnellen. Ich habe mit Bedacht das Wort „angeblich“ verwendet, da wieder einmal alles ganz anders ist, als es ausschaut – wenn man vorurteilsbefreit hinschaut.

Die Bloggerin Schillipaeppa hat dies getan und den Sachverhalt in einem Blogpost zusammengefasst: „Die Geschichte einer Meldung“ vom 12.06.2017.

Ziel der Studie ist es, zu ermitteln, was für die Allgemeinheit günstiger ist, um die Belastung des Trinkwassers mit Nitrat und Pflanzschutzmittelrückständen zu vermeiden: präventive Maßnahmen wie die Begrenzung des Dünger- und Pfanzenschutzmitteleinsatzes oder kurative Maßnahmen wie Ausgleichsstrategien (Verschneiden von Rohwasser, Verlagerung und Vertiefung von Brunnen) sowie verschiedene Methoden der Trinkwasseraufbereitung. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Präventive Maßnahmen sind günstiger. Folgerichtig begrüßt das UBA, dass jetzt eine neue Düngeverordnung in Kraft getreten ist.

Die Studie scheint kein Grünenpolitiker gelesen zu haben. Auch der niedersächsische Landwirtschaftsminister a.D. Christian Meyer nicht:

Screenshot Zitat Meyer
Christian Meyer macht aus einem Szenario einen Fakt (https://schillipaeppa.net/2017/06/12/die-geschichte-einer-meldung/, 12.06.2017)

Auch aus dem 6-Punkte-Plan für eine zukunftsfähige Landwirtschaft, den er gemeinsam mit seiner Parteikollegin Katrin Göring-Eckard im Juni vergangen Jahres veröffentlichte, geht hervor, dass beide die UBA-Studie nicht gelesen haben:

Wasserverbände und UBA warnen vor einem Anstieg der Trinkwasserpreise um bis zu 45 Prozent, wenn wir nicht endlich auch auf Bundesebene eine Agrarwende einleiten.

Screenshot
In der UBA-Studie ist nicht die Rede von einem Anstieg der Trinkwasserpreise. (https://www.gruene.de/ueber-uns/2017/6-punkte-plan-fuer-eine-zukunftsfaehige-landwirtschaft.html)

Nachdem ich mich auf den Hosenboden gesetzt und einen ausführlicheren Blick geworfen habe, kann ich nachvollziehen, warum niemand die Studie gerne lesen mag: Wissenschaftssprache und komplexe Sachverhalte treffen aufeinander. Wer nicht vom Fach ist, für den ist es eine ungemütliche Lektüre.

Allerdings rechtfertigt nichts die Tatsache, dass die Grünen hingehen und einer besorgten Öffentlichkeit als „Faktum“ mitteilen, die Trinkwasserkosten werden deutlich steigen.

Was ist die Message, die dahinter steckt? Die Bürger können sich beim deutschen Landwirt dafür bedanken, dass sie am Ende des Monats weniger Geld im Portemonnaie haben.

Bärbel Höhn spricht im WDR gar von einer

staatlich geduldeten Brunnenvergiftung.

Screenshot Zitat
„Staatlich geduldete Brunnenvergiftung“: Jochen Böhrer zitiert Bärbel Höhn bei BlogAgrar (https://blogagrar.de/nitrat/nitrat-werden-wir-alle-vergiftet/, 02. September 2018)

Bedenkt man den Hintergrund des Narrativs der Brunnenvergiftung, so ist dies ein schwerwiegender Vorwurf. In der Antike galt es als schweres Verbrechen und entwickelte sich über die Jahrhunderte zu einem Stereotyp zur Verleumdung bestimmter Volksgruppen. Unter anderem galt der Vorwurf der Brunnenvergiftung als Legitimation von Judenverfolgungen.

Es würde mich interessieren, ob Barbara Höhn das gewusst hatte?

Die neue Düngeverordnung

An dieser Stelle möchte ich nochmal das Zitat aufgreifen:

Wasserverbände und UBA warnen vor einem Anstieg der Trinkwasserpreise um bis zu 45 Prozent“, wenn wir nicht endlich auch auf Bundesebene eine Agrarwende einleiten.

Dass der Landwirtschaftsminister eines deutschen Bundeslandes zu diesem Zeitpunkt eine Agrarwende auf Bundesebene fordert, ist alles andere als nachvollziehbar: Die aktuelle Neufassung der Düngeverordnung trat im Juni in Kraft, also im gleichen Monat, in dem der 6 Punkte-Plan online ging.

Bereits vor Verabschiedung sorgte sie für viele Diskussionen und erhebliche Kopfschmerzen auf den Betrieben – ein Faktum, dass an Christian Meyer nicht vorbei gegangen ist. Bernhard Barkmann war so freundlich, mich auf ein paar Schwächen aufmerksam zu machen:

Der Nährstoffanfall scheint rechnerisch zu hoch ermittelt worden zu sein,  besonders beim Stickstoff. Dann kommt hinzu, dass die aufnehmenden Betriebe mit unnötiger Bürokratie und Nachteilen in der N-Bilanz bestraft werden. Das führt dazu, dass diese viehlosen Betriebe gar nicht so gerne organische Dünger aufnehmen wollen. Das ist im Sinne einer guten UND kosteneffizienten Nährstoffverwertung absolut kontraproduktiv und sorgt tendenziell dafür, dass Betriebe ausscheiden. Die LWK Niedersachsen ist zur Zeit intensiv am Forschen, ob die Zahlen für den Nährstoffanfall beim Schwein tatsächlich alle so stimmen. Ich hoffe, dass hier Besserungen auf die Landwirte warten.

Ein Freund wiederum, der einen Familienbetrieb mit Ackerbau und Viehhaltung bewirtschaftet (u.a. Sauenhaltung und Schweinemast), erzählte mir von Landwirten aus seinem Bekanntenkreis, die mit der neuen DüngeVO ihre Gülle-Lagerkapazitäten erweitern müssen – und es nicht können. Es fehlt schlicht der Platz für einen weiteren Güllebehälter.

Bei der DüngeVO, sei es im Entwurf oder in der Endfassung, handelt es sich nicht bloß um Tinte auf Papier. Es war im Juni klar, dass sie in der Praxis ein harter Brocken für viele Betriebe sein würde.

Die neue Verordnung war so gut wie in trockenen Tüchern – und ein Landwirtschaftsminister ignoriert die Tatsache an sich sowie das Unbehagen vieler Landwirte geflissentlich. Ein starkes Stück! Ich war immer schon der Meinung, dass der ehemalige Landwirtschaftsminister Christian Meyer die allermeisten „seiner“ Bauern, sprich die konventionell wirtschaftenden, schlicht und ergreifend nicht ausstehen konnte. Dieses Zitat bestätigt es meiner Meinung nach.

Messnetz ist nicht gleich Messnetz

Katrin Göring-Eckardt und Christian Meyer legen in ihrem 6 Punkte-Plan noch einen drauf: Die Bundesregierung sei verantwortlich für die milliardenschwere Klage der EU-Kommission wegen Wasserverschmutzung.

Screenshot
Am 2. Juni 2018 trat die Neufassung der Düngeverordnung in Kraft. (https://www.gruene.de/ueber-uns/2017/6-punkte-plan-fuer-eine-zukunftsfaehige-landwirtschaft.html)

Verantwortlich für die Klage ist die Tatsache, dass die Bundesrepublik jahrelang Nitratwerte nach Brüssel geliefert hatte, die auf einem Belastungsmessnetz beruhten. Ein vergleichbares Szenario wäre eine deutsche Behörde, die für das Land die Kriminalitätsrate der Bürger nur bei den Straftätern messen und dann diese Zahlen an eine übergeordnete Behöre weiterleiten würde.

Andere EU-Länder dagegen meldeten ihre Zahlen von einem Flächenmessnetz, das sich zudem aus i.d.R. aus einer ungleich größeren Anzahl Messbrunnen zusammensetzt.

Auch den Grünen war bekannt, wie die Werte in Deutschland und in der EU zustande gekommen waren. Auch, dass die EU repräsentative Durchschnittswerte der Gesamtgebiete erwartete und keine Auswahl von Extremwerten.

Sehr ausführlich hat Georg Keckl das Thema Messnetze behandelt: „Gespensterdebatten um das Nitrat im Grundwasser“

Fazit: Nitrat – und kein Ende mit der Scheiße!

Ja, in der Tat, irgendwie ist alles ganz anders, als es aussieht. Dass dem so ist, wurde jahrelang immer wieder auf den unterschiedlichsten Kanälen kommuniziert. Die meisten Politiker von Bündnis 90/Die Grünen haben es schlichtweg ignoriert. Die Agrarwende soll kommen. Koste es, es was wolle.

Das ist doch S..e.ß. – oder?

Aktualisierung aus gegebenem Anlass!

Bündnis 90/Die Grünen sind kürzlich medienwirksam mit einer Analyse an die Öffentlichkeit gegangen, der zufolge eine Kostenexplosion bei Trinkwasser ins Haus stehe. Verursacher sei Nitrat.

Screenshot Facebook-Post
Anton Hofreiter hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht (Facebook, 11. Mai 2018).

Das Resultat? Ein totales Debakel. Das Statistische Bundesamt (die Quelle der Grünen) hatte sich zu Wort gemeldet:

„Die Aussage, Trinkwasser wird immer teurer, ist in der Form für den kompletten Zeitraum 2005 bis 2016 anhand dieser Quelle nicht haltbar.“

Alter Wein in alten Schläuchen: Genau hinschauen, differenzieren, sachlich bleiben hat bei grünen Kernthemen leider keine Hochkonjunktur, wie auch das Beispiel der angeblich steigenden Kosten für Trinkwasser betrifft.

Neu war die Reaktion von dpa und zahlreichen Medien, die die Meldung ohne weitere Recherche übernommen hatten: Sie wiesen u.a. bei Twitter auf den Fehler hin.

 

Link:
In einem lesenswerten Bericht ist Blogger-Kollege Jochen Böhrer auf die wichtige Frage eingegangen, ob bzw. wie ungesund Nitrat eigentlich ist: Nitrat – werden wir alle vergiftet?

*Fußnote:
Der studierte Agraringenieur Georg Keckl ist als Agrarstatistiker tätig. Als Betriebshelfer und Gutsverwalter kennt er der den landwirtschaftlichen Betrieb auch aus der Praxis. Sein Steckenpferd ist die Sammlung von Datenmaterial zu zahlreichen, oftmals kontrovers diskutierten Themen rund um die Landwirtschaft, die er aufbereitet der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt: http://www.keckl.de/

16 Gedanken zu „Grüne geistige Brandstiftung? Teil 6

  1. Schön zu erkennen sind auch immer wieder die Allianzen, die bei diesem Thema geschmiedet werden. Grüne, UBA und Wasserversorger halten gut zusammen und spielen sich gegenseitig die Bälle zu. Dabei hat jeder seine eigenen Interessen, die „Grünen“ sind auf Stimmenfang, das UBA sichert seine Daseinsberechtigung und die Wasserversorger bereiten den Weg für Preiserhöhungen-passt doch alles.

  2. Wer sich selbst nicht dem Vorwurf aussetzen möchte mit zweierlei Mass zu messen, der sollte auch die Aktivitäten der CDU kommentieren, die mit Prof. Taube in Schleswig Holstein einen Wissenschaftler als Landwirtschaftsminister vorgeschlagen hat, der seit Jahren vor den Nitrat Belastung in unserem Grundwasser warnt.

    1. In der Tat, der grüne Transformationswahnsinn hat mittlerweile alle politischen Parteien befallen und versuchen sich dabei gegenseitig zu übertreffen. Neben den Klimaverwandlern ist Taube einer der wichtigsten Weltretter, welche sich im Katastrophendramatisierungssammelbecken tummeln.

    2. Passt nicht so gut ins gepflegte Feindbild, Kirsten! Ich habe das schon zu Beginn der kleinen Grünen-Bashing-Serie von Frau Anneliese angeregt, aber über die CDU wirst du auf diesem Blog kein kritisches Wort lesen. Über die FDP übrigens erst recht nicht 😉

  3. Bei aller berechtigter Kritik an den Grünen, beim Thema Biogas muss man doch differenzieren. Die Idee der Grünen war es, aus Mist , Gülle und Reststoffen ( Aufwuchs von Stilllegungsflächen) Energie zu gewinnen. Erst die Schwarzen haben durch eine Änderung des EEG die überproportionale Förderung der Silomaisanlagen (Nawarobonus) durchgesetzt und damit die jetzigen Probleme verursacht. Allein durch die Anrechung der N -Mengen des Silomaises fehlen im Kreis Borken über 10.000 ha Ausbringungsfläche. Unter dem Kostendruck auf dem Pachtmarkt leiden ALLE wirtschaftenden Betriebe !

    1. Danke für die Info! Haben Sie vielleicht einen Lesetipp zur Rolle der Union, in dem diese aufgedröselt wird? Es interessiert mich.

  4. An alle, die mit meiner Arbeit unzufrieden sind:

    Mein Schwerpunkt sind die Grünen. Auch an dieser Stelle mein Tipp: Ich war mit der Grünen-Kommunikation unzufrieden. Also habe ich mich auf den Hosenboden gesetzt und meine Meinung geäußert.

    Das Internet ist groß, es stehen viele leere Seiten zur Verfügung. Füllen Sie sie mit Ihren Themen! Ich muss Sie allerdings vorwarnen, es ist recht viel Arbeit für wenig Freizeit. Alles Frage der Prioritätensetzung. 😉

    Carpe Diem!

  5. „Überhöhte Nitratbelastung in 50% aller Privatbrunnen“ ,Bersenbrücker Kreisblatt im Jahre 1985 .
    (80% aller privaten Brunnen sollten schon damals für Trinkwasser gesperrt werden und die Haushalte an die öffentlichen Tiefbrunnen angeschlossen werden.
    Diese traditionelle grundwasserführende Schicht ist seitdem für Trinkwasser nicht mehr geeignet.
    Aus diesen Erfahrungen heraus sollten wir alle mit dem zweiten Grundwasserstock sorgfältiger umgehen.
    Die Hydrogeologischen Bedingungen sind leider zu komplex und lebenswichtig.

    Wasservergiftung war immer ein Tabu und verabscheuungswürdiges Verbrechen zu allen Zeiten.

    Der wissenschaftliche Überbau dieses Blogs,Böhrer,Keckl,Günther und andere mögen doch bitte mal darstellen ,wieviel Ressourcen an wertvollem Dünger seit den 70 er Jahren sinnlos den Bach runtergespült wurden.

    C.A. man könnte Sie ignorieren,aber leider verkörpern Sie aber den Archetyp des heute noch üblichen modernen Landwirtes und es wundert mich ehrlich geschrieben ,daß man Sie hier gewähren läßt und fast niemand aus dem Berufsstand auf dieser Seite zu einer kritischen Eigenreflexion des gesamten Berufsstandes beiträgt.

    1. Ich bin keine Landwirtin, sondern an Kommunikation interessiert. Ich habe Kommunikationswissenschaften studiert. Daher mein Fokus auf die Kommunikation der Grünen. Sie dürfen mich also ignorieren!

      1. Habe Sie nie für eine aktive Landwirtin angesehen,eher stehen Sie für die neokapitalistischen Kräfte der einschlägigen Verlage und ihrer Geldgeber,die ihre Bedeutung für die Ausrichtung der Landwirtschaft schwinden sehen.

        Diese vielen kleinen Räder ,die scheinbar im Namen des Bauern kommunizieren in den weit verbreiteten Medien,die von Bauern gelesen werden und fern ab der Dörfer die wahren Gründe für den Strukturwandel vernebeln und die zermürbende Situation auf vielen Höfen den Grünen oder auch Selbsthilfeorganisationen wie der AbL in die Schuhe schieben wollen, kann man nicht länger ignorien.
        Dieser verklärte Schwanengesang auf diese faktisch kannibalisierende Landwirtschaft gehört abgestellt.
        Diese konzertierte Aktionen jeden Kritiker auf dem Dorf aus den eigenen Reihen auszugrenzen , prägt doch die Arbeit des Landvolk -und Bauernverbandes.
        Diese Choreographie beobachte ich seit Jahrzehnten und noch tanzen die Landwirte danach,fragt sich bloß wie lange noch.

        1. Huch. Das ist aber ein großes Fass, das Sie da aufmachen. Ich analysiere doch bloß die Grünen-Kommunikation. Stattdessen: neokapitalistische Kraft der einschlägigen Verlage und ihrer Geldgeber…. Was ist eine neokapitalistische Kraft, welche Verlage meinen Sie und wer sind die einschlägigen Geldgeber? Ich bin auch nicht über konzertierte Aktionen auf dem Laufenden.

  6. Die Abhängigkeit vieler Verlage von ihren Anzeigenkunden ist hinlänglich bekannt. Einfach mal eine Fachzeitschrift z. B. Land und Forst aufschlagen,dann werden auch Sie die kapitalorientierten Firmen erkennen können.
    Ein Blick in die Aufsichtsgremien und Besitzstrukturen der Verlage tut ein übriges.
    Diese anonyme Pseudoanalysen fern ab jeglicher wissenschaftlicher Standarts die Sie hier zum besten geben, ist sicher das letzte was eine Landwirtschaft ,die dringend neue gesellschaftsfähige Leitziele benötig jetzt braucht.
    Kommunikationwissenschaft sollte mehr können und einen höheren handwerklichen Anspruch vermitteln.

    1. Kommunikationswissenschaften können enorm viel, ganz unabhängig von der Parteicouleur und der Einstellung zum Kapitalismus. Sprich: Wenn sauber gearbeitet wird, kommt am Ende raus, was rauskommt. Und nicht, was Leute gerne hören oder lesen wollen.

      Natürlich hat meine Analyse keinerlei wissenschaftlichen Anspruch, da ich keines der in Frage kommenden Instrumente eingesetzt habe. Das habe ich auch an keiner Stelle behauptet. Ich denke, man kann zweierlei von ihr sagen: Sie handwerklich sauber recherchiert und vor allem habe ich meine Quellen belegt. Daran sind in diesem Land schon einige unter viel medialem Gedöns gescheitert. :-))

      Ich weiß aber immer noch nicht, was meine Arbeit mit Verlagen und Anzeigenkunden und Neo-Kapitalismus etc. zu tun hat. Das einzige, was ich weiß, ist, dass Ihnen meine Arbeit gegen den Strich geht. Daran kann ich leider nichts ändern und erinnere Sie daran, dass ich niemandem zwinge, sie zu lesen. 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*